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Musik in der Kirche

Hier geht es um den Herrn, Jesus Christus und die Heilige Schrift.
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Fridolind Kamber
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Musik in der Kirche

Beitrag von Fridolind Kamber »

Liebe Gemeinde,

ich habe im Internetz verschiedene Kirchengemeinden gefunden, die Schlagergottesdienste anbieten. Wo aus Schlagern Botschaften herausgehört werden, die in einen Zusammenhang mit der Bibel gebracht werden. Kann so etwas biblisch sein, also gottgewollt?

In diesem Zusammenhang finde ich indische christliche Anbetungslieder im Internetz, die auch so schlagerartig klingen.

Die traditionellen Kirchenlieder sind alle andächtig, der Tekst ist im Vordergrund und die Melodie tritt zurück. Solche Kirchenlieder bestärken den Sänger und ermutigen zum Gebet.

Können das Schlager oder schlagerartige Melodien? Ich glaube nicht. Ich glaube eher, sie führen eher weg vom Tekst, weil man dazu geführt wird, mit dem Rhythmus mitzugehen, und die Gefühle zu spüren, die die Musik beim Hörer auslöst. Auch ist nicht jeder Tekst geeignet zur wirklichen Anbetung.

Ich kann mir bei den meisten schlagerartigen Kirchenliedern nicht vorstellen, daß sie gottgewollt sind. Kann es sein, daß solche Kirchenlieder Gott ein Greuel sind?

Ich habe moderne Kirchenlieder kennengelernt, die im Kirchengesangsbuch zu finden sind. Diese Lieder haben den Eingang ins Kirchengesangbuch gefunden, weil der Tekst im Vordergrund steht.

Und ich habe Lobpreislieder kennengelernt, wo mir die Melodie echt Probleme macht und mich an der Anbetung hindert.


Herzlichst,
Ihr Fridolind Kamber

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Sören Korschio
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Re: Musik in der Kirche

Beitrag von Sören Korschio »

Grüß Gott Herr Kamber

Schlagermusik kann nachgerade töfte sein. Insbesondere Jugendliche finden diese Musik knorke, was sich zum Teil in den unzüchtigen Texten begründen lässt, wie sie in Helene Fischers Veröffentlichungen zu finden sind. Mir ist bei genauerer Betrachtung aber nicht ganz klar, wie sich diese Musikrichtung in besonderer Weise von Fels- oder Popmusik abgrenzt. In jedem Fall gibt es ja auch christliche Felsmusik, die durchaus ein attraktives Medium darstellen kann, um junge Menschen für Schönheit des Christentums zu begeistern. Inwieweit man diese Musik adäquat in der Gestaltung eines Gottesdienstes verwenden kann, liegt wohl hauptsächlich am Fingerspitzengefühl des jeweiligen Priesters.

Es grüßt Sie freundlich,
Ihr Sören Korschio

P.S.: Mir ist aufgefallen, dass Ihnen die Verwendung des Buchstabens "x" im Wort "Text" Probleme zu bereiten scheint. Vielleicht benötigen Sie ein neues Tastenbrett für Ihren Heimrechner.
"Die Jugend will Keile!" - Prof. Martin Zahnbeisser

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Franz-Joseph von Schnabel
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Re: Musik in der Kirche

Beitrag von Franz-Joseph von Schnabel »

Werter Herr Korschio,

im Laufe der Jahre Ihrer Missionsreise hat es sich im Brett die Marotte entwickelt, den Buchstaben "X" generell zu meiden.

Die tiefere Ursache jener Eigenart kann ich momentan leider auch nicht benennen.

Freundlich hinweisend,
Schnabel

Fridolind Kamber
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Re: Musik in der Kirche

Beitrag von Fridolind Kamber »

Werter Herr Korschio, werter Herr von Schnabel,

irgendwo auf diesem wunderbaren Brett schrieb jemand, daß der Gebrauch des Buchstabens "x" unredlich sei. Ich komme aber gerne zu der häufigeren Schreibweise zurück!

Hochachtungsvoll
Fridolind Kamber

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Sören Korschio
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Re: Musik in der Kirche

Beitrag von Sören Korschio »

Sehr geehrter Herr Kamber

Ich selbst habe es eine Zeit lang so gehalten, da alleine das Schriftbild bei unzüchtigen Themen unkeusche Gedanken bei jugendlichen Pickelbuben evozieren können. Abseits dieser Themen halte ich das für reine (und objektiv falsche) Sprachverunstaltung. Selbst wenn es um den ekelerregenden Geschlechtsakt geht, so ist dieses Forum doch explizit nicht jugendfrei und eine Plattform für gefestigte Christenmenschen, sodass die Notwendigkeit einer Selbstzensur innerhalb dieser Gemeinde auch diskussionswürdig ist.

Freundliche Grüsse
Ihr Sören Korschio
"Die Jugend will Keile!" - Prof. Martin Zahnbeisser

Frederick Richter
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Re: Musik in der Kirche

Beitrag von Frederick Richter »

Werter Herr Kamber,
Fridolind Kamber hat geschrieben:
Di 16. Jun 2020, 13:36
Können das Schlager oder schlagerartige Melodien? Ich glaube nicht. Ich glaube eher, sie führen eher weg vom Tekst, weil man dazu geführt wird, mit dem Rhythmus mitzugehen, und die Gefühle zu spüren, die die Musik beim Hörer auslöst. Auch ist nicht jeder Tekst geeignet zur wirklichen Anbetung.

Ich kann mir bei den meisten schlagerartigen Kirchenliedern nicht vorstellen, daß sie gottgewollt sind. Kann es sein, daß solche Kirchenlieder Gott ein Greuel sind?

Ich habe moderne Kirchenlieder kennengelernt, die im Kirchengesangsbuch zu finden sind. Diese Lieder haben den Eingang ins Kirchengesangbuch gefunden, weil der Tekst im Vordergrund steht.

Und ich habe Lobpreislieder kennengelernt, wo mir die Melodie echt Probleme macht und mich an der Anbetung hindert.
Ich muss ihnen widersprechen. Die traditionelle, oft orgelbegleitete Kirchenmusik weist zum sehr großen Teil sowohl rhythmisch als auch melodisch und harmonisch deutliche höhre Komplexität auf. Dies ist auch keineswegs verwunderlich, immerhin ist dies Vergleich von moderner und älterer Musik fast immer der Fall.
Möglicherweise mag der ungewohnte Klang für Ihre Irritationen verantwortlich sein. Ist dies nicht die Ursache, so lässt sich nicht ausschließen, dass der Satan Ihre Verunsicherung hervorruft und versucht, Sie von der Lobpreisung des HERRn abzubringen. In diesem Fall kann ich Ihnen empfehlen einen Pfarrer um Rat zu bitten.

Allgemein kann ich an der Nutzung moderner Musikrichtungen sowohl Vor- als auch Nachteile erkennen, wobei der unredliche Hipfhüpf, an welchem sich nichts positives finden lässt, selbstverständlich eine Ausnahme bildet.
Einerseits ist sie oftmals sehr hilfreich bei der Missionierung von Knaben und Gören im jugendlichen Alter, deren Eltern sie nicht oder nicht mit dem nötigen Maß an Strenge und Züchtigung zu löblichen Christen erzögen haben.
Andererseits denke ich, wir sollten den HERRn mit unseren besten und schönsten Gesängen preisen, unter welche ich die dem Schlager zugehörigen keinesfalls zählen würde.

Die Klänge Bachs genießend,
Frederick Richter

G-a-s-t
Stammgast
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Registriert: Di 15. Sep 2015, 16:46

Re: Musik in der Kirche

Beitrag von G-a-s-t »

Werter Herr Kamber!
Fridolind Kamber hat geschrieben: Kann so etwas biblisch sein, also gottgewollt?
Natürlich nicht! Inwiefern dient man schließlich mit dem Hineininterpretieren oder Heraushören von Botschaften Gott?
1 Kor 14,26
Wenn ihr zusammenkommt, und der einzelne hat einen Lobgesang, eine Lehre oder eine Offenbarung oder eine Zungenrede oder eine Auslegung, so geschehe alles zur Erbauung.
Lieder haben der Erbauung zu dienen, so ist es hier vorgeschrieben. Was der Unterhaltung, dem Anwerben bestimmter Besucherkreise oder anderweitigen Zwecken dient, ist unbedingt zu unterlassen.
Außerdem ist hier vom eigenen Singen und nicht vom Musikhören die Rede, passend zu den in 1 Kor 1,12 vorhergehenden Ausführungen bezüglich der einzelnen Glieder, von denen jedes etwas zum Gedeihen des einen Leibes beiträgt. Erbauliche, keinen unlöblichen Absichten dienende Schlager kämen wenn, dann nur infrage, wenn sie von der Gemeinde oder Teilen ihrer gesungen würden. Da alles geordnet abzulaufen hat -
1 Kor 14,33
Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens.
-, müßte so ein Gesang wohl durch Orgelspiel geleitet werden, weil eben Gemeindegesang geleitet und begleitet werden muß und die Orgel gemäß der bewährten Ordnung diese Aufgabe innehat. Das hieße wiederum, daß alle Lieder ausscheiden, die derart minderwertig sind, daß sie auf der Orgel nicht gut klingen.
Auch ist nicht jeder Tekst geeignet zur wirklichen Anbetung.
[...]
Und ich habe Lobpreislieder kennengelernt, wo mir die Melodie echt Probleme macht und mich an der Anbetung hindert.
Das wäre nicht weiter schlimm. Für die engere Eucharistiefeier gilt freilich:
1 Kor 11,26
Denn sooft ihr dieses Brot eßt und den Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.
Hier haben also ausschließlich zu dieser Verkündigung gedachte und beitragende Kirchenlieder sorgfältig ausgewählt zu werden.
Alle anderen Teile des Gottesdienstes haben auf die Ehre Gottes ausgerichtet zu sein, aber die stille konzentrierte Anbetung ist nicht die einzige Form hierfür. Auch beispielsweise knorke Kampflieder mit mitreißenden Texten wie „Uns rufet die Stunde, uns dränget die Zeit“ hatten ja ehedem in der heiligen Messe ihren berechtigten Platz.

Mit verbindlichem Gruße
Gast
Micha 6,8
Es ist dir gesagt worden, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir erwartet: Nichts anderes als dies: Recht tun, Güte und Treue lieben, in Ehrfurcht den Weg gehen mit deinem Gott.

Joh 14,6
Niemand kommt zum Vater außer durch mich (Jesus).

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