0 Tage und 18 Stunden seit der letzten Verbannung eines Taugenichts.

Ostern im Heimbüro

Hier geht es um den Herrn, Jesus Christus und die Heilige Schrift.
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Baron Jesus-Maria von Friedel
Baron
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Ostern im Heimbüro

Beitrag von Baron Jesus-Maria von Friedel »

Werte Herren,

am heutigen Tag ist es mir insbesondere ein Anliegen, Ihnen etwas Trost zu spenden.
So desperat die Situation derzeit auch erscheinen mag - der Heiland findet immer einen Weg. Amen!

Bild

Ihr
Baron von Friedel
"Ich freue mich auf einschlägige Epik und burleske Depeschen" (Weddeherr Dr. Katarrh)
"Ein Leben in frigider Eloquenz ist das Gebot der Stunde" (Franz Gundolf Löffler)

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Franz-Joseph von Schnabel
Ochsenbauer
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Re: Ostern im Heimbüro

Beitrag von Franz-Joseph von Schnabel »

Werter Herr Baron,

wie schön, daß nun auch blassierte Städter die Freuden harter heimischer Arbeit genießen können!

Meine Bureaus sind mein knorker Kuhstall und meine bescheidenen Äcker, welche sich über einige Kilohektar knorker bayrischer Krume erstrecken.

Es ist mir immer eine Freude, zwischen zwei Arbeitsschritten die eigenen Lieben zu sehen und mit dem Rohrstock zu züchtigen, sowie im eigenen Herrgottswinkel ein stilles Gebet zu sprechen.

Ich hoffe, der töfte Titelhandel leidet nicht über Gebühr unter den gegenwärtigen administrativen Willkürakten.

Für alle notleidenden Unternehmer betend,
Schnabel

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Baron Jesus-Maria von Friedel
Baron
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Re: Ostern im Heimbüro

Beitrag von Baron Jesus-Maria von Friedel »

Werter Herr Schnabel,

fürwahr, Sie sprechen mir aus der Seele! Derzeit kann man sich des Gefühls kaum erwehren, daß über Jahrzehnte gewachsene soziale Bindungen schändlichst verkümmern, kann man den eigenen Lieben doch nicht einmal mehr ein angemessenes Maß an liebevoller Züchtigung angedeihen lassen. Zwar kann man sich zur Not mit einem langstieligen Paddel behelfen, aber schließlich weiß jeder Familienmensch, daß sich eine intime Maulschelle mit der ausschließlich für den engsten Kreis reservierten Vorhand somit kaum substituieren lässt. Es ist wahrlich eine Tragödie!

Die Geschäfte hingegen laufen ausgezeichnet, danke der Nachfrage! Derzeit bringe ich beispielsweise mit großem Erfolg Titel an den Mann, die vormals wie Blei in den Regalen ruhten. Beispielsweise den eines sogenannten "Virologen". Momentan enorm beliebt.

Ihr
Baron von Friedel

Postscriptum: Haben Sie der Fratzenbuch-Mission inzwischen gänzlich entsagt?
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Franz-Joseph von Schnabel
Ochsenbauer
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Re: Ostern im Heimbüro

Beitrag von Franz-Joseph von Schnabel »

Werter Herr Baron,

in der Tat.

Nur Liebe und Hiebe halten die keusche Familie zusammen.

Es freut mich aber zu lesen, daß Ihr knorker Handel noch seinen Mann zu nähren vermag, wenn es sich auch eher um kurzfristige Modewaren zu handeln scheint.

Ich fürchtele dennoch, in nächster Zeit steigt die Nachfrage nach Titeln wie "Duce", "Führer", "Reichsverweser" und ähnlichen Saisonartikeln wieder über Gebühr an.

Ich denke da auch an die südost- und osteuropäischen Märkte.

Meine Fratzenbuchaktivitäten ruhen momentan in der Fastenzeit. Jeder sollte ein kleines Opfer bringen.

Den Erwerb eines Wirrologentitels erwägend,
Schnabel

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Hinrich Hammerschmidt
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Re: Ostern im Heimbüro

Beitrag von Hinrich Hammerschmidt »

Werter Herr von Friedel,

da ich noch nicht allzu lange aktiv in der Arche stehsegele, ist mir Ihr knorker Handel bislang verborgen geblieben.
Um so mehr freue ich mich aber nun, davon zu erfahren.
Baron Jesus-Maria von Friedel hat geschrieben: Derzeit bringe ich beispielsweise mit großem Erfolg Titel an den Mann, die vormals wie Blei in den Regalen ruhten. Beispielsweise den eines sogenannten "Virologen". Momentan enorm beliebt.
Als jemand, der, angefangen bei der Weltwirtschaftskrise über die Ölkrise bis hin zu Asienkrise, zur Europa-Krise und nun zur Corona-Krise schon einige Stürme im Wasserglas erlebt hat, trage ich mich seit einiger Zeit mit dem Gedanken, mir durch eine Betätigung als "Kräsch-Prophet" ein paar Europa nebenbei zu verdienen.

Bitte erlauben Sie mir zu fragen, ob Ihr Warenkorb den Titel "Kräsch-Prophet" enthält, wie teuer mich dieser zu stehen kommen würde und wie Sie generell die Aussichten im Geschäftsfeld der Kräsch-Propheterie einschätzen.

Bereits das Vorwort zum ersten Buch verfassend,
Hinrich Hammerschmidt
„Wenn ich höre, alles andere habe vor dem Schutz von Leben zurückzutreten, dann muss ich sagen: Das ist in dieser Absolutheit nicht richtig“
Wolfgang Schäuble, 2020

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Walther Zeng
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Re: Ostern im Heimbüro

Beitrag von Walther Zeng »

Werter Herr Hammerschmidt,

da haben Sie ja eine gute Idee für einen netten Zuverdienst zur mageren Staatsrente.
Malen Sie einfach die düstersten Krachbilder, die man sich denken kann bzw. die schon
in Bereich des Undenkbaren liegen.
Sollte dies nicht eintreffen, dann können Sie sicher dennoch von der monatlichen Rente leben,
mehr schlecht, als recht, so wie ich auch. Aber falls diese von Ihnen ganz allein vorgergesagte
Ungeheuerlichkeit doch eintrifft, dann sind Sie der gefeiertste Mann und man wird Ihre Worte
wohl in allen Medien zitieren.

In weiser Voraussicht habe ich mir heute schon einmal einen kleinen Vorrat von 40 Schachteln
erlesener feiner Trüffelpralinen angelegt und auch das Weinregal wieder etwas aufgefüllt.

Die Rum-Trüffel-Praline auf der Zunge zergehen lassend
Walther Zeng
"Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen," AT Mose 3/19

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Martin Frischfeld
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Re: Ostern im Heimbüro

Beitrag von Martin Frischfeld »

Werte Herren Zeng und Hammerschmidt,

sollte jemand im Falle einer zutreffenden Vorhersage tatsächlich eine gewisse Berühmtheit erlangen, sind damit ja noch keine monetären Gewinne verbunden.

Herr Hammerschmidt! Sie sollten ein Beratungsbureau für christliche Plagenprävention einrichten. Ein Mann Ihren Glaubens könnte ganze Firmen auf den rechten Weg bringen und sie so gleichzeitig gegen drohendes Unbill der nächsten herrlichen göttlichen Strafe / Prüfung wappnen.

Den Kamin mit Toilettenseide anheizend,
Martin Frischfeld

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Hinrich Hammerschmidt
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Re: Ostern im Heimbüro

Beitrag von Hinrich Hammerschmidt »

Werter Herr Zeng,

wohl wahr. Natürlich würde der so erworbene Ruhm nur Sinn ergeben, wenn er denn anschließend erbaulich genutzt würde: Man könnte zum Beispiel den wahren Glauben nach der vorhergesagten und eingetretenen Katastrophe als einzige Erlösung propagieren. Für die redlichen Mitglieder der Arche wäre dies indes natürlich keine neue Botschaft, aber es ließen sich vielleicht eine Menge Atheisten und Satanisten durch pure Angst bekehren.

Werter Herr Frischfeld,

welch töfte Geschäftsidee! Warum nicht das Redliche mit dem Einträglichen verbinden. Ich werde sogleich meinen lieben Nachbarn Walter um die Erstellung einer knorken Heimseite bitten.
Noch ein paar Wochen Schließrunter (unredl.: Shutdown), und die Firmen werden verzweifelt Schlange stehen. Dürfte ich Sie um Unterstützung bitten, wenn ich die Anfragen nicht mehr allein bedienen kann?

Blutdruck messend,
Hinrich Hammerschmidt
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Walther Zeng
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Re: Ostern im Heimbüro

Beitrag von Walther Zeng »

Werter Herr Frischfeld, werter Herr Hammerschmidt,

ich bin inspiriert!
Die Einzig reale Möglichkeit, um Firmen das Überleben zu sichern, ist das dauerhafte Gebet der gesamten männlichen Belegschaft,
während die Ehefrauen und Sekretärinnen fleißig Masken nähen.
Ich selbst will morgen in der Frühe sofort beginnen, den gesamten Bestand an Nähgarn aufzukaufen, um ihn ausschließlich jenen Firmen
anzubieten, die von Herrn Hammerschmidt auf den Wege des Herrn geleitet wurden.

Mit einem Jägermeister die Zukunft begrüßend
Walther Zeng
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Opa Rauschebart
Hüter der Heiligen Handgranate
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Registriert: Di 24. Jul 2012, 19:00

Re: Ostern im Heimbüro

Beitrag von Opa Rauschebart »

Werter Herr Zeng,

Ihr erster Halbsatz hat mich während des Trinkens eines Bechers Kirschgeist keusch inspiriert. Man könnte einen Handel mit Gebetszertifikaten machen. Wenn auch die männliche Belegschaft Hand anlegen muss, können Mitglieder der Arche Internetz gegen Entlohnung für diese Firma beten und es wird pro genormter Gebetsstunde eines durchschnittlichen Sünders ein entsprechendes Salär verlangt, sagen wir 100 Euronen. Klar ist selbstredend, daß hier qualitative Unterschiede vorliegen. Wenn z.B. Herr Berger oder Herr von Schnabel auch nur eine Minute für eine Firma beten, entspricht dies mindestens einer Gebetsdauer von 1000 Stunden eines Durchschnittssünders.

Hosiannah in der Höh'

Opa Rauschebart
***** Lernen durch Schmerz ****** Motivation durch Entsetzen*****

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