0 Tage und 11 Stunden seit der letzten Verbannung eines Taugenichts.

Kleines Gedicht zum November

Singen Sie dem Herrn ein Loblied oder schreiben Sie ein Gedicht und erfreuen Sie damit das keusche Christenherz.
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Hinrich Hammerschmidt
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Kleines Gedicht zum November

Beitrag von Hinrich Hammerschmidt »

Werte Brettgemeinde,

bisher übte ich mich im Verborgenen in christlicher Lyrik, nun möchte ich Ihnen einen meiner dichterischen Gehversuche präsentieren:

November;
November ist ein schnafter Monat,
hier zeigt sich GOTTes Jahreslohn.
Nur Weiber, Jugend, Satanisten
ergehen sich in Depression.

Der wahre Christ lässt sich nicht gehen,
nur weil die Tage kürzer werden,
erst wenn wir auch im Dunkeln beten,
sinkt Redlichkeit herab auf Erden.

Die Bibel lesen kann man auch
bei Kerzenschein und Minusgrad,
so wird von innen dich erwärmen
die Kunde von HERRn Jesu Pfad.

Will dich ein Ketzter aber beugen,
und deinen festen Willen brechen,
sollst du ihn redlich überzeugen,
lass dazu deinen Rohrstock sprechen!

Auf daß fortan auch das Gesindel,
statt rumzujammern bitterlich,
das Haupte senkt zum Vaterunser;
November, oh ich preise dich!

Den Frühtau auflesend
Hinrich Hammerschmidt

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Rotzbengel Rüdiger
Löblicher Internatsknabe
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Re: Kleines Gedicht zum November

Beitrag von Rotzbengel Rüdiger »

Herr Hammerschmidt,

naja, an der Metrik müssen Sie noch arbeiten. Ich habe das Gedicht meinem Deutschlehrer gezeigt, und er gibt Ihnen eine runde 4. In Fachkreisen frecher Knaben nennt man so etwas ausreichend, ei.

Apfelsaft trinkend,
Rotzbengel Rüdiger
Tu das nicht, laß das sein, faß das nicht an. - so spricht der Vater, denn Zensur ist gut für Knabbub und Göre.

Im Übrigen bin Ich der Auffassung, daß das Internetz abgeschaltet gehört.

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Hinrich Hammerschmidt
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Re: Kleines Gedicht zum November

Beitrag von Hinrich Hammerschmidt »

Werter Herr Rotzbengel Rüdiger,

es ehrt und freut mich, dass meine Zeilen aus so berufenem Munde bewertet werden und ich möchte Sie bitten, Ihrem ehrenwerten Herrn Deutschlehrer meinen Dank für diese strenge aber aufrichtig Zurückfütterung auszurichten.
Ich nehme diese zum Ansporn, besser zu werden!

Alte Schulhefte vom Dachboden holend
Hinrich Hammerschmidt

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Martin Berger
Faust Gottes
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Re: Kleines Gedicht zum November

Beitrag von Martin Berger »

Herr Hammerschmidt,

im Internat zu Pirschsmitte benotet man gestreng, um die juvenilen Taugenichtse zu Höchstleistungen anzuspornen. An einer Waldorf-, Montessori- oder Sonderschule, an einer Schule also, die keine Ansprüche hat und stellt, wären Sie mit einem römischen Einser und einem goldenen Sternchen belohnt worden. Nehmen Sie es also dem Rotzbengel Rüdiger und auch seinem Lehrer nicht übel, daß er ein gar so hartes Urteil fällte. Ich fand Ihr Gedicht gar nicht mal so schlecht. Es begann im wahrsten Sinne des Wortes etwas deprimierend, doch spätestens bei

Die Bibel lesen kann man auch
bei Kerzenschein und Minusgrad,
so wird von innen dich erwärmen
die Kunde von HERRn Jesu Pfad.


hatten Sie mich überzeugt. :kreuz1:

Weitere Gedichte von Ihnen erwartend,
Martin Berger
Der Friede sei mit euch.

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Martin Frischfeld
Redlicher Lyriker
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Re: Kleines Gedicht zum November

Beitrag von Martin Frischfeld »

Werter Herr Hammerschmidt,

weiter so!

Angenehm überrascht,
Martin Frischfeld

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Eichenherz
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Re: Kleines Gedicht zum November

Beitrag von Eichenherz »

Werter Herr Hammerschmidt,

welch töftes Gedicht Sie uns hier präsentiert haben!
Der HERR höchstpersönlich muss Ihre Feder geführt haben, unser aller November zu versüßen!

In melancholischer Nachdenklichkeit nickend,
Helmut Eichenherz
Wer seine Rute schont, der hasst seinen Sohn. Wer ihn liebt, sollte ihn schon von klein auf züchtigen. (Spr 13,24)

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Kurat Orium
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Re: Kleines Gedicht zum November

Beitrag von Kurat Orium »

Herr Hammerschmidt,

man erkennt gleich, daß Sie sich Mühe gegeben haben, um die Welt und den HERRn zu erfreuen. Selbst einen Rohrstock konnten Sie einbauen, da hüpft mein Herz vor Wonne!

Die Herztabletten in der Schublade sucht

K.O.
Kommt, versammelt euch zu dem großen Mahl Gottes
und eßt das Fleisch der Könige und der Hauptleute und das Fleisch der Starken und der Pferde und derer, die darauf sitzen, und das Fleisch aller Freien und Sklaven, der Kleinen und der Großen! -Offenbarung 19;17f

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Hinrich Hammerschmidt
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Re: Kleines Gedicht zum November

Beitrag von Hinrich Hammerschmidt »

Werte Herren Berger, Frischfeld, Eichenherz und Orium,

meine Freude angesichts Ihrer Zurückfütterung ist unbeschreiblich, dichtete ich doch bisher im stillen Kämmerlein und nur für den HERRn.
Ich danke Ihnen und versichere Ihnen, daß dies nicht das letzte Gedicht zu Ehren unseres HERRn war.

Sich zur Feier des Tages ein Gläschen Klosterfrau genehmigend,
Hinrich Hammerschmidt

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Walter Gruber senior
Kommerzialrat
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Re: Kleines Gedicht zum November

Beitrag von Walter Gruber senior »

Geschätzter Herr Hammerschmidt,

ich schließe mich den Gratulanten an! Unser Herr Pfarrer wird am kommenden Sonntage ein paar Passagen aus Ihrem schönen Machwerk zitieren, um die Gemeinde in diesen trüben Tagen aufzurichten. Sie sind fürwahr ein begabter Literat!

Das Gedicht auswendig lernend,
Walter Gruber
Auch ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er eine besonders wertvolle Perle fand, verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte sie. (Matthäus 13, 45-46)

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Hinrich Hammerschmidt
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Re: Kleines Gedicht zum November

Beitrag von Hinrich Hammerschmidt »

Werter Herr Gruber Senior,

das Lesen Ihrer Nachricht dauerte eine halbe Ewigkeit, musste ich doch nach nahezu jedem Wort beschämt und gerührt das Haupt senken und ein Gebet sprechen.

Dankbarkeit empfindend,
Hinrich Hammerschmidt
„Wenn ich höre, alles andere habe vor dem Schutz von Leben zurückzutreten, dann muss ich sagen: Das ist in dieser Absolutheit nicht richtig“
Wolfgang Schäuble, 2020

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