0 Tage und 8 Stunden seit der letzten Verbannung eines Taugenichts.

Der Muttertag

Singen Sie dem Herrn ein Loblied oder schreiben Sie ein Gedicht und erfreuen Sie damit das keusche Christenherz.
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Martin Berger
Faust Gottes
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Der Muttertag

Beitrag von Martin Berger »

Werte Herren,

am heutigen Muttertag wachte ich, inspiriert vom Heiligen Geist, auf. Sogleich setzte ich mich hin und schrieb die nachfolgenden Zeilen nieder.

Das Leben ist schon eine Plage,
an diesem "tollen" Muttertage.
Viele Weiber denken, es gäbe nichts zu tun,
wollen faul im Bette liegen und ewig ruh'n.

Doch es ist eines Weibes Pflicht,
egal ob Mutter oder nicht,
daß es gehorcht dem guten Manne,
mit Kaffee ihm befüllt die Kanne.

Daß es die Pantoffeln apportiert,
daß es den Mann gescheit frisiert.
Daß es den Boden poliert, bis man sich drin spiegeln kann,
ja, all das tut ein ordentlich' Weib für Vater oder Ehemann.

Ein "Muttertag" muß doch wirklich nicht sein,
eine Abschaffung dieses Unsinns wäre auch nicht gemein,
denn egal ob einem der HERR schenkt Kummer oder Plag',
ist man Mutter, ist man dies doch an jedem Tag.

Und außergewöhnliches leisten Mütter wahrlich nicht,
sie tun nur ihre Arbeit, nur die vom HERRn gewollte Pflicht.
Doch darüber hinaus, das wissen die meisten,
können Weiber und Mütter nur wenig leisten.


Als einzig ehrenwertes Mutterweib Maria, die Mutter unseres Heilands, sehend,
Martin Berger
Der Friede sei mit euch.

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Engelbert Joch
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Re: Der Muttertag

Beitrag von Engelbert Joch »

Sehr geehrter Herr Berger,
Wahrlich, Ihnen ist, wie immer, ein lyrisches Meisterwerk gelungen, zeigt es doch sinnbildlich, dass Weiber, ob sie denn Mutter oder Eheweib sind, demütig ihr niederes Werk verrichten sollen als sich der Sünde von Stolz oder Ähnlichem hingeben.

Das Grab seiner Mutter besuchend, um es verächtlich eines Speichelklumpens zu würdigen.
Engelbert Joch
Im Katholizismus und im Kaiserreich liegt die Zukunft Europas!

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Walther Zeng
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Re: Der Muttertag

Beitrag von Walther Zeng »

Werter Herr Berger,

ich darf Herrn Joch diesbezüglich aus vollstem Herzen zustimmen,
es ist ein lyrisches Meisterwerk, was Sie uns und der gesamten Welt geschaffen haben.
Ihr Einverständnis voraussetzend, will ich es sofort mit Feder und Tinte in altdeutscher Schrift
auf ein extra starkes Blatt Papier im Formate A2 schreiben, um es eingerahmt im Wohnzimmer
aufzuhängen.

In Gedenken an meine Mutter und mein leider schon von mir gegangenes Eheweib habe ich
heute morgen eine Erdbeertorte nach altem Familienrezept gemacht.
Ich werde sie heute Nachmittag bei Kaffee und Rum genießen.

Dem Muttertag die genußvollen Momente abgewinnend
Walther Zeng
"Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen," AT Mose 3/19

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Hinrich Hammerschmidt
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Re: Der Muttertag

Beitrag von Hinrich Hammerschmidt »

Werter Herr Berger,

nach dem Lesen Ihres grandiosen Werkes sank ich sogleich in die Knie und rief mit letzter Kraft ein Vaterunser gen Himmel.
Ihre Zeilen zum unredlichen - und übrigens von den Schergen des verbrecherischen Gefreiten Herrn Schicklgruber geförderten - „Muttertag“ sind ohne Zweifel von nun an in einer Reihe zu nennen mit den größten Werken der Weltliteratur.

Zur Feier des Tages ein neues Vorhängeschloss an der Halskette des Eheweibes anbringend,
Hinrich Hammerschmidt
„Wenn ich höre, alles andere habe vor dem Schutz von Leben zurückzutreten, dann muss ich sagen: Das ist in dieser Absolutheit nicht richtig“
Wolfgang Schäuble, 2020

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Martin Berger
Faust Gottes
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Re: Der Muttertag

Beitrag von Martin Berger »

Werte Herren,

ich bedanke mich für die positiven Zurückfütterungen und freue mich, daß Ihnen mein neues Dichtwerk so gut gefällt. Des unnötigen Muttertags wegen hätte sich das Aufstehen nicht gelohnt, doch Ihre Zustimmungen machen mir Mut zu mehr. :kuehl:
Walther Zeng hat geschrieben:Ihr Einverständnis voraussetzend, will ich es sofort mit Feder und Tinte in altdeutscher Schrift
auf ein extra starkes Blatt Papier im Formate A2 schreiben, um es eingerahmt im Wohnzimmer aufzuhängen.
Werter Herr Zeng,

selbstverständlich dürfen Sie dies. Könnten Sie vielleicht auch für die umliegenden Schulen, welche ja nun bald wieder öffnen werden, ein paar Echsemplare ausdrucken, damit den verkommenen Fratzen klar wird, welchen Stellenwert das Weib in unserer Gesellschaft hat?

Still der längst verstorbenen Mutter gedenkend,
Martin Berger
Der Friede sei mit euch.

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Walther Zeng
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Re: Der Muttertag

Beitrag von Walther Zeng »

Werter Herr Berger,

nun dann will ich mal gleich am Montag in den Kaufladen für Büromaterial gehen,
um mir für den Drucker die passende Tinte zu kaufen.

Das Papierformat A4 Schriftart Arial sowie Schriftgröße 14 sollten für diesen Zweck ausreichend sein.
Ich werde auch nicht vergessen, ein Bündel Bambusstäbe mitzunehmen, um die noch verbliebene Lehrerschaft
damit auszustatten.

Werter Herr Hammerschmidt,

mir war bisher gänzlich unbekannt, welcher Zusammenhang zwischen Schickelgrubers jungen Herrn
und dem Muttertage besteht. Ich habe aber das Gefühl, daß unsere staatlichen Medien mehrheitlich
den heutigen Tag mit recht positiven Gedanken verknüpfen und daß das Bundespresseamt deswegen
heute nicht in erhöhter Arbeitsbereitschaft ist.

Ein erstes Stück Erdbeertorte auf den Teller hebend
Walther Zeng
"Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen," AT Mose 3/19

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Hinrich Hammerschmidt
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Re: Der Muttertag

Beitrag von Hinrich Hammerschmidt »

Werter Herr Zeng,

meinem bescheidenen Wissen nach waren es tatsächlich die Nazis, die den Muttertag völlig überflüssigerweise in den Rang eines gesetzlichen Feiertages hoben. Ganz so, als ob man einem Weib dafür danken müsste, daß es das tut, was ohnehin seine naturgegebene Aufgabe ist.
Hätte der Gefreite noch ein paar Jahre mehr gehabt, vermutlich gäbe es heute auch einen „Schülertag“ oder gar einen „Herumlungerertag“, was aber natürlich beinahe auf dasselbe hinausliefe.

Kopfschüttelnd,
Hinrich Hammerschmidt
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Walter Gruber senior
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Re: Der Muttertag

Beitrag von Walter Gruber senior »

Werter Herr Berger,

ich muss an dieser Stelle an das Vierte Gebot erinnern:
Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit du lange lebst in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt.

(Exodus 20,12)
Somit ist es allen jungen Leuten von Gott selbst vorgeschrieben, die Mutter zu ehren! Es ist hier durchaus angebracht, dass die Jugend sich wenigstens an einem Tag im Jahr darauf besinnt, dankbar zu sein, wie sie es ja auch am Vatertage gefälligst zu tun hat.

Der eigenen abgearbeiteten Mutter gedenkend,
Gruber Walter
Auch ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er eine besonders wertvolle Perle fand, verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte sie. (Matthäus 13, 45-46)

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Walther Zeng
Brettalkoholiker
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Re: Der Muttertag

Beitrag von Walther Zeng »

Werte Herren,

nun ist ja dieser Muttertag schon fast vergessen und im Rahmen der Lockerungspolitik
ist ja wieder einiges möglich.
Gott hat uns heute einen wundervollen Tag geschenkt.
Sofort habe ich die Schutzkleidung samt Filter und Schutzbrille abgelegt und mich zu einem Besuch bei meiner töften Nichte selbst eingeladen. Nach einem ausgiebigen Mittagsmal und dem folgenden Kaffee mit Torte und Pralinen ging es an den Rhein zum Anbaden.
Selbstverständlich haben wir die gebotenen Mindestabstände eingehalten und wir haben unsere traditionelllen Schwimmanzüge getragen, um nicht den dicken Bullterrier der Altbrucker Ehrenpolitesse nicht zu erschrecken.

Zu einem Abendspaziergang aufbrechend
Walther Zeng
"Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen," AT Mose 3/19

Seman
Brettgast mit Maulkorb
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Registriert: Mi 20. Mai 2020, 14:16

Re: Der Muttertag

Beitrag von Seman »

Joooo alles klar man. Zu wild HRRrrrr. Das ist absolut erniedrigend für jede Frau. Frauen sind keine Sklaven des Mannes.

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Franz-Joseph von Schnabel
Ochsenbauer
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Registriert: Mi 20. Okt 2010, 16:46

Re: Der Muttertag

Beitrag von Franz-Joseph von Schnabel »

Knabbub Seemann,

selbstverständlich nicht.

Ein Sklave kostet Geld, ein Weib bringt Mitgift in die Ehe.

Wahre Warenwerte kennend,
Schnabel

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