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Ungläubige Religionslehrer im Seminar - wie sollte ich vorgehen?

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Dr G A von Hagen
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Ungläubige Religionslehrer im Seminar - wie sollte ich vorgehen?

Beitrag von Dr G A von Hagen »

Werte Anschnurgemeinde,

in meinen Seminaren für Allgemeine Theologie bin ich gezwungen neben Theologen auch angehende Religionslehrer auszubilden, was ja an sich zunächst einmal keine schlechte Sache ist, da es ja Leute braucht, die die Knaben im Glauben unterrichten.

Allerdings machte ich diese Woche eine ungeheure Entdeckung. Und zwar hörte ich, während der Freiarbeit, ein Gespräch zwischen zwei Studenten, welche darüber diskutierten, ob es denn wohl in Ordnung sei, Religion auch dann zu unterrichten, wenn man überhaupt nicht daran glaubt. Ich fragte die Buben danach, ob sie etwa ungläubig seien, was beide mit "Ja" beantworteten. Außerdem behauptete einer der beiden, er kenne noch weitere eigentlich ungläubige Religionslehrer.

Ich beantwortete die Frage, um welche es in ihrer Diskussion ging, da es selbstverständlich ganz und gar nicht in Ordnung ist, in so einem Fall Religionslehrer zu sein. Anschließend bin ich mit beiden in den Strafraum gegangen und habe sie ordentlich gezüchtigt.

Ich werde mich nun um ihre baldige Exmatrikulation kümmern. Eine Frage, die sich mir stellt ist jedoch: Wie konnten sie es an die töfte katholische Universität kommen? Dies ist eigentlich faktisch unmöglich, da die nicht in Frage zu stellende Redlichkeit aller Bewerber zuvor intensiv und individuell überprüft wird, sodass kein ungläubiges Gesindel unsere Hochschule infiltrieren kann.

Die Tatsache, dass es nun doch welche geschafft haben, könnte darauf hindeuten, dass womöglich ein dreckiger Atheist heimlich im Komitee, welches sich um die Bewerbungen kümmert, sitzt, welcher den Ort der Redlichkeit, so wie die Universität jetzt noch einer ist, zu zerstören gedenkt.

Ich brauche dringend Ihren Rat. Wie sollte ich als nächstes vorgehen? Erstmal werde ich mich mit der Leitung in Verbindung setzen. Doch was kann ich noch tun, was in meiner Macht steht, um die Aufnahme weiterer dreckiger Atheisten zu verhindern?

Hilfe suchend,
Dr. G. A. von Hagen

Peter Malischewski
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Re: Ungläubige Religionslehrer im Seminar - wie sollte ich vorgehen?

Beitrag von Peter Malischewski »

Werter Dr. von Hagen,

was Sie beschreiben ist leider keine Seltenheit. Dass die unredliche und faule Jugend zum größten Teil nicht mehr an den HERRn glaubt, ist allgemein bekannt. Doch die Faulheit der Rotzlöffel geht soweit, dass sie Religionslehrer werden wollen, da sie so einen Beamtenstatus und ein Maximum an Ferien erlangen können. Wie Sie Ungläubige am Lehrstuhl Ihrer alma mater ausfindig machen weiß ich leider nicht, aber wie Sie ungläubige Studenten loswerden, das kann ich Ihnen sagen. Sorgen Sie dafür, dass es für alle Religionslehrer keine Ferien (stattdessen Zwangsaufenthalt im Kloster) und keinen Beamtenstatus (dafür aber Zölibat) gibt. Die wenigen Ungläubigen, die sich dann noch an diesen heiligen Beruf wagen, werden im schnaften Kloster und durch Fernhalten von der widerlichen Sechsualität schon zum HERRn bekehrt.

Ich hoffe ich konnte Ihnen helfen.

Wehmütig an die eigene Studienzeit denkend,
Peter Malischewski
Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts.
1 Korinther 13:2

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Dr G A von Hagen
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Re: Ungläubige Religionslehrer im Seminar - wie sollte ich vorgehen?

Beitrag von Dr G A von Hagen »

Werter Herr Malischewski,

vielen Dank für Ihre Antwort! Ich werde dafür sorgen; außerdem bin ich sicher, dass auch meine töften Kollegen (mit Ausnahme des einen Ketzers, den ich noch nicht ausfindig machen konnte) von dieser Idee überzeugt sein werden.

Nun ist mein nächstes oberstes Ziel, den Verräter unter meinen Kollegen ausfindig zu machen und gerecht zu bestrafen. Hat jemand eine Idee, wie ich dies am besten anstellen könnte?

Im Unklaren,
Dr. G. A. von Hagen

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Hinrich Hammerschmidt
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Re: Ungläubige Religionslehrer im Seminar - wie sollte ich vorgehen?

Beitrag von Hinrich Hammerschmidt »

Werter Herr von Hagen,

sollte an Ihrem Verdacht tatsächlich etwas dran sein, so ist es wahrscheinlich nicht irgendein icks-beliebiger Ketzer, sondern der Leibhaftige höchst persönlich, der sich hinter dem vermeintlichen Kollegen verbirgt.
Nehmen Sie am besten zur nächsten Sitzung eine Spritzpistole gefüllt mit töftem Weihwasser sowie, gut versteckt, einige Wurfbibeln mit. Haben sich Ihre Kollegen hingesetzt, spritzen Sie eine Ladung des schnaften Weihwassers in die Runde und Sie werden sehen, jeder außer der Leibhaftige selbst wird jauchzen und frohlocken ob des nassen Guts.
Nun müssen Sie allerdings schnell handeln, denn einmal enttarnt, ist der Leibhaftige nicht halb, sondern doppelt so gefährlich wie zuvor. Schließlich hat er nun nichts mehr zu verlieren. Zögern Sie also nicht und werfen Sie in schneller Abfolge Ihre mitgebrachten Wurfbibeln auf ihn.
Wenn Sie treffen, hat sich Ihr Problem hoffentlich erledigt.

Viel Erfolg wünscht
Hinrich Hammerschmidt
„Wenn ich höre, alles andere habe vor dem Schutz von Leben zurückzutreten, dann muss ich sagen: Das ist in dieser Absolutheit nicht richtig“
Wolfgang Schäuble, 2020

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Dr G A von Hagen
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Re: Ungläubige Religionslehrer im Seminar - wie sollte ich vorgehen?

Beitrag von Dr G A von Hagen »

Werter Herr Hammerschmidt,

Ihr Rat kommt gerade noch rechtzeitig, um so schnell wie möglich handeln zu können; ist doch morgen noch die Samstagssitzung vor dem großen, wöchentlichen Gottesdienst am Sonntag, zu dem ebenfalls alle Studierenden und Mitarbeiter kommen. Ich werde morgen also tun wie gesagt und nachher berichten.

Vielen Dank schon einmal!

Die nächste Sitzung bereits erwartend,
Dr. G. A. von Hagen

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Martin Frischfeld
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Re: Ungläubige Religionslehrer im Seminar - wie sollte ich vorgehen?

Beitrag von Martin Frischfeld »

Dr G A von Hagen hat geschrieben: ine Frage, die sich mir stellt ist jedoch: Wie konnten sie es an die töfte katholische Universität kommen?
Werter Neubenutzer,

der Widersacher hat naturgemäß vor allem dort seine haarigen Pfoten im Spiel, wo man ihn am wenigsten erwartet.
Ich rate Ihnen gut: nehmen Sie sich in acht!

Stets ein Auge auf teuflische Aktivitäten habend,
Martin Frischfeld

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Dr G A von Hagen
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Re: Ungläubige Religionslehrer im Seminar - wie sollte ich vorgehen?

Beitrag von Dr G A von Hagen »

Werte Anschnurgemeinde,

am vergangenen Samstag war nun also die letzte Sitzung, von der ich nun berichten werde.

Ich hatte mich also vorab mit einer Spritzpistole sowie einigen Wurfbibeln ausgestattet. Als dann die Gespräche gerade im Gange waren, feuerte ich eine Ladung Weihwasser in die Runde. Zunächst hatte ich den Eindruck, niemand würde auffällig reagieren, doch als ich mir die Herrschaften in der Runde genauer ansah, bemerkte ich, wie das Gesicht von Herrn Otto Krackenjoll, eines noch recht neuen Angestellten, sich teuflisch verzog. Er stand jedoch nicht auf und zappelte nicht, so standhaft war er noch, denn er wollte nicht auffliegen, aber, ha, sein Gesichtsausdruck verriet ihn doch! Sapperlot!

Sofort griff ich zu einer Wurfbibel und zielte auf ihn, doch der Ketzer Krackenjoll war unglaublich schnell und sprang von seinem Stuhl. Aber auch ich reagierte schnell und passte rasch mein Visier an, sodass ich ihn knapp nicht verfehlte. Jedoch traf die Wurfbibel nur seinen Oberarm. Er schrie zwar vor Schmerz auf, doch konnte er nur für einen kurzen Moment verlangsamt werden. Mein geschätzter Kollege, Herr Friedhelm Otze, versuchte ihn an der Treppe nach unten aufzuhalten, wurde aber die Treppe runtergeschubst und hat deswegen jetzt beide Beine gebrochen.

Der Ketzer Krackenjoll raste die Treppe herunter und entkam wahrscheinlich durch den Ausgang. Zwar ist die töfte katholische Universität jetzt von ihm befreit, doch der Teufelsknabe ist noch da draußen und muss gefunden werden.

Halten Sie die Augen offen und passen Sie auf Ihre Kinder auf. Ich halte diesen Ketzer für eine Gefahr und auch meine Kollegen sind dieser Meinung.

Wenn ich Neuigkeiten zu diesem Thema habe, schreibe ich wieder in diesen Faden.

Um Vorsicht bittend,
Dr. G. A. von Hagen

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Kai Servill Helm
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Re: Ungläubige Religionslehrer im Seminar - wie sollte ich vorgehen?

Beitrag von Kai Servill Helm »

Werter Dr. von Hagen,

ist der Ketzer ein älterer Mann, mit einem Oberlippen Bart, weißen Haaren und verhält er sich manchmal Homosechsuell? Falls ja ist mir dieser Ketzer bekannt. Er war einst mein Professor in unredlichen Sprachen. Er kam mir schon dort seltsam vor. Ich weiß das er früher einen Prius fuhr, da er an den Klimawandel geglaubt hat und sich dadurch gegen Gottes Werk gestellt hat. Ich hoffe er wird bald gefunden und bekehrt.

Immer noch über willkürliche Noten des Ketzer ärgernd

Kai Servill Helm

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Dr G A von Hagen
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Re: Ungläubige Religionslehrer im Seminar - wie sollte ich vorgehen?

Beitrag von Dr G A von Hagen »

Werter Herr Helm,

in der Tat, diese Beschreibung könnte zutreffen. Lediglich zu seinem falschsechsuellen Verhalten kann ich nichts sagen, da ich bis dato wenig bis keinen Kontakt zu ihm hatte.

Sie kennen nicht zufällig einen möglichen Aufenthaltsort des Ketzers?

Die Augen offen haltend,
Dr. G. A. von Hagen

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Engelbert Joch
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Re: Ungläubige Religionslehrer im Seminar - wie sollte ich vorgehen?

Beitrag von Engelbert Joch »

Herr Helm,
Er fuhr also früher einen Prius, haben Sie dieses Teufelsgerät den reinigenden Flammen übergeben?
Dies würde diesem Ketzer wenigstens zeigen, was mit ihm passiert, wenn er weiterhin Englisch und Französisch, die Sprachen des modernen Sodom und Gomorrha predigt.

Engelbert Joch
Im Katholizismus und im Kaiserreich liegt die Zukunft Europas!

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Hinrich Hammerschmidt
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Re: Ungläubige Religionslehrer im Seminar - wie sollte ich vorgehen?

Beitrag von Hinrich Hammerschmidt »

Werter Herr von Hagen,

nach dem Lesen Ihres Berichts habe ich mich zunächst selbst gezüchtigt, sapperdei, ich hätte Sie nicht so überstürzt in die Schlacht schicken sollen, ein redlicher Kollege musste dafür büßen:
Dr G A von Hagen hat geschrieben:Mein geschätzter Kollege, Herr Friedhelm Otze, versuchte ihn an der Treppe nach unten aufzuhalten, wurde aber die Treppe runtergeschubst und hat deswegen jetzt beide Beine gebrochen.
Richten Sie dem Herrn Otze doch bitte meine Genesungswünsche aus, wenn Sie ihn sehen.

Buße tuend,
Hinrich Hammerschmidt
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Wolfgang Schäuble, 2020

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Dr G A von Hagen
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Re: Ungläubige Religionslehrer im Seminar - wie sollte ich vorgehen?

Beitrag von Dr G A von Hagen »

Werte Anschnurgemeinde,

gerade habe ich mit Herrn Otze gesprochen. Dieser erzählte mir, er könne dich daran erinnern, wie der Ketzer Krackenjoll ihm beim Schubsen sagte, er würde ihn nicht dabei aufhalten können, zurück in eine Stadt zu fliehen, deren Name ähnlich wie Hamburg klang. Herr Otze kann sich nicht mehr genau erinnern, aber ist sich ziemlich sicher, dass es nicht Hamburg war. Außerdem soll der Ketzer einige satanistisch angehauchte Worte von sich gegeben haben.

Zwar haben wir nun einen kleinen Hinweis, jedoch auch weitere Fragen. Deswegen bitte ich inständig darum, dass jemand - sollte er Anhaltspunkte haben - sich meldet, wenn er Schlüsse ziehen kann.

Stets nach weiteren Hinweisen suchend,
Dr. G. A. von Hagen

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Marconiac
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Re: Ungläubige Religionslehrer im Seminar - wie sollte ich vorgehen?

Beitrag von Marconiac »

Werter Herr Dr. von Hagen,

könnte es sich etwas um Harburg handeln? Dann wäre der Ketzer ganz bei mir in der Nähe!

Die Wurfbibeln in Schuss haltend,
Marconiac
Zucht bewahren ist der Weg zum Leben;
wer aber Zurechtweisung nicht achtet, geht in die Irre.
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Dr G A von Hagen
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Re: Ungläubige Religionslehrer im Seminar - wie sollte ich vorgehen?

Beitrag von Dr G A von Hagen »

Werter Herr Marconiac,

das wäre eine Möglichkeit. Ich werde auch Herrn Otze noch einmal fragen. Nach dem Sturz von der Treppe war er zunächst ohnmächtig. Vielleicht kommen aber einige Erinnerungen noch zurück.

Dankend,
Dr. G. A. von Hagen
Und wenn ihr mir auch dann noch ungehorsam seid, so will ich euch noch siebenmal härter züchtigen um eurer Sünden willen (3 Mose 26:18)

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Marconiac
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Re: Ungläubige Religionslehrer im Seminar - wie sollte ich vorgehen?

Beitrag von Marconiac »

Werter Herr Dr. von Hagen,

tun sie das. Oft kommen einige Zeit nach einer Ohnmacht Erinnerungen wieder zurück.
Auch ein (die Betonung liegt auf ein) klarer, scharfer Schnaps hat schon so manchen verloren geglaubten Gedanken zurück gebracht.

Täglich einen Erinnerungsschnaps trinkend,
Marconiac
Zucht bewahren ist der Weg zum Leben;
wer aber Zurechtweisung nicht achtet, geht in die Irre.
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