0 Tage und 3 Stunden seit der letzten Verbannung eines Taugenichts.

Kampf gegen Rechtschreibkriminelle

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Stephan Kordansen
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Kampf gegen Rechtschreibkriminelle

Beitragvon Stephan Kordansen » So 21. Jul 2013, 00:38

Guten Abend, werte Gemeinde.

Mit diesem Faden prangere ich jeden Ketzer, der sich nicht an die Rechtschreibung halten kann, außerdem werde ich denen auch helfen, damit unser Internetz frei von Rechtschreibkriminellen ist,
denn mir ist in letzter Zeit bei einigen Benutzern eine teilweise katastrophale Rechtschreibung aufgefallen.

Fangen wir einfach mal mit ein paar vorgesehenen Fragen an:

Was kann man dagegen machen?

Die Schule wiederholen, einen Duden kaufen und ein Rechtschreibprogramm installieren.

Wozu brauche ich Rechtschreibung?

Es ist einfach anschaulicher und schöner, außerdem sollte man die als ältere Person so oder so beherrschen.
Und falls Sie es wirklich ernst meinen, dann kann man Sie auch besser von Jugendlichen unterscheiden.

Ich will mir keinen Duden kaufen, bin zu faul mir ein Rechtschreibprogramm zu installieren und will nicht in die Schule. Was tun?

Wenn es danach ginge, züchtigen.
Aber damit Sie dann was dazu lernen, können Sie einfach meine Tipps beachten, die im unteren Teil des Beitrages aufgelistet werden.

Ich merke vorher noch einmal an, daß ich persönlich keinen angreifen will.
Es lässt Sie nur sehr dumm aussehen, wenn Sie einfach einen Buchstabensalat aus Ihrem Text machen.
Wie gesagt, ein Rechtschreibprogramm wäre sehr hilfreich.


Kommen wir nun aber zu den Tipps, wie Sie Ihre Texte anschaulicher gestalten:

1. Interpunktion.

Zunächst gibt es ein paar Leute die riesige Textblöcke ohne Satzzeichen also weder Punkte noch Kommata und auch ohne Absätze schreiben sodass man hinterher den Text kaum entziffern kann und man ihn am liebsten gar nicht lesen würde weil das einfach unleserlich ist wie Sie hier sehen können wenn Sie wollen daß Ihre Texte gelesen werden dann machen Sie bitte ein paar Kommata und Punkte.

Ich schätze, Sie erkennen die Problematik in dem Text.
Am wichtigsten ist, daß Sie vor Worten wie ''daß, das, weil, damit, aber'', und so weiter, immer ein Komma setzen. Das sollte dann ungefähr so aussehen:

''Ich habe heute erfahren, daß mein Sohn gesündigt hat.''
''Der Kirchenchor fiel heute aus, weil die Kirche heute nicht geöffnet war.''

Ich korrigiere den oberen Text noch einmal, damit es auch jeder von Ihnen versteht.

Zunächst gibt es ein paar Leute, die riesige Textblöcke ohne Satzzeichen, also weder Punkte, noch Kommata, und auch ohne Absätze schreiben, sodass man hinterher den Text kaum entziffern kann und man ihn am liebsten gar nicht lesen würde, weil das einfach unleserlich ist, wie Sie hier sehen können. Wenn Sie wollen, daß Ihre Texte gelesen werden, dann machen Sie bitte ein paar Kommata und Punkte.

Schön wäre es auch, wenn Sie hinter Satzzeichen ein Leerzeichen machen, das heißt, lassen Sie es nicht so aussehen:

''Ich habe heute erfahren,daß mein Sohn gesündigt hat.''
''Der Kirchenchor fiel heute aus,weil die Kirche heute nicht geöffnet war.''

Das ist unschön, wie Sie sehen.
Und nach Punkten schreibt man immer groß, selbst, wenn das folgende Wort ein Adjektiv oder Verb ist.

2. Satzstellung.

Es gibt Menschen, die scheinbar keine Ahnung haben, wie man einen Satz richtig bildet.
Eigentlich ist das sehr einfach.
Ich möchte erst einmal klarstellen, was Aussagesätze, Fragesätze und Ausrufesätze sind. Nachher erkläre ich, wie man Sie bildet.

Nach einem Aussagesatz steht ein Punkt.

,,Meine Bibel ist neu.''


Nach einem Fragesatz steht ein Fragezeichen.

,,Wann lese ich die Bibel?''

Nach einem Ausrufesatz steht ein Ausrufezeichen.

,,Lies heute unbedingt die Bibel!''

3 Regeln zur Satzstellung im Hauptsatz:

1. Das flektierte Verb steht immer an zweiter Position.

Ich kaufe eine Bibel.
Mir kaufe ich eine Bibel.

2. Das Subjekt steht an erster oder dritter Stelle, also in der Nähe des Verbs. Es ist also in der deutschen Sprache möglich, dass das Subjekt erst nach dem Verb folgt, das nennt man Inversion.

Ich kaufe mir die Bibel.
Mir kaufe ich die Bibel. (Inversion)

3. Wenn die Objekte direkt aufeinander folgen, steht immer Dativ vor Akkusativ. Einzige Ausnahme ist das Personalpronomen im Akkusativ, es steht immer vor einem Dativ.

Ich kaufe mir die Bibel.
Ich kaufe sie mir.

Wichtig ist auch, wenn Sie das Verb mit dem Akkusativ, oder das Verb mit dem Dativ, vertauschen, wird daraus ein Fragesatz.

Kaufe ich mir die Bibel?
Mir kaufe ich die Bibel?

Anstatt

Ich kaufe mir die Bibel.
Mir kaufe ich die Bibel.

Also bitte auch darauf achten!

3. Daß, das und seid, seit.

Viele fragen sich sicherlich, was eigentlich der Unterschied zwischen "das" und "daß" ist. Ersteres ist ein Artikel, Letzteres eine Konjunktion.
Das heißt:

Wenn sich "das/daß'' auf ein Wort bezieht, dann schreibt man es mit einem S.

,,Das Getränk schmeckt gut.''
,,Ich habe ein Getränk, das gut schmeckt''

Im Beispiel bezieht sich das "das" auf die Bibel.

"Daß" benutzt man, wenn sich das ''das/daß'' nicht auf ein Substantiv bezieht, sondern als Konjunktion Verwendung findet.

,,Das Getränk ist so lecker, daß ich es mir noch einmal kaufe.''

Oft werden auch Fehler mit "seit" und "seid" Fehler gemacht.

"Seit" wird bei Zeitangaben verwendet, "seid" ist ein Verb.
Das Wort ''seid'', benutzt man allerdings in der Du-Form.

Trotzdem wäre es wichtig, das zu erklären.

''Seit eurer Taufe seid ihr Christen.''

Ganz einfach.

4. Groß- und Kleinschreibung.

Das lässt sich durch ein ganz einfaches Beispiel, ganz leicht erklären.

Falsch:

Großbuchstaben Stehen nur am anfang eines satzes oder wenn das Wort ein Substantiv oder ein name Ist.

Richtig:

Großbuchstaben stehen nur am Anfang eines Satzes oder wenn das Wort ein Substantiv oder ein Name ist.

Beachten Sie nicht nur die Fehler des Textes, sondern auch den Inhalt, damit ist Ihnen geholfen.

5. Haupt- und Nebensätze.

Unterschied zwischen HS u. NS inhaltlich:
In einem HS sind wichtige Informationen, in einem NS nur zusätzliche.

Satzgefüge:

Satzverbindung:

HS,NS
NS,HS

HS,NS,HS

HS,HS

Hauptsatz:

Im Hauptsatz steht die finite (gebeugte) Verbform an erster oder zweiter Stelle.

Nebensatz:
Im Nebensatz steht die finite Verbform an letzter Stelle.

Haupt- und Nebensätze werden durch ein Komma voneinander getrennt. Das Gleiche trifft auch auf zwei oder mehrere aufeinander folgende Hauptsätze zu.

Damit kommen wir auch schon zum letzten Teil:

5. Aufzählungen.


Kommata werden auch bei Aufzählungen verwendet, wenn diese Aufzählung mehr als zwei Elemente enthält.

Ich habe Äpfel, Birnen, Kirschen und Bananen gekauft.

Zwischen den letzten beiden Elementen wird ein "und", ein "oder" oder ein ähnliches Wort verwendet. Vor dieses Wort kommt kein Komma.

Das ist auch ganz einfach abgeschlossen.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.
Aber ich empfehle allen, die noch keine gute Erfahrung in dem Bereich haben, trotzdem ein Rechtschreibprogramm zu installieren, weil es sicherer ist.
Es kommt auch viel seriöser rüber, wenn Sie auf Rechtschreibung achten.
Sie brauchen sich nicht beschweren, sollten Sie aufgrund Ihrer unzumutbaren Rechtschreibung verbannt werden.

Ach ja, ich habe noch einen Anhang dazu:

Wichtig ist auch die Wortwiederholung und die Wiederholung der Satzanfänge.
Hier nochmal ein kleines Beispiel:

Falsch:

Ich sehe, daß Sie eine Bibel haben.
Ich weiß aber nicht, was Sie mit der Bibel machen wollen.
Ich hoffe, Sie wollen die Bibel lesen.

Richtig:

Ich sehe, daß Sie eine Bibel haben.
Nur weiß ich nicht, was Sie mit dieser vorhaben.
Hoffentlich wollen Sie die lesen.


Danke für Ihre Aufmerksamkeit.
Doch ich hoffe, daß Sie das hier nicht nur lesen, sondern sich auch daran halten!
Ich schätze, damit wäre uns allen hier geholfen.


Grüßend,
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Re: Kampf gegen Rechtschreibkriminelle

Beitragvon Herr Wuekkly » So 21. Jul 2013, 01:10

Stephan Kordansen hat geschrieben:Ich gebe kaufe eine Bibel.

Werter Herr Kordansen,

dafür, dass sie für Rechtschreibung und Grammatik sind,
haben sie sich aber schön verschrieben.

Herr Wuekkly
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Re: Kampf gegen Rechtschreibkriminelle

Beitragvon Martin Berger » So 21. Jul 2013, 12:32

Bub Wucki,

Herr Kordansen hat seinen Fehler wohl rechtzeitig gesehen und hat diesen ausgebessert. Außerdem geht es Herrn Kordansen nicht um kleine Fehler, die jedem aktiven Schreiber passieren können, sondern um Rechtschreibkriminelle (so wie Sie einer sind), die kaum einen fehlerfreien Satz schreiben können. Rechtschreibfehler sind menschlich und nicht immer vermeidbar; frei von Fehlern ist bekanntermaßen allein der HERR! Bei einem langen Text, wie ihn Herr Kordansen verfaßte, können sich natürlich mehr Fehler einschleichen. Wollen ausgerechnet Sie den ersten Stein werfen, Bub Wucki? Schauen wir uns doch lieber Ihren Beitrag an:
Herr Wuekkly hat geschrieben:Werter Herr Kordansen,

dafür, dass sie für Rechtschreibung und Grammatik sind,
haben sie sich aber schön verschrieben.

Über das "dass" sehe ich hinweg, da in diesem Brett beide Schreibweisen, also daß und dass, erlaubt sind. Höflicherweise schreibt man jedoch das Personalpronomen "Sie" groß. Sapperlot, wer in einem so kurzen Satz zwei Fehler hat, sollte sein Maul halten, wenn es um Verbesserungen geht!

Erbost,
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Re: Kampf gegen Rechtschreibkriminelle

Beitragvon Franz-Joseph von Schnabel » So 21. Jul 2013, 13:43

Werte Herren,
man sollte sich aber schon für eine der beiden Varianten entscheiden. Wenn der Rest des Beitrags nach "neuen" Regeln verfaßt wurde, sollte man auch das Wörtchen "daß" mit "ss" schreiben.
Hinweisend,
Schnabel
Ich bin überzeugt, Bayern und Deutschland wären sicherer, wenn jeder anständige Mann ein Messer in der Tasche haben dürfte und wir würden die Schwerkriminellen einsperren. Das wäre der richtige Weg.
Hubert Aiwanger Landwirt u. stellvertretender Ministerpräsident.

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Re: Kampf gegen Rechtschreibkriminelle

Beitragvon Stephan Kordansen » So 21. Jul 2013, 13:54

Geschätzter Herr von Schnabel,

das ist eine gute Theorie, jedoch bleibt es immer noch jedem selbst überlassen,
wie er Worte schreibt, solange sie richtig sind.


Grüßend,
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Re: Kampf gegen Rechtschreibkriminelle

Beitragvon Martin Berger » So 21. Jul 2013, 14:33

Franz-Joseph von Schnabel hat geschrieben:Werte Herren,
man sollte sich aber schon für eine der beiden Varianten entscheiden. Wenn der Rest des Beitrags nach "neuen" Regeln verfaßt wurde, sollte man auch das Wörtchen "daß" mit "ss" schreiben.

Werter Herr Schnabel,

auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Das Wort "dass" sieht recht unschön aus, weswegen es sofort auffällt und schnellstmöglich, wenn schon geschrieben, in "daß" geändert werden sollte. Der Rest der Rechtschreibung wird dann Schritt für Schritt auf ähnliche Weise geändert.

Ein von mir erdachter Merksatz, der den Unbeholfenen helfen sollte:
Martin Berger hat geschrieben:Bitte merken Sie sich, daß das dass, das das daß ersetzten sollte, das daß niemals ersetzen kann.

Ich lernte damals in der Schule, Sie sicherlich auch, die löbliche sz-Schreibweise, als "dasz". Die dritte Schreibweise, also "dass", sollte eigentlich, nicht nur in diesem Brett, verboten werden. Wie Sie sicherlich noch wissen, war ich bei der internen Abstimmung dagegen, daß man in diesem Brett auch die neue Rechtschreibung toleriert/akzeptiert. Da jedoch auch viele junge Menschen dieses Brett besuchen, die zum Teil nur noch den neumodischen Rechtschreibmüll gelehrt bekamen, entschieden wir uns auch für die Zulassung der Schreibweisen, die uns die neue Rechtschreibreform/Schlechtschreibreform bescherte.

Der Sinn der neuen Rechtschreibreform war ohnehin nicht die Vereinfachung der Sprache. Im Grunde war es eine teuflische Sache, da es nur um den schnöden Mammon ging. Da alles umgestellt werden mußte, mußten natürlich alle Schulbücher neu gedruckt werden. Die Hersteller der Schulbücher rieben sich wohl dermaßen die Hände, daß sie Feuer fingen.

Hoffend, dasz die neue Rechtschreibreform für ungültig erklärt wird,
Martin Berger
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Re: Kampf gegen Rechtschreibkriminelle

Beitragvon Wilhelm Spiesser » So 21. Jul 2013, 15:06

Werte Herren,
selbst bedeutende Zeitungen wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" haben von der "neuen" wieder auf die "alte" Rechtschreibung umgestellt. Wie schön!
Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" lesend,
W. Spiesser

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Re: Kampf gegen Rechtschreibkriminelle

Beitragvon SchwarzerFlamingo » Fr 29. Nov 2013, 19:38

Werter Herr Kordansen,

welch ein entzückender Anblick auf ihren wahrlich redlichen Text.
Sie sollten Deutschlehrer werden oder sind Sie es schon?
So wie ich es in den meisten Städten kenne, ist es keine Seltenheit mehr, dass selbst Lehrer in ihren eigenen Arbeiten Rechtschreibfehler machen.

fragend,
Schwarzer Flamingo
_______
"Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, da die Spötter sitzen, sondern hat Lust zum Gesetz des HERRN und redet von seinem Gesetz Tag und Nacht!" (Psalm 119.1)

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Re: Kampf gegen Rechtschreibkriminelle

Beitragvon A Winterfeld » Fr 25. Okt 2019, 18:15

Werter Gast.

Also würden sie auch sagen, dass eine Freiluftveranstaltung "wegen die schlechte Wetterlage" abgesagt wird, anstadt "wegen der schlechten Wetterlage"?
Wäre der gleiche Satzbau und die gleiche grammatische Regel.
Und zu ihrer Information: Ich lese Bücher - sehr viele Bücher. Und wissen sie noch was: Ich schreibe sogar welche.

Also... Wenn vor Gott nicht alle Menschen gleich sind, ist er folglich nicht gerecht. Gut zu wissen.

Ja, das habe ich. Wenn auch ehr unfreiwillig.
Ich schreibe hier auch nicht über mich, sondern - zum Beispiel - über einen Shintoisten, welcher folglich shintoistisch erzogen wurde und die Bibel nie gelesen hat.

Und wozu dann all die Taten und Versuhe, Menschen "zur Umkehr zu bewegen" inklosieve des Kreuzzugs im Namen Gottes?
Das wiederspricht ihrer Aussage - erneut - volkommen.


Sich bereits besster Gesundheit erfreuend,
A. Winterfeld

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Re: Kampf gegen Rechtschreibkriminelle

Beitragvon Martin Berger » Fr 25. Okt 2019, 20:54

A Winterfeld hat geschrieben:Werter Herr Gast,

Das sagen ausgerechnet Sie mir? Ernsthaft? Dabei müsste es doch in Ihrem Fall korekter Weise "[...] Verstöße wieder der korrekten Rechtschreibung [...]" heißen.

Knabbub Winterfeld,

selten sah man einen Satz in diesem Brette, welcher noch mehr Fehler enthielt als der von mir zitierte Schmarrn, der Ihren Fingern entsprang. Aus orthographischer und grammatikalischer Sicht der blanke Horror. Daß man bei der Schreibung eines einzigen Wortes drei Fehler machen kann, war mir bisher nicht bekannt. Sogar minderbegabte Sonder-, Montessori- und Waldorfschüler beschränken sich im Normalfall auf zwei Schreibfehler bzw. Fehlklatscher.

Wieso Sie Herrn Gasts Worte und Belehrungen als falsch ablehnen, entzieht sich wohl jedem denkenden Menschen. Würde man im Satze
G-a-s-t hat geschrieben:Beseitigen Sie erstmal Ihre Verstöße wider die korrekte Rechtschreibung, dann sehen wir weiter.

das Wort "wider" gegen das sinnverwandte "gegen" tauschen, dürfte es Ihnen wohl eher einleuchten, daß der Satz
Beseitigen Sie erstmal Ihre Verstöße gegen die korrekte Rechtschreibung, dann sehen wir weiter.

ebenso wie der ursprüngliche Satz, absolut fehlerfrei ist. Oder würden Sie auch hier "gegen der korrekte Rechtschreibung" schreiben?

Kopfschüttelnd ob Ihrer Unbelehrbarkeit die Diskussion in diesen Faden verlegend,
Martin Berger
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Re: Kampf gegen Rechtschreibkriminelle

Beitragvon A Winterfeld » Fr 25. Okt 2019, 23:51

Herr Gast,

Hier ein kurzes Nachwort bezüglich der momentanen Rechtschreibdebatte:
Ich habe einfach mal die Rechtschreibkorektur-Funktion meines Schreibprograms genuzt. Das Ergebnis hiervon, war, dass sowohl ihre, als auch meine Form grammatikalisch richtig sind. Ihre Schreibweise ist mir bisher schlichtweg nicht unter gekommen und klang für mich schlichtweg etwas seltsam.

Bereit dazu, Fehler ein zu sehen,
A. Winterfeld

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Re: Kampf gegen Rechtschreibkriminelle

Beitragvon Martin Berger » Sa 26. Okt 2019, 07:49

A Winterfeld hat geschrieben:Ich habe einfach mal die Rechtschreibkorektur-Funktion meines Schreibprograms genuzt.

Herr Winterfeld,

Sie nutzen offensichtlich ein Programm, welches nichts taugt. :hinterfragend:

A Winterfeld hat geschrieben:Das Ergebnis hiervon, war, dass sowohl ihre, als auch meine Form grammatikalisch richtig sind. Ihre Schreibweise ist mir bisher schlichtweg nicht unter gekommen und klang für mich schlichtweg etwas seltsam.

Abgesehen von der Verwendung überflüssiger Satzzeichen, der mangelnden Höflichkeit und der Verwendung des Deppenleerzeichens, ist es auch zweifelhaft, daß es wohlklingend und richtig ist, wenn Sie sich, wie im Falle der "Form", des Singulars bedienen, mit einem finalen "sind" aber auf eine Plu­ra­li­tät hinzuweisen versuchen.

A Winterfeld hat geschrieben:Bereit dazu, Fehler ein zu sehen,

Sind Sie das wirklich? Eher scheint es mir so, daß Sie die Geduld der Brettgäste, vielmehr aber noch die der Administranz, auf eine harte Probe stellen wollen. Freilich ist, abgesehen vom HERRGOTT höchstselbst, niemand frei von Fehlern, sodaß sich gelegentlich grammatikalische oder orthographische Fehler einschleichen können und es mit der Interpunktion nicht ganz so klappt, wie man es sich erhoffte. Dabei wurde auch der werte Herr Gast schon ertappt und natürlich auch meine Wenigkeit. Man möge es uns verzeihen.

Jene Brettregel kennen Sie sicherlich:
§6 Artikulieren Sie sich!
Beiträge mit Rechtschreibfehlern, Dialektsprache, Dummheit, nur einem Wort/Lächlie, Themenabweichungen und Dosenfleisch können zur Verbannung führen.

Daß Sie in diesem christlichen Plauderbrett immer noch schreiben dürfen, zeigt Ihnen auch, daß die Administranz überaus gnädig ist, was Ihre Person betrifft. Allzu oft wurde uns ja schon vorgeworfen, daß hier jeder sofort verbannt wird, der nicht die Meinung der Administranz vertritt oder einmal ein Wort falsch schreibt. Ich hoffe sehr, daß dereinst, wenn wieder solch garstige Lügen verbreitet werden, Sie sich aus der Menge hervortun werden, um zu berichten, wie oft es in Ihrem Falle schon Verbannungsgründe gab und die Administranz beide Augen fest zudrückte.

Die Themenabweichungen hob ich im Zitat besonders groß hervor, hat doch eine Rechtschreib-Diskussion im Faden Dialog des Christentums mit den Religionen wenig bis überhaupt nichts mit dem Thema zu tun. Meiner vorsonntäglichen Milde ist es geschuldet, daß ich auch hierbei wieder beide Augen zudrücke. Allerdings nur, wenn Sie aufrichtig Besserung geloben und nicht, wie oben im Zitate, die Einsicht Ihrer Fehler einräumen, dabei aber direkt zwei Deppenleerzeichen einstreuen, welche an der Ernsthaftigkeit Ihres Geschreibes zweifeln lassen.

Gute Besserung wünscht,
Martin Berger
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Re: Kampf gegen Rechtschreibkriminelle

Beitragvon Walther Zeng » Sa 26. Okt 2019, 19:49

Werter Herr Berger,

leider kann ich Ihre Hoffnung auf Besserung nicht teilen.
Das liegt daran, daß die Methodik des Schreibunterrichts und auch die Sanktionierung
böswilliger Verunglimpfung der deutschen Sprache nicht mit den Digitalzeitalter Schritt
gehalten hat.

Mein alter Deutschlehrer Franz Hubert A. Walm zerdrosch schon einmal ein Tischbein
oder auch ein von ihm höchstselbst aus der Wand gerissenes halbzölliges Wasserrohr
auf dem Hinterteil der lernunwilligen Buben.

Da dies in heutiger Zeit leider nicht mehr vom gesellschaftlichen Konsens getragen wird,
sollten zumindest die Schnurlos- u. Klugtelephone sowie Heimrechner auf böswillige und
wiederholte Verunglimpfungen der deutschen Rechtschreibung und Grammatik mit
mehrstündigen Abschaltungen reagieren.
Eine Reaktivierung sollte erst nach 100-maligem richtig Tippen des betreffenden Wortes
möglich sein.

Eine Gänsefeder spitzend
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Re: Kampf gegen Rechtschreibkriminelle

Beitragvon A Winterfeld » So 27. Okt 2019, 23:10

Werter Herr Berger,
Mein Rechtschreibprogramm korrigiert Fehler bedauerlicher Weise nur in meinem Textprogramm, nicht wenn ich Texte auf Netzseiten schreibe.
Ich bin nicht sonderlich versiert mit der Funktion von Netzseiten, soweit ich aber weiß, müsste die Netzseite selbst ein Rechtschreibprogramm haben, um anschnur geschriebene Texte prüfen und korrigieren zu können. Natürlich kann ich mich diesbezüglich auch irren.

Nun, ich sprach von „meiner Form“ und „Ihrer Form“ als einzelnes, daher hab ich die Singularform benutzt. Als ich dann schrieb, dass beide Versionen gleich sind, meinte ich beide zur gleichen Zeit, daher die Pluralform.
Im Übrigen habe ich auch diesen Satz, in meinem Textprogramm geprüft. Ist so, wie ich ihn geschrieben habe (also mit Singular- und Pluralform) vollkommen richtig. Ob es nun wohlklingend ist, ist 1.) Geschmackssache und 2.) vollkommen unwichtig, da davon nichts in den Regeln steht.
Die überflüssigen Satz- und Leerzeichen (das Wort „Deppenleerzeichen“ ist – nebenbei bemerkt – ja sowas von beleidigend…) sind im Übrigen Produkte von Unaufmerksamkeit und Müdigkeit. Wobei ich tatsächlich auch eine leichte Rechtschreibschwäche habe.
Das kleine S in dem „Sie“ ist hier nebenbei bemerkt kein mangelnder Respekt, sondern ein weiterer Rechtschreibfehler. Und mir hier mangelnde Höflichkeit zu unterstellen, nur weil ich es versäumt habe, gleichzeitig S und die Großschreibtaste zu drücken, ist schon ziemlich heftig.

Ja, ich bin wirklich bereit dazu, es einzusehen und zu zugeben, wenn ich Fehler gemacht habe. Irren ist schließlich menschlich, nicht wahr?
Ich weiß zwar nicht, wie viel Ihnen meine Worte wert sind, jedoch kann ich ihnen versichern, dass keiner, der von mir begangenen Rechtschreibfehler Absicht waren.

Die Brettregeln sind mir durchaus bekannt.
Ich werde mich allerdings – zumindest im Bezug auf Rechtschreibfehler – NICHT, wie sie so schön schrieben, „aus der Menge hervortun“, schlichtweg, weil Verbannungen auf Grund von Rechtschreibfehlern für mich hochgradig hirnrissig sind.
Sie be- und verurteilen Menschen hiermit auf Grund von Fehlern, für die sie selbst gegebenen Falls nicht mal etwas können. Und das ist alles andere als gerecht.

Auf die Abweichung vom Thema möchte ich – auch wenn es nicht viel mit diesem Thema hier zu tun hat – hier kurz eingehen:
Ich war nicht derjenige, der das ansprach und somit vom Thema abkam, ich bin nur auf die Worte meines Vorgängers eingegangen. So funktioniert ein Dialog.
Wenn Themenabweichungen so schlimm sind, sollten sie vielleicht lieber diejenigen ansprechen, die sich von drei bis vier (oder sogar mehr) Abschnitten in meinem Beiträgen ausgerechnet den einen, der vom Thema abweicht , raussucht, um darauf einzugehen, anstatt einen der anderen, die sich sehr wohl mit dem Thema befassen.

Ach ja, noch zwei kleine Punkte:
1.) Müssen Fehler erstmal bemerkt werden, damit man sie zugeben und einsehen kann. Mir zu sagen, ich soll mich wirklich bessern, mir aber gleichzeitig vor zuwerfen, dass ich im selben Satz, in dem ich davon spreche, Fehler mache ist folglich auch nicht gerecht.
2.) Sagt mein Rechtschreibprogramm neben bei, dass „anschnur“, das „daß“ mit -ß anstelle von –ss und „Deppenleerzeichen“ keine korrekten Worte der deutschen Sprache sind… da stellt sich einem doch die Frage, wie viele tatsächliche Orthographiefehler hier alleine durch die vermeintliche „Übersetzung“ von Anglizismen gemacht wurden? Von dem Festhalten an veraltete Schreibweisen und seltsamen Eigenkreationen von Worten mal abgesehen…

Japanischen Kirschtee trinkend,
A. Winterfeld

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Re: Kampf gegen Rechtschreibkriminelle

Beitragvon Franz-Joseph von Schnabel » Mo 28. Okt 2019, 08:37

Fräulein Winterfeld,

wenn Sie nicht zur Bedienung eines Heimrechners fähig sind, sollten Sie eventuell qualifizierten Rat einholen.

Die Rechtschreibprüfung für Beiträge in Foren, wie beispielsweise Arche Internetz müssen Sie in Ihrem Brauser aktivieren. Eventuell benötigen Sie ein entsprechendes Stecksrein (unredlich Plug in).

Wenn Ihre Rechtschreibprüfung Wörter wie "Deppenleerzeichen" bemängelt, sollten Sie dies eventuell bei Ihrem Weichwareentwickler bemängeln, handelt es sich hierbei doch um ein zulässiges (und durchaus gebräuchliches) Kompositum.

Freundlich hinweisend,
Schnabel
Ich bin überzeugt, Bayern und Deutschland wären sicherer, wenn jeder anständige Mann ein Messer in der Tasche haben dürfte und wir würden die Schwerkriminellen einsperren. Das wäre der richtige Weg.
Hubert Aiwanger Landwirt u. stellvertretender Ministerpräsident.


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