1 Tag und 0 Stunden seit der letzten Verbannung eines Taugenichts.

Winterspaziergang durch die Stadt

Singen Sie dem Herrn ein Loblied oder schreiben Sie ein Gedicht und erfreuen Sie damit das keusche Christenherz.
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Hinrich Hammerschmidt
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Winterspaziergang durch die Stadt

Beitrag von Hinrich Hammerschmidt »

Werte Gemeinde,

nach meinem heutigen Abendspaziergang kamen mir folgende Zeilen in den Sinn, ich hoffe, sie gefallen Ihnen.


Winterspaziergang durch die Stadt

Gehe ich spazieren durch die schnafte Winterzeit,
denke ich an Weihnachten, bald ist es ja soweit.
Doch sapperlot, der Pöbel stört die redlichen Gedanken,
so weise ich heut einige der Lumpen in die Schranken:

Tagediebe, Faulenzer und juvenile Gören
können nun das Zischen meines neuen Rohrstocks hören.
Huren, Freier, Klebstoffspritzer, Homosechsuelle -
find ich meinen Rohrstock nicht, dann gibt‘s was mit der Kelle.

Satanisten, Felser und auch Juraprofessoren -
treff ich einen, pack ich ihn und zieh ihm lang die Ohren.
Zugedröhnte Hanfgiftschnüffler, die blasphemisch fluchen,
komme ich bei Zeiten mit dem Dreschflegel besuchen.

Oh wie schön die Ruhe klingt, die Wohnung hat mich wieder,
aus dem Grammophon da klingen christlich-keusche Lieder.
Lediglich das Klappern meines Weibes aus der Küche
untermalt des Abendessens köstliche Gerüche.
„Wenn ich höre, alles andere habe vor dem Schutz von Leben zurückzutreten, dann muss ich sagen: Das ist in dieser Absolutheit nicht richtig“
Wolfgang Schäuble, 2020

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Hinrich Hammerschmidt
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Re: Winterspaziergang durch die Stadt

Beitrag von Hinrich Hammerschmidt »

Werte Gemeinde,

nach dem Schreiben der letzten Strophe brach ich altersbedingt vor Erschöpfung zusammen. Untröstlich stellte ich gerade fest, daß ich keine redliche Grußformel verfasste!

Den HERRN und die Gemeinde um Vergebung bittend,
Hinrich Hammerschmidt
„Wenn ich höre, alles andere habe vor dem Schutz von Leben zurückzutreten, dann muss ich sagen: Das ist in dieser Absolutheit nicht richtig“
Wolfgang Schäuble, 2020

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Martin Berger
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Re: Winterspaziergang durch die Stadt

Beitrag von Martin Berger »

Werter Herr Hammerschmidt,

Ihr Gedicht ist von höchster Güte. Kein Wunder also, daß Sie nach diesem poetischen Kraftakt zusammenbrachen, um am Boden liegend dem HERRn dafür zu danken, daß Ihnen gelang, was Sie sich vorgenommen haben. Halleluja! :kreuz1:

Applaudierend,
Martin Berger
Der Friede sei mit euch.

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Hinrich Hammerschmidt
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Re: Winterspaziergang durch die Stadt

Beitrag von Hinrich Hammerschmidt »

Hochgeehrter Herr Berger,

wie Recht Sie doch haben! Und wie gut, daß Sie daran erinnern, daß jede Zeile, jedes Wort, ja jeder Buchstabe, den wir zu Papier bringen, von, durch und zugleich für GOTT unsern HERRn ist.
Wie könnte je ein Gedicht, sei es auch nur ein kurzes und bescheidenes wie das meine, ohne die Hilfe des HERRn verfasst werden? Es käme nur wertloses Gestammel wie der unknorke Dadaismus dabei herum. Auch den dumpfen Schlag meines Kopfes auf den Dielenboden nehme ich als SEIN Geschenk war.

Den Hinterkopf mit einem nassen Waschlappen kühlend,
Hinrich Hammerschmidt
„Wenn ich höre, alles andere habe vor dem Schutz von Leben zurückzutreten, dann muss ich sagen: Das ist in dieser Absolutheit nicht richtig“
Wolfgang Schäuble, 2020

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Martin Berger
Faust Gottes
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Re: Winterspaziergang durch die Stadt

Beitrag von Martin Berger »

Werter Herr Hammerschmidt,

die meisten Menschen, unter ihnen wohl auch viele nicht ganz so fromme Christen, denken und danken dem HERRn nur, wenn es ihnen gut geht. Doch gerade auch im Schmerz sind wir mit dem HERRGOTT verbunden, sandte er uns doch einst seinen Sohn, damit dieser erst für uns leiden und hernach unsere Sünden auf sich nehmen konnte. Und dies alles deshalb, damit wir armen Sünder einen Eintrag im Buche des Lebens erhalten und dereinst vor der ewigen Verdammnis gerettet werden können.

Als guter Christ nehmen Sie, werter Herr Hammerschmidt, hin, was der HERR Ihnen schenkt. Seien es Eingebungen beim Verfassen eines Gedichts, seien es Zusammenbrüche, seien es Schmerzen. Vor Freude weinend denke ich an meine ersten Lebensjahre zurück, in denen mir mein Großvater Jakobus lehrte, daß kein Schmerz groß genug ist, um dem HERRn nicht dafür dankbar sein zu können.

Eine Geschichte von früher, die im Grunde der HERR schrieb:

Der gütige GOTT prüfte meinen redlichen Großvater mehrmals, indem er sein Bein brechen ließ. Trotzdem trug er einst mich und meine Brüder Joseph, Jeremias und Sebastian wochenlang durch den meterhohen Schnee in die Kirche, obwohl sein Bein gebrochen war. Wir selbst, damals noch halbwüchsige Lausbuben, vermochten uns nicht durch die Schneemassen zu kämpfen.

Bedenkt man, daß uns der HERR wohl ernährte, wogen wir damals zusammen wohl an die 120 Kilogramm, sodaß ein immenses Gewicht, zusätzlich zum Eigengewicht meines Großvaters, auf dem gebrochenen Bein lastete. Dies hielt ihn jedoch nicht davon ab, uns Kinder sicher in die Kirche zu bringen, wenngleich er mehrmals, unserem Erlöser mit dem Kreuze gleich, unter unserer Last zusammenbrach. Umso höher ist es ihm anzurechnen, daß er immer wieder aufstand und mit uns weiter durch den Schnee stapfte, während er, wohl auch um sich von den schrecklichen Schmerzen abzulenken, dem HERRn Loblied um Loblied sang. :kreuz1:

Sie sehen: Auch in Leid und Schmerz ist man unserem HERRn und Erlöser sehr nahe. :kreuz1:


Dem HERRn sei dafür gedankt, was immer er uns auch schenken mag.

Amen! :kreuz1:

In Erinnerungen schwelgend,
Martin Berger
Der Friede sei mit euch.

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Walther Zeng
Stammgast
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Re: Winterspaziergang durch die Stadt

Beitrag von Walther Zeng »

Meine Herren,
zutiefst gerührt las ich soeben die von Ihnen anschnur gebrachten Zeilen.
Dies zeigt mir doch wieder, daß wir Menschen doch zutiefst gottesfürchtige Wesen sind.

Die Tränen aus den Augen wischend
Walther Zeng
"Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen," AT Mose 3/19

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Der Diener
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Re: Winterspaziergang durch die Stadt

Beitrag von Der Diener »

Werte Herren,

Ich bin äußerst dankbar dafür, dass ich dieses Gedicht lesen durfte. Möge der HERR Ihnen weiterhin Kraft für ihre Werke geben!

Berührt
Der Diener

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Christ Cornelius
Stammgast
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Re: Winterspaziergang durch die Stadt

Beitrag von Christ Cornelius »

Werter Herr Berger,

wahrlich sind Ihre Worte wahr. Indem uns der HERR Leiden auferlegt gibt er uns eine schriftliche Bestätigung dafür, dass wir arme Sünder sind. Denn wer käme auf die Idee sich als verachtenswertes Individuum anzuerkennen, wenn die Welt nur schön und unbeschwert wäre ? Leiden sind also Hilfen zur Selbsterkenntnis und zur Abtötung sündhafter Persönlichkeitsanteile gedacht.

Mit dieser Vorgehensweise erweist uns der HERR sogar weit mehr Gnade als Ihr ehrenwerter Großvater Jakobus, der wohl selbst mit nackten Füßen kilometerweit im Schnee zum nächsten Gotteshaus gewandert wäre, damit Sie und Ihre Brüder am Gottesdienst teilnehmen können.

Dem HERRN wegen täglich geschenkter Trübsal dankend
Christ Cornelius

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