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Die richtige Bibelausgabe

Hier geht es um den Herrn, Jesus Christus und die Heilige Schrift.

Moderator: Brettleitung

Herr Weisseberg
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Die richtige Bibelausgabe

Beitragvon Herr Weisseberg » Do 24. Jan 2013, 11:09

Guten Tag!

Liebe Gemeinde, ich stehe vor einem Problem hundsföttischsten, katastrophalsten Ausmaßes!
Wie wir alle, lese und studiere ich fast täglich die Bibel, in meinem Falle bisher in einer optisch recht ansprechenden in Leinen gebundenen Ausgabe, welche ich vor ungefähr zehn Jahren von meinem Oheim zur Firmung überantwortet bekam.

Gestern Abend griff ich jedoch der Faulheit halber (es sei mir bitte vergeben) zum Exemplar meines Eheweibes, um mich nicht eigens aus dem Bett erheben und die Wendeltreppe in unser Wohnzimmer hinab steigen zu müssen, in welchem ich meine eigene, oben beschriebene Ausgabe am Nachmittag habe liegen lassen.
Ich griff also zum Exemplar meiner Angetrauten, schlug Apg 1,1 auf, eine Stelle, die ich bereits mitsprechen kann, so lieb ist sie mir und stellte mit Verwunderung fest, dass der Wortlaut in dieser Bibel von jenem in meiner Erinnerung abweicht.
Alarmiert eilte ich nun doch hinunter und schlug das Impressum meiner eigenen "heiligen Schrift" auf, um mit Entsetzen Folgendes zu lesen: "Übersetzung nach Martin Luther"!
Wütend und der seelischen Zersetzung nahe schlug ich das heidnische Teufelsding auf den Tisch, so dass noch das Nachtgeschirr eine Etage höher zu wackeln begann.
Da habe ich doch tatsächlich eine Dekade lang in diesem dämonischen Lutherpamphlet gelesen und mich an ihm gelabt, im Glauben, es sei die heilige Schrift!

Buße, so kann ich versichern, werde ich leisten. Ich werde mich heute Nachmittag in dieser Frage an meinen Pfarrer wenden, doch frage ich mich: Welche ist eigentlich die richtige, die redliche Übersetzung der Bibel? Ich muss zugeben, mir diese Frage nie gestellt zu haben und mich damit überhaupt nicht auszukennen. Im Exemplar meines Eheweibes steht übrigens "Einheitsübersetzung".

Und was mache ich nun mit dieser ketzerischen "Lutherbibel"? Trotz allem ist es immer noch das Wort der Herrn, wenn auch von diesem feisten Dämon, genannt Luther, ins Deutsche übertragen.
Soll ich es den Flammen überantworten? Soll ich es in meinem Großmut im Garten bestatten?

Jetzt, da ich mir ohnehin ein neues, ein redliches Exemplar der heiligen Schrift anzuschaffen habe, stelle ich mir die Frage nach der Gestaltung. Es soll ja aufwendige, mit Gold und Leder verzierte Ausgaben geben. Rein ästhetisch bevorzuge ich persönlich jedoch eher das Spartanische. Ich vertrete auch die Meinung, dass das Wort Gottes derartigen Pomp nicht nötig hat.

Für Ratschläge dankbar,
M. Weisseberg

Heinrich Brucht
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Re: Die richtige Bibelausgabe

Beitragvon Heinrich Brucht » Do 24. Jan 2013, 12:38

Liebe Brettgäste,
sehr geehrte Administranz,

durch die Frage des Herrn Weisseberg aufgeschreckt hab auch ich jetzt in
das Impressum meiner Bibel geschaut.
Auch ich habe eine Lutherbibel.
Es ist eine Taschenbuchausgabe ohne Apokryphen von 1985.
Seit 28 Jahren lese ich nun ausschließlich diese Texte.

Etwas verunsichert
Heinrich Brucht
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Jakob Storch
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Re: Die richtige Bibelausgabe

Beitragvon Jakob Storch » Do 24. Jan 2013, 13:33

Werter Herr Weisseberg,

ich stehe vor einem Problem hundsföttischsten, katastrophalsten Ausmaßes

Sie übertreiben ein Wenig. Ich würde Ihnen nahelegen Ruhe zu bewahren. Selbst, wenn Sie Luthers Auffassungen für Schwachsinn halten, so hat er doch in seiner Übersetzung der Bibel lediglich Gottes Wort niedergeschrieben. Die verschiedenen Übersetzungen der heiligen Schrift unterscheiden sich lediglich im Wortlaut, jedoch nicht in der Aussage selbst. Natürlich sollten Sie auch eine Einheitsübersetzung zur Hand haben, wie es einem Katholiken würdig ist, jedoch halte ich es nicht für schändlich, sich auch mit anderen Übersetzungen unserer geliebten Bibel auseinanderzusetzen. Im Gegenteil, oft hilft uns das Schmökern in verschiedenen Übersetzungen, einige Dinge besser zu verstehen. Somit gibt es meiner Meinung nach keine "richtige" und "falsche" Übersetzung der Bibel. Es gibt nur jene, die einem lieb sind und jene, die einem noch lieber sind. Ich persönlich bevorzuge die Übersetzung "Hoffnung für alle".

Beruhigend,
Jakob Storch
3. Mose 20,13 (Gute Nachricht) – „Wenn ein Mann mit einem anderen Mann geschlechtlich verkehrt, haben sich beide auf abscheuliche Weise vergangen. Sie müssen getötet werden; ihr Blut findet keinen Rächer.“

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Re: Die richtige Bibelausgabe

Beitragvon Sören Korschio » Do 24. Jan 2013, 16:59

Werte Gemeinde!

Ich schließe mich dem Herrn Storch unter Vorbehalt an: Ich selbst bevorzuge die Einheitsübersetzung und verwende diese auch, wenn ich hier im Forum zitiere. Doch spricht auch nichts gegen eine "Lutherbibel". Allerdings sehe ich in meinen Aussagen von Übersetzungen ab, die den HERRn als Frau darstellen und das Werk widerlicher Häretiker sind.

Einwerfend,
Sören Korschio
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Re: Die richtige Bibelausgabe

Beitragvon Jakob Storch » Do 24. Jan 2013, 21:27

Werte Gemeinde!
Oh ja! In jedem Fall hat Herrn Korschio Recht. Natürlich habe ich mich bei meinen Ausführen auch ausschließlich auf die Standardübersetzungen bezogen. An ketzerische "Übersetzungen" unserer heiligen Schrift, falls man in diesen Fällen noch von Übersetzungen sprechen kann, habe ich nicht gedacht.
Zustimmend und nachtragend,
Jakob Storch
3. Mose 20,13 (Gute Nachricht) – „Wenn ein Mann mit einem anderen Mann geschlechtlich verkehrt, haben sich beide auf abscheuliche Weise vergangen. Sie müssen getötet werden; ihr Blut findet keinen Rächer.“

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Re: Die richtige Bibelausgabe

Beitragvon Heinrich Brucht » Do 24. Jan 2013, 22:43

Meine Herren,

so etwas hab ich bisher noch nicht gelesen.
Sören Korschio hat geschrieben:...Allerdings sehe ich in meinen Aussagen von Übersetzungen ab, die den HERRn als Frau darstellen und das Werk widerlicher Häretiker sind.

Da tut sich eine Bildungslücke bei mir auf.
Hab in meiner Bücherkiste die Apokryphen gesucht, nicht gefunden,
dafür aber den "Bibelcode".

Die weitere Suche vertagend
Heinrich Brucht
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Re: Die richtige Bibelausgabe

Beitragvon Adalbert G Kreuzer » Sa 13. Apr 2013, 14:21

Verehrter Herr Korschio,

was halten Sie von der Elberfelder Bibelübersetzung? Sie scheint ja sehr genau am Grundtext der Heiligen Schrift zu sein.

Werter Herr Storch,

ich möchte Ihnen in aller christlicher Liebe etwas widersprechen.
Die "Hoffnung für Alle" ist streng genommen keine Übersetzung, sondern eher eine Übertragung in ein Deutsch, dass heute als "modern" erachtet wird. So werden dort Texte eher sinngemäß übertragen. Ich würde meinen, dass diese Übertragung vielleicht für persönliche Bibellese noch akzeptabel ist. Zum Studieren der Heiligen Schrift oder auch für den liturgischen Einsatz würde ich aber eine gute Übersetzung nehmen.

Grüßend,

Adalbert Gottlob Kreuzer
2 Samuel 6,7 Da entbrannte des HERRN Zorn über Usa und Gott schlug ihn dort, weil er seine Hand nach der Lade ausgestreckt hatte, sodass er dort starb bei der Lade Gottes.
Es ist uns eine Lehre - nur redliche Menschen dürfen sich Gott nähern.

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Re: Die richtige Bibelausgabe

Beitragvon DerMohamet » Sa 13. Apr 2013, 21:14

Also ich find ja den Koran ganz töfte, so als Alternatives Buch

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Re: Die richtige Bibelausgabe

Beitragvon Franz-Joseph von Schnabel » Sa 13. Apr 2013, 21:17

Werter Herr Mett,
können Sie Ihre Theorie genauer begründen?
Interessiert,
Schnabel
Trotz der negativen Presse covfefe.

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Re: Die richtige Bibelausgabe

Beitragvon DerMohamet » Sa 13. Apr 2013, 21:27

F. J. von Schnabel hat geschrieben:Werter Herr Mett,
können Sie Ihre Theorie genauer begründen?
Interessiert,
Schnabel

Naja man muss sich ja auch mit anderen Religionen auseinander setzen um seinen eigenen Glauben besser zu verstehen!
Und der Islam und das Judentum haben viel mit dem Christlichen Glauben zutun! Deswegen finde ich es gut alle Heiligen
Schriften zu lesen und zu verstehen! Das kann einen dann richtig erleuchten!

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Re: Die richtige Bibelausgabe

Beitragvon Franz-Joseph von Schnabel » Sa 13. Apr 2013, 21:40

Werter Herr Mett,
wahre Erleuchtung kommt nur vom HERRn.
Betend,
Schnabel
Trotz der negativen Presse covfefe.

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Re: Die richtige Bibelausgabe

Beitragvon DerG » Sa 13. Apr 2013, 21:53

Werter Herr Mohammet,
ich finde Ihre Idee gut, sich auch alternative Schriften (heilig würde ich sie nicht behaupten) anzusehen.
Ich pflichte jedoch Herrn Schnabel bei, dass unser Gott der einzig wahre Gott ist und als einziges wahre Erleuchtung bringen kann.

Dem einzig wahren Gott vertrauend,

DerG

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Re: Die richtige Bibelausgabe

Beitragvon Juergen Schmied » So 14. Apr 2013, 10:37

Jedes Buch kann man mehr oder weniger zum Lesen empfeheln, jedoch muss ich Herr Schnabel zustimmen.
Wir müsse der ganzen Welt die Kultur und den Glauben zukommen lassen.

Euphorisch,
Juergen Schmied

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Re: Die richtige Bibelausgabe

Beitragvon Jeremias Töfte » Di 4. Jun 2013, 08:25

Werte Herren,

ich nutze meistens die Elberfelder Bibelübersetzung, da diese sehr nah am Originaltext ist und Ketzern keinen Spielraum für schwachsinnige Interpretationen lässt, die sich gegen den ursprünglichen Wortlaut richten.

Ratend,
Töfte :kreuz3:
Jesus Sirach 30,1: Wer seinen Sohn liebt, hält den Stock für ihn bereit, damit er später Freude erleben kann.

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Re: Die richtige Bibelausgabe

Beitragvon Theotmar Iuncman » Mi 5. Jun 2013, 22:05

Meine lieben Herren, (und Weiber, sollten diese anwesend, und im Besitz einer Vormundsbescheinigung zum Besuch dieser Seite seien),
Mag ich auch neu unter Ihnen sein, so mag ich doch meine Kenntnisse unverzüglich an sie weiter reichen und mich schnurstracks in die Chrisitenschar virtueller Teilnehmer stürzen. Mein weiser Pfarrer, der mir sehr an Herz gewachsen ist, benutzt während all seiner Reden und Gebete eine sog. BasisBibel der eutschen Bibelgemeinschaft Stuttgarts und schenkte auch meinem Sohn, den ich vergaß in meiner Begrüßungsrede zu erwähnen, da ich mich sehr seiner Schäme, eine solche Bibel. Ich jedoch sorgte vor und gab ihm stattdessen die alte Bibel samt dem Gesangbuch das derzeit mein werter Herr Vater -Gott möge ihn selig haben- nutzte und viel daraus las. So kann mein Sohn auch eingesperrt in seinem Zimmer allerzeit ein redliches Buch lesen wenn er nicht gerade betet.
Ich hoffe geholfen zu haben,
Ergebenst,
Theotmer Iuncman


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