4 Tage und 1 Stunde seit der letzten Verbannung eines Taugenichts.

Abtreibung ungleich Mord?

Hier geht es um den Herrn, Jesus Christus und die Heilige Schrift.

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HansPeter
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Abtreibung ungleich Mord?

Beitragvon HansPeter » Mi 30. Okt 2013, 15:54

Werte Gemeinde,
Von strenggläubigen Christen wird meistens Abtreibung mit Mord gleichgesetzt, da menschliches Leben heilig ist und ein Embryo schon als menschliches Leben gilt. Jedoch habe ich in der Bibel eine Stelle gefunden, die mich stutzig macht.
Exodus 21, 22:
Wenn Männer miteinander raufen und dabei eine schwangere Frau treffen, sodass sie eine Fehlgeburt hat, ohne dass ein weiterer Schaden entsteht, dann soll der Täter eine Buße zahlen ...

Dagegen Exodus 21, 12:
Wer einen Menschen so schlägt, dass er stirbt, wird mit dem Tod bestraft.

Der Mord eines Menschen wird also mit dem Tod bestraft, der Mord eines Embryos nur mit einer Geldstrafe. Kann mir eine diesen Widerspruch zur Auffassung der kath.Kirche erklären?

Neugierig,
Hans Peter

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Re: Abtreibung ungleich Mord?

Beitragvon Kreuzritter » Mi 30. Okt 2013, 16:01

Herr Peter,

der Unterschied liegt darin, dass im ersten Fall die Männer, ohne jegliche Absicht, die Frau treffen.
Würden Sie jemanden, der unabsichtlich eine Frau anrempelt des Mordes bezeichnen?
Im zweiten Fall geht es um absichtlichen Mord. Sogar das Grundgesetz weiß diese Fälle zu unterscheiden.
Eine Abtreibung ist aber wiederum beabsichtigt und daher auch als Mord zu werten.

aufklärend,
Ihr Kreuzritter
"Der HERR ist meine Stärke und mein Schild; auf ihn hofft mein Herz, und mir ist geholfen. Und mein Herz ist fröhlich, und ich will ihm danken mit meinem Lied."
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Re: Abtreibung ungleich Mord?

Beitragvon Nathan der Weise » Mi 30. Okt 2013, 16:07

Sehr geehrter Herr Kreuzritter,

also könnte man eine Frau, die die Abtreibung im Sinne hat, auch einfach anrempeln und
somit das Problem der ungewollten Schwangerschaft lösen?
"Ich sah Gott. Sie ist schwarz."

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Re: Abtreibung ungleich Mord?

Beitragvon Kreuzritter » Mi 30. Okt 2013, 16:12

Werter Herr Nathan,

meiner Meinung nach geht es um die Absicht dahinter. Eine schwangere Frau anzurempeln mit der Absicht
das noch nicht geborene Kind zu töten ist ebenso Mord wie die Abtreibung selber.
Auch wenn die Frau sich absichtlich anrempeln lässt, um das Ungeborene zu töten, ist es Mord.

weiterhin aufklärend,
Ihr Kreuzritter
"Der HERR ist meine Stärke und mein Schild; auf ihn hofft mein Herz, und mir ist geholfen. Und mein Herz ist fröhlich, und ich will ihm danken mit meinem Lied."
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Re: Abtreibung ungleich Mord?

Beitragvon Nathan der Weise » Mi 30. Okt 2013, 16:35

Geehrter Herr Kreuzritter,

Gesetz dem Falle, dass die Frau unfreiwillig schwanger sei.
Was ist dann zu tun? Das Kind austragen und als (eventuell) uneheliches Kind aufwachsen lassen?
Aber ich stimme ihnen zu, dass die Methoden der Abtreibung verachtenswert sind,
nicht jedoch die Abtreibung an sich.

Ihre Antwort wertschätzend,
Paulus
"Ich sah Gott. Sie ist schwarz."

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Re: Abtreibung ungleich Mord?

Beitragvon Kreuzritter » Mi 30. Okt 2013, 17:47

Werter Herr Paulus,

die Frage ist dann wie es zu dieser unfreiwilligen Schwangerschaft kommen konnte.
Doch selbst wenn die Frau daran keine Schuld trifft, sollte sie das Kind zur Welt bringen.
Manche Bürden werden uns aufgetragen und wir müssen lernen damit leben zu können.

unschuldige unfreiwillig gezeugte Kinder bemitleidend,
Ihr Kreuzritter
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Re: Abtreibung ungleich Mord?

Beitragvon Nathan Freundt » Mi 30. Okt 2013, 19:36

Herr Peter,

worin sehen Sie denn einen Widerspruch in beiden Zitaten?
Beide Zitate beschreiben doch etwas vollkommen anderes!

Im ersten Zitat geht es um einen nicht vorhersehbaren Unfalls, der erst dadurch verursacht wurde, dass sich ein dummes, aufdringliches Weib mal wieder ohne jedwedes Taktgefühl in ernsthafte Männerangelegenheiten einmischen musste.
Ständig mischen sich Weiber in alles Mögliche ein, obwohl es sie nichts angeht. So haben schon viele Weiber den Männern das Leben zur Hölle gemacht.
Ein typisches Beispiel hat kürzlich Frau Jacqueline Lertz, geborene Kelter, aus Berlin beschrieben. Hinzu kommt das sinnlose Tratschen und Lästern zwischen den Weibern, wodurch sogar schon Kriege ausgelöst wurden. Würden Weiber in dieser Zeit stattdessen arbeiten, hätten wir wahrlich eine bessere Welt!

Ihr zweites Zitat bezieht sich auf die beiden sich raufenden Mannsbilder, die selbstverständlich ihre Grenzen kennen und respektieren müssen.
Ein zünftiger Streit zwischen Männern darf gern auch mal mit den Fäusten ausgetragen werden, doch natürlich darf niemand dabei ernsthaft zu schaden kommen. Löbliche Christen kennen stets ihre Grenzen ganz genau, weshalb es Todesfälle durch körperliche Auseinandersetzungen immer nur durch Atheisten und Ketzer kommen kann.

Eine Abtreibung ist selbstverständlich vorsätzlicher Mord an einem wehrlosen, schutzbedürftigen Menschen!
Ein schlimmeres Verbrechen kann es wohl kaum geben.
Selbstverständlich werden solche Mordmütter ebenso wie die Abtreibungsärzte und deren Helfer für immer in der Hölle schmoren!

Sie sehen also:
Die Bibel widerspricht sich NIEMALS!
Merken Sie sich das gefälligst!

Aufklärend
Nathan Freundt
Folgende Benutzer sprechen Nathan Freundt ein keusches Amen! für den Beitrag aus:
Kreuzritter
Lukas - Kapitel 19, 26
Ich sage euch aber: Wer da hat, dem wird gegeben werden; von dem aber, der nicht hat, wird auch das genommen werden, was er hat.

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Re: Abtreibung ungleich Mord?

Beitragvon Nathan der Weise » Mi 30. Okt 2013, 20:29

Sehr geehrter Herr Peters,

heißt es nicht in einem Beitrag ("8 Gründe gegen die Emanzipation"), dass "Frauen nicht arbeiten sollen"?
"Ich sah Gott. Sie ist schwarz."

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Re: Abtreibung ungleich Mord?

Beitragvon HansPeter » Mi 30. Okt 2013, 23:06

Herr Nathan der Weise,

Eine Frau sollte natürlich nicht die Arbeit verrichten, die Männer verrichten, da Frauen dazu einfach viel zu dumm dazu sind und sie mit Geld sowieso nicht umgehen können, jedoch ist es äußerst lobenswert, wenn die Frau zuhause arbeitet, indem sie stundenlang vorm Herd steht, und sich um die nervigen Kinder kümmert, irgendeiner muss es ja schließlich machen.

Aufklärend,
Hans Peter

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Re: Abtreibung ungleich Mord?

Beitragvon Sören Korschio » Do 31. Okt 2013, 08:25

Herr HansPeter!

Sie haben recht: Abtreibung ist halb so wild. Erst mit der Geburt und anschließender Taufe ist ein vollwertiger Mensch entstanden. Zur Stellung des Embryo im Bauch eines Weibes spricht die Bibel - wie Sie schon korrekt zitierten - klare Worte.

Amen!
Ihr Sören Korschio
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Re: Abtreibung ungleich Mord?

Beitragvon Nathan Freundt » Do 31. Okt 2013, 11:05

Werter Herr Korschio,

mir erscheint diese Frage etwas komplizierter zu sein, denn es ist schließlich (meistens) sogar verboten, ungetaufte Menschen zu töten.

Zudem ergibt sich hier ein Dilemma, denn eine Mutter, die ihr ungeborenes Kind einfach so ungetauft töten lässt und somit unweigerlich für immer (!) in den Limbus (die Vorhölle) schickt, ist sicherlich nicht gottgefällig.
Würde sie dagegen vor der Abtreibung beim Ungeborenen eine Nottaufe vornehmen lassen (was früher bei Problemschwangerschaften, bei denen eine Fehlgeburt befürchtet wurde, sogar gesetzlich vorgeschrieben war), dann hätte sie zwar das Seelenheil ihres Kindes gerettet und dafür gesorgt, dass dieses zu GOTT kommen kann, doch hätte sie dann natürlich den vorsätzlichen Tod eines unschuldigen, sündenfreien Christen zu verantworten, was natürlich wiederum eine Todsünde darstellt. Ein Teufelskreis.
Siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Nottaufe
... Das Konzil von Basel/Ferrara/Florenz ging davon aus, dass durch die Nottaufe das Kind aus den Händen des Teufels gerissen und von Gott aufgenommen wird. Auch wurde die Heilsnotwendigkeit der Taufe durch die Lehre von der Erbsünde in den Vordergrund gestellt. Demnach ist nur derjenige, der auf Jesus Christus getauft ist, frei von dieser Sünde. Verstirbt ein ungetauftes Kind oder ein Säugling, so kommt es nicht in den Himmel, auch wenn seine Seele frei von persönlicher Schuld und Sünde ist, da die Erbsünde trotzdem vorhanden ist. Die Seelen dieser Kinder gehen in den Limbus puerorum. ...

Daher teile ich eher die Auslegung der löblichen katholischen Kliniken Kölns.
http://www.spiegel.de/panorama/koeln-ve ... 78210.html
Köln: Vergewaltigungsopfer von katholischen Kliniken abgewiesen

Nachdenklich
Nathan Freundt
Lukas - Kapitel 19, 26
Ich sage euch aber: Wer da hat, dem wird gegeben werden; von dem aber, der nicht hat, wird auch das genommen werden, was er hat.

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Re: Abtreibung ungleich Mord?

Beitragvon Sören Korschio » Do 31. Okt 2013, 16:13

Lieber Herr Freundt!

Von einem Limbus ist in der heiligen Schrift meines Wissens nirgendwo die Rede. Ich kenne den Brauch der Nottaufe, finde ihn aber sehr heuchlerisch. Ein abgetriebenes Kind oder eine Fehlgeburt ist zu Lebzeiten kein Christ gewesen und kann demnach auch niemals in das Himmelreich auffahren. Sie werden auch in diesem Zusammenhang nichts in der Bibel finden, das diesen Gedanken legitimiert.

Originär-christliche Werte vertretend,
Sören Korschio
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Re: Abtreibung ungleich Mord?

Beitragvon Kreuzritter » Do 31. Okt 2013, 16:45

Werter Herr Korschio,

Sie sind also für die Abtreibung und gegen die Nottaufe? Heißt das, Sie wollen arme, unschuldige Ungeborene dazu verdammen im Limbus zu landen, nur weil die Mutter unfähig war ihre Triebe im Zaum zu halten und nicht dazu bereit ist für ihre Fehler einzustehen?

fragend,
ihr Kreuzritter
"Der HERR ist meine Stärke und mein Schild; auf ihn hofft mein Herz, und mir ist geholfen. Und mein Herz ist fröhlich, und ich will ihm danken mit meinem Lied."
Psalm 28,7

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Re: Abtreibung ungleich Mord?

Beitragvon Levitikus » Do 31. Okt 2013, 16:55

Werter Freund Kreuzritter,

Natürlich ist dieses Thema sehr emotional, jedoch sollten sie erstmal genau nachdenken, was sie sagen. Ein Mensch, der noch nicht geboren wurde, also nie ein vollkommenes Christenleben gelebt hat, wird auch durch eine Nottaufe nicht sündenfrei. Wie Herr Korschio deutlich gesagt hat, ist in der Bibel von einem Limbus nie die Rede. Ein uneheliches Kind ist ohnehin nicht unschuldig, da es von Erbsünde und der Lust der Eltern gezeichnet und höchstwahrscheinlich sowieso ein unredliches leben voller Kolatrinkorgien und Zeichentrickpornos führen würde.

Antwortend,
Levitikus
"Du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau; es ist ein Gräuel." Levitikus 18:22

¸¸.•*¨*•♫ Treff' ich auf Falschsechsuelle, ist der Rohrstock schon zur Stelle! ♫•*¨*•.¸¸

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Re: Abtreibung ungleich Mord?

Beitragvon Kreuzritter » Do 31. Okt 2013, 17:05

Werter Freund Levitikus,

sollte es keinen Limbus geben ist das getötete Kind dazu verdammt in der richtigen Hölle zu schmoren! Das ist sicherlich keine Verbesserung. Die Ungeboren sollten die Möglichkeit bekommen sich von den Sünden zu befreien und im Leben etwas Gutes zu bewirken. Bei der richtigen Erziehung kann auch ein uneheliches Kind zu einem redlichen, christlichen Menschen aufwachsen. Natürlich ist das bei den Unzucht treibenden Eltern häufig nicht möglich aber auf einem christlichen Internat ist man wahrscheinlich dazu in der Lage dem Kind zu helfen.

über jede Seele die nicht in die Hölle muss frohlockend,
Ihr Kreuzritter
"Der HERR ist meine Stärke und mein Schild; auf ihn hofft mein Herz, und mir ist geholfen. Und mein Herz ist fröhlich, und ich will ihm danken mit meinem Lied."
Psalm 28,7


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