0 Tage und 15 Stunden seit der letzten Verbannung eines Taugenichts.

Das Brot

Singen Sie dem Herrn ein Loblied oder schreiben Sie ein Gedicht und erfreuen Sie damit das keusche Christenherz.

Moderator: Brettleitung

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Das Brot

Beitragvon Deutenbach » Mi 3. Apr 2019, 23:38

Werte Herren,

erlauben Sie mir, hier einen kleinen Dichtus vorzustellen.

Dieser mag ganz bewusst zur individuellen Interpretation anregen,
sei es ob vorkürzlicher Lyrik, deterministischer Dimensionen,
oder ewiger Elemente als Grundlage allen Seins.

Wie Sie als Kenner sicherlich bemerken werden,
bedient er sich der eher exaltierten Reimform des Wickelfalzes
mit bewusst offenem Kreuzbruch im Abgang:



Geschwind enteilt
die Zeit.

Was verweilt,
ist Heiterkeit.

Gelobt
sei das Brot.




Mit rechtschaffenem christlichen Gruße,
Ihr Gottlob Ephrahim v. Deutenbach

-------------------

Johannes 6:53ff: Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht esst das Fleisch des Menschensohns und trinkt sein Blut, so habt ihr kein Leben in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken. Denn mein Fleisch ist die wahre Speise, und mein Blut ist der wahre Trank.

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Re: Das Brot

Beitragvon Kurat Orium » Do 4. Apr 2019, 13:12

Sehr geehrter Herr Deutenbach,

nennen Sie mich streitbar, aber ich störe mich daran, daß die Heiterkeit verweilt. Sehen Sie, es ist wie mit Gästen im Haus. Sobald einer übertrieben lange bleibt, ändert sich die Einstellung des Gastgebers diesem gegenüber. Ich hege Groll gegen die Heiterkeit, was erlaubt sie sich? Wieso verweilt sie? Ich hatte Karten für eine öffentliche Auspeitschung der Dorfdirne, und nun muß ich wegen der Heiterkeit zu Hause bleiben. Wenn sie wenigstens mitkommen würde... aber nein, sie verweilt.

Es gibt natürlich auch Gäste, die auf ewig verweilen dürfen. Frömmigkeit, zum Beispiel. Ein gern gesehener Gast.

Seine 2 Zent beisteuernd,

K.O.
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Wer seine Rute schont, der hasst seinen Sohn; wer ihn aber lieb hat, der züchtigt ihn beizeiten. - Sprüche 13,24
-

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Re: Das Brot

Beitragvon Walter Gruber senior » Fr 5. Apr 2019, 21:25

Werter Herr Deutenbach,

die Technik des Falzens kannte ich bisher nur aus der Bastelstunde in meiner lang zurückliegenden Schulzeit, jedoch muss ich anerkennen, dass sich offenbar auch Gedichte falzen lassen.

Wo gibt es in dem Gedicht einen Bezug zum strengen christlichen Glauben? Weil die Heiterkeit nach der vergangenen Zeit die Vorfreude auf das Himmelreich andeutet?

Am Ende loben Sie noch das Brot, wobei man fragen könnte, ob Sie die vom HERRN gegebene Nahrung meinen, oder im übertragenen Sinne den Leib Christi?
Wenn du also den Leib Christi verstehen willst, höre den Apostel, der den Gläubigen sagt: „Ihr aber seid der Leib Christi und seine Glieder“
(1. Brief an die Korinther 12,27)


Das Gedicht interpretierend,
Walter Gruber
Auch ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er eine besonders wertvolle Perle fand, verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte sie. (Matthäus 13, 45-46)

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Re: Das Brot

Beitragvon Deutenbach » So 14. Apr 2019, 02:15

Werte Herren,

Ihre Interpretationen ob des vorliegenden Dichtung habe ich meinerseits freudig interpretierend zur Kenntnis genommen.


Mit rechtschaffenem christlichen Gruße,
Ihr Gottlob Ephrahim v. Deutenbach

-------------------

Johannes 6:53ff: Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht esst das Fleisch des Menschensohns und trinkt sein Blut, so habt ihr kein Leben in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken. Denn mein Fleisch ist die wahre Speise, und mein Blut ist der wahre Trank.


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