2 Tage und 0 Stunden seit der letzten Verbannung eines Taugenichts.

Argumente für die Todesstrafe

Hier geht es um den Herrn, Jesus Christus und die Heilige Schrift.

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Martin Berger
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Re: Argumente für die Todesstrafe

Beitragvon Martin Berger » Sa 27. Jan 2018, 11:13

Antrophos hat geschrieben:Ich warte übrigens immer noch auf eine Bibelstelle, bei der unser Herr JESUS CHRISTUS eindeutig und ohne Missverständnisse die irdische Tötung eines Menschen verlangt.

Herr Antrophos,

freilich sind die weisen wie wahren Worte unseres Erlösers ein wunderbarer Wegweiser, doch auch der Rest der Bibel ist für einen Christen nicht bedeutungslos. Nicht umsonst sagt Jesus Christus, der Sohn GOTTes:
Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen. Denn ich sage euch wahrlich: Bis daß Himmel und Erde zergehe, wird nicht zergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüttel vom Gesetz, bis daß es alles geschehe. Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute also, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich.

Matthäus 5,17-19

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Re: Argumente für die Todesstrafe

Beitragvon Antrophos » Sa 27. Jan 2018, 11:32

Werter Herr Gruber,
mir Verlaub, Sie irren sich. Den Christus verlangt von uns nur eine Opfergabe : Sein eigenes Opfer.

"1368 Die Eucharistie ist auch das Opfer der Kirche. Die Kirche, der Leib Christi, nimmt am Opfer ihres Hauptes teil. Mit ihm wird sie selbst ganz dargebracht. Sie vereinigt sich mit seiner Fürbitte beim Vater für alle Menschen. In der Eucharistie wird das Opfer Christi auch zum Opfer der Glieder seines Leibes. Das Leben der Gläubigen, ihr Lobpreis, ihr Leiden, ihr Gebet und ihre Arbeit werden mit denen Christi und mit seiner Ganzhingabe vereinigt und erhalten so einen neuen Wert. Das auf dem Altar gegenwärtige Opfer Christi gibt allen Generationen von Christen die Möglichkeit, mit seinem Opfer vereint zu sein."

Und richtig : Er wollte seine eigene Tötung. Er selbst gibt sich zu Opfer, verlangt aber niemals jemandes irdische Tötung aufgrund einer Sünde. In den Evangelien finde ich nichts dergleichen. Wenn Sie eine solche Stelle kennen, bitte ich Sie, sie mir zu nennen.
Was Ihre Geschichte mit dem Handtaschenräuber betrifft : Richtig, den Vorfall kann man durch milde Bestrafung nicht rückgängig machen. Aber Sie sollten wissen, dass man etwas Geschehens niemals rückgängig machen kann. Auch nicht mit einer schweren Bestrafung. Worauf Sie also hier hinaus wollen, ist unklar. Wenn man den Räuber einfach einsperrt, kann man verhindern, dass er die Tat wiederholt.
Ich lade Sie auch herzlich ein, meinen vorigen Beitrag zur Gänze zu lesen.

Verehrter Herr Berger,
Amen, so ist es. Das alte Gesetz hat sich in CHRISTUS JESUS erfüllt. Aber CHRISTUS begegnet vielen Sündern, und verurteilt nicht einen einzigen. Und ich will im so weit wie möglich gleichen, darum nehme ich ihn zum Vorbild im Leben.

Lobet den HERRN, den erhabenen König!

Einen schönen Tag wünscht Ihnen beiden,
Eduard Anthropos
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Re: Argumente für die Todesstrafe

Beitragvon Walter Gruber senior » Sa 27. Jan 2018, 12:08

Werter Herr Anthropos,

es fallen mir spontan mindestens drei weitere Stellen aus der Heiligen Schrift ein, welche Jesus Christus als Befürworter der Todesstrafe ausweisen. Ich werde morgen nach der Messe den Herrn Pfarrer fragen, ob ihm vielleicht noch eine vierte und eine fünfte einfallen, um auch Sie endlich zu überzeugen!

Alles Gute wünscht Ihnen
Walter Gruber
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Re: Argumente für die Todesstrafe

Beitragvon Martin Frischfeld » Sa 27. Jan 2018, 13:44

Werte Herren,

ich möchte auch daran erinnern, daß die BIBEL nicht immer ausdrücklich zwischen Handeln in der Gemeinde und Handeln in einem Staat unterscheidet. Rechtshistorisch gab es dieser Zeit mehrere Rechtskreise mit teils eigenen Gerichtsbarkeiten, jedenfalls eigenen Regeln. Jene unterschieden sich eben stark und auch lokal, ehe die Christianisierung eine Mediatisierung zur Folge hatte, Hurra!
In der Gemeinde sind wir eng verbunden und zu gegenseitiger Liebe und Rücksichtnahme aufgerufen. Die Gesellschaft insgesamt jedoch ist ein loser Zusammenhang aus vielen Grüppchen und Individuen.
In der Folge würde ich beispielsweise meinen Bruder in der Gemeinde nicht derselben zur Exekution freigeben. Einen Verbrecher gegenüber dem Staate jedoch, den ich nicht kenne, eher schon.
Ein Wort noch an Freund Anthropos: Sie verlangen nach einer Stelle, in der Jesus die Exekution befürwortet. Es ist allerdings zu viel verlangt. Es genügt, daß im AT diese Strafe mehrfach vorgesehen wird und sich Jesus nicht explizit gegen die Todesstrafe ausspricht. Indes finden wir auch nicht auf jedes Detail unseres Lebens eine direkte Antwort aus der HEILIGEN SCHRIFT. Wir finden die Antworten dort zwar freilich immer, aber dieses Buch ist kein HGF-Katalog (unredl. FAQ).

Es grüßt zum Wochenende redlich,
Martin Frischfeld

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Re: Argumente für die Todesstrafe

Beitragvon Antrophos » Sa 27. Jan 2018, 14:54

Verehrter Herr Doktor,
prinzipiell ist Ihr Gedankengang höchst nachvollziehbar. Leute , die man kennt, will man schützen, als jene die man nicht kennt. Man schenkt Bekannten auch eher Glauben.
Allerdings : "Wenn Ihr nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn wollt ihr empfangen?"
Des Weiteren : Jeder Mensch ist nach GOTTES Ebenbild erschaffen und hinter seiner Entstehung steht immer die schöpferische Liebe GOTTES.

Und Sie haben recht : Ich kann nicht verlangen, immer eine konkrete Antwort auf alles in der Bibel zu finden. Aber dafür ist die Kirche von GOTT eingesetzt.
Seine Heiligkeit Papst Franziskus hat sich zu vorliegendem Thema geäußert :
http://de.radiovaticana.va/news/2016/06 ... ge/1238832

Amen!

Es ist trotz aller Differenzen immer wunderschön zu sehen, auf welch hohem Niveau die Diskussionen auf dieser töften Seite sind, und auf welch hohem , gegenseitigen Respekt sie beruhen. Hier können wir sehen, dass wir trotz Meinungsverschiedenheiten immer noch die Einheit im Glauben bilden, die CHRISTUS gewollt hat.

Alle Herren freundlich grüßend,
Eduard Anthropos
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Re: Argumente für die Todesstrafe

Beitragvon Walter Gruber senior » Sa 27. Jan 2018, 15:39

Werte Mitglieder,

es wundert mich, dass auch gebildeten Christen wie dem verehrten Herrn Dr. Frischfeld die Stellen aus dem Neuen Testament, welche sich für die Todesstrafe aussprechen, nicht auf Anhieb geläufig sind. Wir werden, wie gesagt, in unserer Gemeinde morgen nach der Messe darüber sprechen und ich werde das Ergebnis dieser Diskussion etwa morgen um die Mittagszeit hier veröffentlichen. Bis dahin empfehle ich Ihnen, Matthäus 5,17 - 23,41 zur Lektüre.

Weiters danke ich Herrn Anthropos für den verschalteten Artikel, der leider zeigt, dass auch der Heilige Vater sich irren kann, obschon ex cathedra verkündete Lehren von Irrtümern verschont bleiben. Wir werden morgen in der Fürbitte den HERRN ersuchen, dem Heiligen Vater in dieser Frage Einsicht zu schenken und ich bitte auch alle Mitglieder dieser Gemeinde, darum zu beten.

Mit christlichem Gruß,
Walter Gruber
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Re: Argumente für die Todesstrafe

Beitragvon Walter Gruber senior » So 28. Jan 2018, 11:20

Werte Christen,

soeben komme ich von der Morgenmesse und dem anschließenden Gespräch mit dem Herrn Pfarrer und den Mitgliedern des Pfarrgemeinderats, welches wir immer im Kirchenwirt abhalten. In den folgenden Zeilen werde ich auflisten, warum die Heilige Schrift die Todesstrafe befürwortet und auch unser Herr Jesus Christus ein Befürworter der Todesstrafe war!!! Es haben hier nämlich der Herr Pfarrer und der Direktor unseres Gymnasiums meine Auffassung bestätigt.

Eingangs möchte ich auf die Heilige Dreifaltigkeit hinweisen. Jesus konnte natürlich keiner der Lehren des VATERS widersprechen. Hier wollten die Pharisäer dem Sohn Gottes eine Falle stellen, als sie die Sünderin vor ihn brachten (siehe Johannes 8,1-11). Die Feinde Jesu wussten natürlich, dass er sich für die Todesstrafe aussprechen musste, um sich selbst als wahren Propheten auszuweisen. Wie seltsam, dass angeblich gläubige Christen in unserer Zeit behaupten, Jesus habe getan, wozu seine Feinde ihn verleiten wollten!

Wie Herr Berger schon gezeigt hat, lehrte Jesus:
Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen.
Amen, das sage ich euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist.
(Matthäus 5,17-18)


Wenige Verse später erweitert er das Verbot gegen den Mord um den Hass und verdammt die Hassenden zum Höllenfeuer (Matthäus 5,22). Sind dies die Worte von jemandem der die Todesstrafe ablehnt?! Die Gegner der Todesstrafe können diese Aussage schwerlich ignorieren, da Jesus sie mitten in der Bergpredigt machte. Folglich würde Jesus, wenn er sich gegen die Todesstrafe ausspräche nicht nur dem Vater widersprechen, sondern auch seinen eigenen Worten.

Später wies Jesus die Pharisäer zurecht, weil sie zu nachsichtig mit aufsässigen Kindern waren.
Gott hat gesagt: Ehre Vater und Mutter!, und: Wer Vater oder Mutter verflucht, soll mit dem Tod bestraft werden.
(Matthäus 15,4)

Als die Römer dann kamen, um Jesus zu verhaften, griff Petrus den Malchus mit dem Schwert an. Jesus wies ihn zurecht:
Stecke dein Schwert in die Scheide; denn wer zum Schwert greift, soll durch das Schwert umkommen.
(Matthäus 26,52)

Es wird diese Aussage oft als Rechtfertigung des Pazifismus missbraucht. Jedoch lehrte Jesus den Petrus hier, dass der Gebrauch des Schwertes naturgemäß zum Gebrauch des Schwertes (des Henkers) gegen ihn führt.

Jesus leistete der weltlichen Gerichtsbarkeit des Pilatus keinen Widerstand:
Da sagte Pilatus zu ihm: Hörst du nicht, was sie dir alles vorwerfen?
Er aber antwortete ihm auf keine einzige Frage, sodass der Statthalter sehr verwundert war.
(Matthäus 27,13-14)


Diese Hinnahme des Rechts, ihn zum Tode zu verurteilen, wäre ein Widerspruch zur generellen Anerkennung des Rechts der Staatsgewalt, die Kriminellen zu exekutieren.
Und schließlich, als er schon am Kreuze hing, nahm er die Reue des Diebes entgegen, der zu seinem spottenden Leidensgenossen sagte:
Nicht einmal du fürchtest Gott? Dich hat doch das gleiche Urteil getroffen.
Uns geschieht recht, wir erhalten den Lohn für unsere Taten; dieser aber hat nichts Unrechtes getan.
(Lukas 23,40-41)


Hätte Jesus etwas gegen diese Äußerung einzuwenden gehabt, so hätte er wohl nicht mit dem Versprechen der ewigen Erlösung im Himmelreiche geantwortet. Nach dieser Auflistung von Beweisen, dass Jesus die Gültigkeit des alttestamentarischen Prinzips der Todesstrafe bestätigt, gibt es noch (wie mir der Herr Pfarrer ausführlich erklärt hat) etwas, das wir uns vor Augen führen müssen:

Jesus starb am Kreuze, um für unsere Sünden zu büßen, obwohl er, der er nicht sündigte, das ewige Leben im Himmelreich verdient hat. Er erduldete den Tod, den wir Menschen verdient haben. Wenn aber kein Verbrechen der Todesstrafe würdig ist, wie kommt es dann, dass Jesus für unsere Sünden exekutiert werden konnte? Wenn wir Menschen nicht die Todesstrafe verdient hätten, warum war es dann notwendig, dass Jesus an unserer Stelle gelitten hat um der Gerechtigkeit des VATERS zu genügen?

Es sind dies alles Beweise aus der Heiligen Schrift, die mich zu einem begeisterten Befürworter der Todesstrafe machen. Es ist dringend notwendig, dass wir uns an den Heiligen Vater wenden, damit der sich von seinem gegenwärtigen Irrtume in dieser Frage abbringen lasse! Bitte schreiben auch Sie an den Heiligen Vater:

Seine Heiligkeit Papst Franziskus
Palazzo Apostolico
00120 Città del Vaticano
Rom


Wir haben heute auch ein paar Kinder in der Fürbitte Gott darum bitten lassen, dass er dem Heiligen Vater Einsicht schenken möge, im Sinne der Heiligen Schrift die Gerechtigkeit und auch die Todesstrafe wieder zu bejahen. Es hat dies in der zahlreich versammelten Gemeinde zu keinerlei Reaktionen geführt. Ich würde mir wünschen, dass dieses Thema auf mehr Begeisterung stößt, ist doch die Gerechtigkeit das Fundament unserer Gesellschaft.

Mit freundlichem Gruß,
Gruber Walter

P. S. : Sollte allerdings die Meinung des Heiligen Vaters irgendwann durch die Glaubenskongregation bestätigt werden und Eingang in den Katechismus finden, so würde auch ich, da ich in meiner Wahrheitsliebe kompromisslos bin, von diesem Moment an ein Gegner der Todesstrafe sein und dies ebenso vehement vertreten!
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Re: Argumente für die Todesstrafe

Beitragvon Antrophos » So 28. Jan 2018, 13:22

Werter Herr Gruber, werte Herren!

Walter Gruber senior hat geschrieben:
Eingangs möchte ich auf die Heilige Dreifaltigkeit hinweisen. Jesus konnte natürlich keiner der Lehren des VATERS widersprechen. Hier wollten die Pharisäer dem Sohn Gottes eine Falle stellen, als sie die Sünderin vor ihn brachten (siehe Johannes 8,1-11). Die Feinde Jesu wussten natürlich, dass er sich für die Todesstrafe aussprechen musste, um sich selbst als wahren Propheten auszuweisen. Wie seltsam, dass angeblich gläubige Christen in unserer Zeit behaupten, Jesus habe getan, wozu seine Feinde ihn verleiten wollten!

Ich behaupte das nicht. In den Augen der Pharisäer gab es nur zwei Optionendie Frage zu beantworten. Jesus aber hat keine dieser Optionen verwendet, sondern einmal mehr die Barmherzigkeit gelehrt. So hat er mit keinem Wort das alte Gesetz für hinfällig erklärt, und sich dennoch gegen die Todesstrafe ausgesprochen. Und zu Recht weißt er darauf hin, dass kein Mensch so gut ist, dass ihm ein Urteil über einen anderen zustünde.





Wenige Verse später erweitert er das Verbot gegen den Mord um den Hass und verdammt die Hassenden zum Höllenfeuer (Matthäus 5,22). Sind dies die Worte von jemandem der die Todesstrafe ablehnt?! Die Gegner der Todesstrafe können diese Aussage schwerlich ignorieren, da Jesus sie mitten in der Bergpredigt machte. Folglich würde Jesus, wenn er sich gegen die Todesstrafe ausspräche nicht nur dem Vater widersprechen, sondern auch seinen eigenen Worten.

Richtig, er hat die Hassenden zum Höllenfeuer verurteilt. Nicht jedoch zum irdischen Tod.

Später wies Jesus die Pharisäer zurecht, weil sie zu nachsichtig mit aufsässigen Kindern waren.
Gott hat gesagt: Ehre Vater und Mutter!, und: Wer Vater oder Mutter verflucht, soll mit dem Tod bestraft werden.
(Matthäus 15,4)

Hier muss ich mich aus der Diskussion heraushalten, da ich mir der Sinn von Mt 15, 1-9 nicht klar ist. Ich bitte den geschätzten Herrn Lehrer Gast, mir diese im Sinne der christlichen Nächstenliebe zu erläutern.

Als die Römer dann kamen, um Jesus zu verhaften, griff Petrus den Malchus mit dem Schwert an. Jesus wies ihn zurecht:
Stecke dein Schwert in die Scheide; denn wer zum Schwert greift, soll durch das Schwert umkommen.
(Matthäus 26,52)

Es wird diese Aussage oft als Rechtfertigung des Pazifismus missbraucht. Jedoch lehrte Jesus den Petrus hier, dass der Gebrauch des Schwertes naturgemäß zum Gebrauch des Schwertes (des Henkers) gegen ihn führt.
Diese Auslegung ist sehr gewagt. Über Mörder zu richten war Sache der römischen Machthaber. Und es war allerdings üblich römische Bürger die Mordes schuldig waren durch das Schwert hinzurichten. Nicht römische Bürger wurden gekreuzigt. Petrus war kein römischer Bürger.


Jesus leistete der weltlichen Gerichtsbarkeit des Pilatus keinen Widerstand:
Da sagte Pilatus zu ihm: Hörst du nicht, was sie dir alles vorwerfen?
Er aber antwortete ihm auf keine einzige Frage, sodass der Statthalter sehr verwundert war.
(Matthäus 27,13-14)

Richtig, aber wenn Sie das als Anerkennung der Todesstrafe interpretieren, dann bedeutet das auch, dass Jesus sich als schuldig befunden hat. Das kann aber unmöglich so sein, Jesus wurde schließlich für Taten verurteilt, die in unseren Augen redlich sind. Er hat sich den Sündern ausgeliefert - das bedeutet aber nicht, dass er die Sünder in Ihrer Sünde bestärkt hat. Somit ist Ihr Argument ein Widerspruch gegen den Glauben.

Diese Hinnahme des Rechts, ihn zum Tode zu verurteilen, wäre ein Widerspruch zur generellen Anerkennung des Rechts der Staatsgewalt, die Kriminellen zu exekutieren.
Und schließlich, als er schon am Kreuze hing, nahm er die Reue des Diebes entgegen, der zu seinem spottenden Leidensgenossen sagte:
Nicht einmal du fürchtest Gott? Dich hat doch das gleiche Urteil getroffen.
Uns geschieht recht, wir erhalten den Lohn für unsere Taten; dieser aber hat nichts Unrechtes getan.
(Lukas 23,40-41)

Eine Kreuzigung ist ein Moment in dem man furchtbare Qualen erleidet. Tröstene Worte wie Christus sie fand sind da angebracht und sinnvoll. Für eine Diskussion über das Justizpolitische Konzept der Römer schien ihm der Moment ungeeignet, was durchaus verständlich ist.
Und Tatsache : Der Mann hat bereut. SeinemAufstieg ins Paradies stand also nichtsim Wege, was mit der weltlichen Gerichtsbarkeit nichts zu tun hat.


Jesus starb am Kreuze, um für unsere Sünden zu büßen, obwohl er, der er nicht sündigte, das ewige Leben im Himmelreich verdient hat. Er erduldete den Tod, den wir Menschen verdient haben. Wenn aber kein Verbrechen der Todesstrafe würdig ist, wie kommt es dann, dass Jesus für unsere Sünden exekutiert werden konnte? Wenn wir Menschen nicht die Todesstrafe verdient hätten, warum war es dann notwendig, dass Jesus an unserer Stelle gelitten hat um der Gerechtigkeit des VATERS zu genügen?

Hier widersprechen Sie sich selbst. Wenn Verbrecher nämlich Ihrer Meinung nach die Todesstrafe verdienen, und Christus sie aber auf sich genommen hat, warum müssen die Verbrecher dann noch sterben?

Seine Heiligkeit Papst Franziskus hat einmal mehr große Weisheit, Einsicht und Herzensgüte bewiesen. Ich werde im Sommer versuchen, eine Audienz zu besuchen und um seinen Segen in meinem Kampf für das Leben und für GOTT zu bitten.
[b]/b]



Auch ich habe mit unserem Pfarrer gesprochen. Er sagte : Mein Sohn, du hast deine Berufung für das Leben erkannt, bleibe ihr treu, halte deinen Eid, und maße die niemals ein Urteil über einen anderen an, den jeder von uns ist ein Sünder.
In der Predigt sagte er noch : Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein, ist eindeutig. Keiner ist in der Lage den Stein zu werfen. Versuchen wir vielmehr bis zum letzten Augenblick, den Sünder zu bekehren.
Damit wünsche ich Ihnen, Herr Gruber, und allen anderen Brüdernund Schwestern einengesegneten Tag des Herren.


Dem HERRN für seine Langmut und Geduld dankend,
Eduard Anthropos
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Re: Argumente für die Todesstrafe

Beitragvon Antrophos » So 28. Jan 2018, 13:28

Post scriptum:
Ich verstehe nicht warum meine eigenen Worte jetzt auch wie Zitate dastehen,ich wollte eigentlich nur Herr Gruber zitieren. Aber ich bin leider sehr ungeschickt was den Umgang mit Heimrechnern betrifft. Bitte verzeihen Sie mir.
Seufzend ein Buch über Informatik aufschlagend,
Eduard Anthropos
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Re: Argumente für die Todesstrafe

Beitragvon G-a-s-t » Mo 29. Jan 2018, 20:46

Werter Herr Gruber!

Sollte allerdings die Meinung des Heiligen Vaters irgendwann durch die Glaubenskongregation bestätigt werden und Eingang in den Katechismus finden, so würde auch ich, da ich in meiner Wahrheitsliebe kompromisslos bin, von diesem Moment an ein Gegner der Todesstrafe sein und dies ebenso vehement vertreten!


Es ist gut, bestätigt zu wissen, daß Sie an inhaltlichen Überlegungen kaum interessiert sind. Ist das eigentlich bei allen anderen Themen auch so?
Die Warnungen bezüglich einer solchen Einstellung dürften Ihnen bekannt sein:

Eph 4,14f. (Kürzinger)
Nicht mehr unmündige Kinder wollen wir sein, geschaukelt und umhergeworfen von jedem Wind der Lehre im Trugspiel der Menschen, das voll Hinterlist ausgeht auf Täuschung und Verführung. In der Wahrheit wollen wir stehen und in Liebe alles hinwachsen lassen auf ihn, der das Haupt ist, Christus.


Vorteilhaft ist zumindest, daß es uns erspart bleibt, weitere Zeit mit dem Reden über die widerlichsten unter den Verbrechern zu verbringen.


Werter Herr Anthropos!

Einige Schlitzohren haben sich damals anscheinend der Verpflichtung, die Eltern materiell zu unterstützen, entzogen, indem sie das fragliche Vermögen zum Tempelopfer erklärten. Damit haben sie in einem vordergründig buchstäblichen Sinne vielleicht nicht direkt gegen das Gesetz verstoßen (jedenfalls, solange sie das Vermögen wirklich dem Tempel zukommen ließen), aber seinen Geist völlig mißachtet. Darum geht es in Mt 15. So etwas wird oft verständlicher, wenn Sie Parallelstellen mit heranziehen, hier etwa Mk 7,8ff.
Franziskus ist gefährlich, weil er der Friede-Freude-Eierkuchen-Verfälschung des Christentums das Wort redet, und Sie scheinen mir auch für solche Irrlehren recht anfällig zu sein. Das ist jetzt nicht auf das konkrete Thema bezogen. In solchen Fällen kann es recht heilsam sein, mehr im Alten Testament zu lesen.


Mit verbindlichem Gruße
Gast
Micha 6,8
Es ist dir gesagt worden, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir erwartet: Nichts anderes als dies: Recht tun, Güte und Treue lieben, in Ehrfurcht den Weg gehen mit deinem Gott.

Joh 14,6
Niemand kommt zum Vater außer durch mich (Jesus).

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Re: Argumente für die Todesstrafe

Beitragvon Walter Gruber senior » Mo 29. Jan 2018, 23:24

Werter Herr Gast,

G-a-s-t hat geschrieben:Es ist gut, bestätigt zu wissen, daß Sie an inhaltlichen Überlegungen kaum interessiert sind. Ist das eigentlich bei allen anderen Themen auch so?

Da Sie ein ungestümer Idealist sind, scheint Ihnen die Tugend der Demut ganz unbekannt zu sein. Falls die Glaubenskongregation unserer heiligen Kirche nämlich eine Entscheidung treffen sollte, die allen aufgezählten Argumenten, sowie der Logik und der Sittlichkeit zuwiderläuft, so werde ich nicht anstehen, dies zur Kenntnis zu nehmen und fortan als WAHRHEIT zu betrachten.

Es wäre dies naturgemäß schwere Prüfung für mich: beispielsweise in geselliger Runde zu argumentieren, dass es eine gute Idee sei, einen gerichtlich überführten Sauhund über Jahrzehnte am Leben zu erhalten, auf Staatskosten zu verköstigen und zu beschäftigen und ihn gar bei "Guter Führung" wieder auf die Menschheit loszulassen. Beten wir alle, auf dass es nicht so weit kommen möge!!!

Gruß,
Walter Gruber
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Re: Argumente für die Todesstrafe

Beitragvon G-a-s-t » Di 30. Jan 2018, 11:06

Werter Herr Gruber,

der Glaube an die Unfehlbarkeit von Menschen, und sei es aus dem Grund, daß man sicher zu wissen meint, sie sei so uneingeschränkt von Gott geliebt, daß Er sie vor jeglichem Irrtum bewahre, entspringt menschlicher Hybris, welche einer Demut vor Gott aufs Schärfste entgegensteht.

Es wäre dies naturgemäß schwere Prüfung für mich: beispielsweise in geselliger Runde zu argumentieren, dass es eine gute Idee sei, einen gerichtlich überführten Sauhund über Jahrzehnte am Leben zu erhalten, auf Staatskosten zu verköstigen und zu beschäftigen [...]

Dazu muß es auch nicht kommen, denn es steht Ihnen dann ja immer noch frei, darauf aufmerksam zu machen, daß man einen "Betrieb", welchem Billigst-Arbeitskräfte zur Verfügung stehen, die außer Kost, Logis und harter Hand nichts brauchen, wirtschaftlich führen kann, wenn man es nur richtig anpackt.

Mit verbindlichem Gruße
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Micha 6,8
Es ist dir gesagt worden, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir erwartet: Nichts anderes als dies: Recht tun, Güte und Treue lieben, in Ehrfurcht den Weg gehen mit deinem Gott.

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Re: Argumente für die Todesstrafe

Beitragvon Walter Gruber senior » Di 30. Jan 2018, 15:29

Werter Herr Gast,

was Sie Hybris nennen, ist in meinen Augen der Ausdruck größter Bescheidenheit: Die Anerkennung des Umstandes, dass eine jahrtausendealte Gemeinschaft studierter Theologen sich weniger oft irrt als der pensionierte Spediteur Walter Gruber. Ihnen hingegen scheint Ihr Verstand als höchste Autorität zu gelten, sodass Sie in Wahrheit diesen anbeten und nicht den HERRN.

Was die gewinnbringende Verwendung der Schwerverbrecher betrifft, könnten Sie recht haben, da ein solches Dienstverhältnis sich nicht von der bewährten Institution der Sklaverei unterscheiden würde.

Einen schönen Tag wünscht Ihnen
Walter Gruber
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Re: Argumente für die Todesstrafe

Beitragvon Antrophos » Di 30. Jan 2018, 15:54

Werter Herr Gruber,
ich möchte Sie nur darauf hinweisen, dass es das Studium der Theologie noch keine tausend Jahre gibt.
Es grüßt Sie freundlichst,
Eduard Anthropos
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Re: Argumente für die Todesstrafe

Beitragvon Martin Frischfeld » Di 30. Jan 2018, 20:44

Werte Herren,

bei allem Ernst vergisst man leider, daß beinahe jeder Situation auch etwas Komisches abzugewinnen sein kann.
Die lieben Kinder stehen in GOTTes besonderer Gunst, sodaß jene kleinen Blagen oft viel besser mit ernsten Themen umzugehen wissen, als Erwachsene.
Grundsätzlich bin ich dafür, daß Buben im Wald und bei den Tieren spielen, Gören in der Küche und beim Putzen ihre Phantasie ausleben dürfen.
Selten finde ich ein Spielzeug löblich.
Folgendes Exemplar jedoch kann das christliche Gütesiegel "Redlich und empfehlenswert" ohne Zweifel erhalten!

Bild

Schicken Sie Ihre Weiber gleich morgen in das Kaufhaus, um jenes Stück für Ihre Enkel zu sichern, sapperlot! :frech:

Spielzeug für die Enkel ordernd,
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