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Der Name des Vaters

Hier geht es um den Herrn, Jesus Christus und die Heilige Schrift.

Moderator: Brettleitung

G-a-s-t
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Der Name des Vaters

Beitragvon G-a-s-t » Do 7. Jun 2018, 10:40

Werte Herren!

Gott braucht keinen Namen, aber die Menschen brauchen anscheinend dann und wann einen Gottesnamen. Gott ist diesem Bedürfnis immer wieder entgegengekommen, deshalb finden wir in der Bibel verschiedene Gottesnamen, die Er den jeweiligen Bedürfnissen entsprechend mitteilte. Der Name "Jahwe" (dessen Vokale möglicherweise auch anders zu setzen sein könnten) hebt sich von all den anderen Namen durch seine überzeitliche Bedeutung stark ab:

Ex 3,15 (Herder)
Und weiter sagte Gott zu Mose: So sollst du zu den Israeliten sprechen: Jahwe, der Gott euerer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Dies ist mein Name für alle künftige Zeit und dies meine Benennung von Geschlecht zui Geschlecht.


Christen brauchen in ihrem Umgang mit Gott keinen Namen mehr. Er ist ihnen ja zum Vater geworden und Christus lehrt seine Brüder, Gott so zu nennen, wie man eben allgemein einen Vater nicht beim Namen nennt. Wenn sie in anderen Zusammenhängen als im Gebet und, wenn sie untereinander über ihren Vater reden, einen Gottesnamen brauchen, dann empfiehlt sich die Verwendung Seines Namens Jahwe.

Die Juden, heißt es, wag(t)en diesen heiligen Namen aus Ehrfurcht nicht auszusprechen und änderten deshalb gar beim Vorlesen die entsprechenden Bibelstellen.
Dies erscheint einerseits als gänzlich falscher Weg, zum einen, weil selbstverständlich am vollständigen Wortlaut der Bibel genau festzuhalten ist (Deut 13,1), zum anderen, weil es nie und nimmer angemessen ist, von Gott anvertraute Geschenke aus Angst, etwas falsch zu machen, unangetastet zu lassen und zu vergraben, sondern uns ein würdiger Gebrauch und Umgang aufgetragen ist. Das Gleichnis von den Talenten ist hier immer der Maßstab.
Andererseits bereitete der Alte Bund mit den Juden den neuen in Christus vor und das Leben in ihm war voller Vorahnung - vielleicht war auch das Gefühl der Juden, daß es nicht richtig sein kann, Gott ständig beim Namen zu nennen, eine löbliche Vorahnung der diesbezüglichen Botschaft Christi. Dazu würde auch passen, daß sie ihn nur nicht vorgelesen oder genutzt, sehr wohl aber (insofern Deut 13,1 beachtend) in der Heiligen Schrift stehengelassen haben sollen.
Da sieht es in manchen Bibelübersetzungen (leider auch in der unlöblicherweise revidierten Einheitsübersetzung) anders aus: Aus Rücksichtnahme auf die Juden wird der Name nicht nur in Gebeten, Gottesdiensten usw., sondern auch in der Heiligen Schrift gänzlich weggelassen. Da auch die Juden selbst dies nicht taten und wir wie sie aufgefordert sind, am Wortlaut der Schrift allezeit festzuhalten, erscheint mir dieses Vorgehen als eine durch nichts gerechtfertigte falsche Rücksichtnahme. Auch der "HErr" oder "HERR" in Kapitälchen ist im Grunde ein fauler Kompromiß.

Gen 17,1 (Herder)
Als Abram neunundneunzig Jahre alt war, erschien Jahwe dem Abram und sagte zu ihm: "Ich bin El Schaddai. Wandle vor mir und sei vollkommen."


Wandeln auch Sie vor Ihm!
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Es ist dir gesagt worden, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir erwartet: Nichts anderes als dies: Recht tun, Güte und Treue lieben, in Ehrfurcht den Weg gehen mit deinem Gott.

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Re: Der Name des Vaters

Beitragvon Antrophos » Do 7. Jun 2018, 11:02

Werter Herr Gast,
ist es eigentlich wahr, dass "Jahwe" übersetzt " ich bin da " heißt? Dann dürfte man eigentlich in der deutschen Sprache " ich bin da " auch nur mit ehrfürchtigen Gedanken sagen.
Nachdenklich,
Eduard Anthropos

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Re: Der Name des Vaters

Beitragvon Martin Berger » Do 7. Jun 2018, 19:45

Herr Antrophos,

da Sie sich mit Brettern offensichtlich nicht auskennen und Ihnen Herr Gast nun auch noch beim Erstellen des Fadens zuvorkam, sei Ihnen zumindest die unglaubliche "Mühe" abgenommen, einen Beitrag zu zitieren.

Nachfolgend also der Text auch noch einmal im passenden Faden:

Der Name GOTTes ist in der Tat ein Problem, da sich die Juden einst entschlossen, den Namen GOTTes, als Zeichen tiefster Erfurcht, selten bis nie auszusprechen. Hinzu kommt, daß die hebräische Sprache eine Konsonantensprache ist. So wären auch Sie nur Herr "Ntrphs". Wer käme auf die Idee, daß sich dahinter Ihre Wenigkeit versteckt? Da man keinen Spott mit dem Namen GOTTes zu treiben hat, steht in den meisten Bibelüberetzungen einfach nur HERR.
Schlachterbibel hat geschrieben:Und der HERR ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: Der HERR, der HERR, der starke Gott, der barmherzig und gnädig ist, langsam zum Zorn und von großer Gnade und Treue;

2.Mose 34,6

Lutherbibel hat geschrieben:Und der HERR ging vor seinem Angesicht vorüber, und er rief aus: HERR, HERR, Gott, barmherzig und gnädig und geduldig und von großer Gnade und Treue,

2.Mose 34,6

Zürcher Bibel hat geschrieben:Und der HERR ging an ihm vorüber und rief: Der HERR, der HERR, ein barmherziger und gnädiger Gott, langmütig und von grosser Gnade und Treue,
2.Mose 34,6


Aber:
Elberfelder Bibel hat geschrieben:Und der HERR ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: Jahwe, Jahwe, Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und reich an Gnade und Treue;

2.Mose 34,6

Da Sie nun einen kleinen Vorgeschmack bekommen haben, was auf Sie zukommen wird, können Sie diesen Beitrag gleich in den neuen Faden kopieren.

Sie auch im heutigen Zwiegespräch mit GOTT erwähnend,
Mrtn Brgr

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Re: Der Name des Vaters

Beitragvon Antrophos » Do 7. Jun 2018, 20:14

Werter Herr Berger,
vielen Dank für Ihre Hilfe und auch heute meinen verbindlichsten Dank für Ihr Gebet.
Mit besten Grüßen,
Eduard Anthropos

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Re: Der Name des Vaters

Beitragvon Martin Berger » Do 7. Jun 2018, 20:57

Herr Antrophos,

die Neue-Welt-Übersetzung der Zeugen Jehovas habe ich Ihnen glatt unterschlagen. Zwar auch noch viele andere, wobei sich diese aber nicht allzu sehr unterschieden.
Und Jehova ging vor seinem Angesicht vorüber und rief aus*: „Jehova, Jehova, ein Gott, barmherzig und gnädig langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und Wahrheit

Womöglich werden Sie wieder im Dunkeln tappen, weswegen ich Ihnen noch einen Hinweis bzw. noch einen Buchstaben hinzufüge: Jehovah. Und nun gehen Sie hin und machen Sie Ihre Hausübung.

Nachreichend,
Martin Berger

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Re: Der Name des Vaters

Beitragvon Antrophos » Do 7. Jun 2018, 22:14

Werter Herr Berger,
ich erkenne im Namen Jehova die gleichen Konsonanten wie im Namen Jahweh. Die Verwandlung des w in ein v, glaube ich den inzwischen vergangenen Jahrhunderten und den Überlieferungen quer durch verschiedene Sprachen und Dialekte zuschreiben zu können. Ist es das, worauf Sie hinaus wollen?
Mit besten Grüßen,
Eduard Anthropos

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Re: Der Name des Vaters

Beitragvon Martin Berger » Fr 8. Jun 2018, 17:16

Herr Antrophos,

zumindest die Ähnlichkeiten zwischen Jahwe und Jehova bzw. Jehovah sind Ihnen aufgefallen. Das Problem ist nun, daß es sich bei den Vokalen bestenfalls um Vermutungen handelt. Fügt man zwischen JHWH ein paar Vokale ein, kann schon mal ein Jahwe oder Jehovah daraus werden, doch auch mehrere andere Möglichkeiten. Und das macht es praktisch unmöglich, mit Sicherheit den wahren Namen GOTTes herauszufinden.

Zwar habe ich GOTT in unseren Zwiegesprächen noch nie mit solchen Belanglosigkeiten belästigt, doch wenn Sie keine besseren Themen haben, die Sie mit GOTT besprechen könnten, dann können Sie ihn ja nach seinem Namen fragen. Ich habe bisher nur wichtige Dinge angesprochen, sodaß ich nie auf die Idee gekommen wäre, ihn zu nerven.

Keine kostbare Zeit verschwendend,
Martin Berger

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Re: Der Name des Vaters

Beitragvon Franz-Joseph von Schnabel » Fr 8. Jun 2018, 18:30

Werte Herren,

man sollte vor allem vermeiden, den Namen des HERRn auszusprechen.

Den Stein in der Hand betrachtend,
Schnabel
Lerne leiden, ohne zu klagen!

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Re: Der Name des Vaters

Beitragvon Antrophos » Fr 8. Jun 2018, 18:54

Werte Herren,
so ist es wohl besser wenn ich den Namen nicht weiß, dass ich ihn dann auch nicht aussprechen kann.
GOTT zum Gruße,
Eduard Anthropos

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Re: Der Name des Vaters

Beitragvon Martin Berger » Fr 8. Jun 2018, 19:47

Franz-Joseph von Schnabel hat geschrieben:Den Stein in der Hand betrachtend,
Schnabel

Werter Herr Schnabel,

handelt es sich bei jenem Stein in Ihrer töften Hand um einen großen flachen Stein?

Davon ausgehend, daß Sie keinem Paket Kies den Vorzug geben würden,
Martin Berger

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Re: Der Name des Vaters

Beitragvon Franz-Joseph von Schnabel » Fr 8. Jun 2018, 20:10

Werter Herr Berger,

es handelt sich um einen massiven spitzen Stein.
Man weiß ja nie, was der Tag noch bringt.

Eine Otternase verzehrend,
Schnabel
Lerne leiden, ohne zu klagen!

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Re: Der Name des Vaters

Beitragvon G-a-s-t » Di 12. Jun 2018, 08:59

Werte Herren!

Martin Berger hat geschrieben:Und das macht es praktisch unmöglich, mit Sicherheit den wahren Namen GOTTes herauszufinden.

Mit den üblichen Methoden der Sprachwissenschaft ist es unmöglich, aber Gott stellt Mose bei der Kundgabe Seines Namens eine ganz andere, unfehlbare, Methode anheim, die auch heutzutage noch gleichermaßen praktikabel ist:

Ex 3,15 (Hamp, Stenzel)
Und weiter sagte Gott zu Moses: »So sollst du zu den Kindern Israels sprechen: >Der Herr (Jahwe), der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs hat mich zu euch gesandt.< Dies soll mein Name für immer sein und dies mein Rufname von Geschlecht zu Geschlecht!«


Der Name soll also von Geschlecht zu Geschlecht genutzt und weitergegeben werden. Es ist demnach äußerst problematisch, einen Namen zu nutzen, von dem bekannt ist, daß er irgendwann einen anderen bislang von Geschlecht zu Geschlecht weitergegebenen Namen ersetzt hat oder der aufgrund vermeintlicher neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse aufgekommen ist, wohingegen nichts falsch machen kann, wer den von den Alten überlieferten Namen nutzt, den auch diese allein deshalb nutzten, weil er ihnen überliefert wurde.

Gelobt sei Jesus Christus!
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Micha 6,8
Es ist dir gesagt worden, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir erwartet: Nichts anderes als dies: Recht tun, Güte und Treue lieben, in Ehrfurcht den Weg gehen mit deinem Gott.

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