0 Tage und 4 Stunden seit der letzten Verbannung eines Taugenichts.

Frischfeld'sche Kindermärchen FKM IV: Vom Neuen und Alten

Singen Sie dem Herrn ein Loblied oder schreiben Sie ein Gedicht und erfreuen Sie damit das keusche Christenherz.

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Martin Frischfeld
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Frischfeld'sche Kindermärchen FKM IV: Vom Neuen und Alten

Beitragvon Martin Frischfeld » Fr 9. Aug 2019, 16:09

Werte Herren,

ich war zuletzt bei meinen verkommenen Neffen zu Besuch. Das verdammte Kinderzimmer (hatten wir früher nicht!) quoll über vor Spielsachen (hatten wir früher ebenfalls nicht). Ich war schockiert. :hinterfragend: Meine Kinder hatten so gut wie keine Spielsachen. Ich habe mir dies aber zum Anlaß genommen, aufklärerisch sowohl auf Eltern als auch Kinder einzuwirken.

Es knarzt das Holz, es berst' der Schrank
Kistenweise Spielzeug Richtung Boden sank

Kindlein, Kindlein, dein Zimmer platzt ja fast
weil du so viele Spielsachen hast

Doch gibst dem Hund die Schuld, dass er sich am Testikel schleckt?
Aha! Die Schuld der Eltern bleibt hier meistens unentdeckt

Zwischen Hoch und Tief der grauen Bureaugebäude
Arbeiten die Eltern meist mit wenig Freude

Und dort im grauen Wald, wo Häuser lange Schatten schlagen
Möchte ich beginnen anzuklagen

Die Papierchen haben Zahlen und bunte Farben
Man sagt, die einen mögen's besonders, diese Schwaben

Vom Gelde das auf den heimischen Konten liegt
Die Redlichkeit recht wenig sieht

Die Neonleuchten brennen dem lieben Christe im Gesicht
Schnell, braucht einen Eimer, in den er sich erbricht

Fritzis Eltern aber finden viel Gefallen
An den Waren dieser Hallen

Täschlein, Täschlein, tu dich auf
Die Schilder schreien nur "Verkauf!", "Verkauf!"
(unredl.: Sale)

Taschenmonster, Zappelspinner, Kraftwaldwächter (unredl: Power Rangers)!
Wechseln den Besitzer unter Teufels hallendem Gelächter

Zuhause stopft das Kind sich voll mit Schund
Stopft Nutellabrot und Klebergift in seinen Mund

Dann wird gespielt mit den neuen Spielesachen
Und wieder hört man leis des Teufels Lachen

Lernen wird's der Fritzi nimmermehr
Und auch die Eltern nur noch schwer

Daß es Spaß machen kann will ich wohl meinen
Als wir früher spielten mit Stock und Steinen

Ja, nach dem Kriege gab es gar
Patronenhülsen wunderbar

Der Peter fand sogar mal einen Granatenstift
Und auch die Granate, weshalb man ihn heut nimmer trifft

Also, Kinder, werft den Müll gleich auf den Scheiterhaufen
Und bittet eure Eltern euch schnell zu taufen

Denn gänzlich außer Frage steht,
Daß Spielkonsum den HERRn bös schmäht
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Re: Frischfeld'sche Kindermärchen FKM IV: Vom Neuen und Alten

Beitragvon Martin Berger » Fr 9. Aug 2019, 16:31

Werter Herr Frischfeld,

einmal mehr gelang Ihnen ein Meisterwerk, einmal mehr ventiliere ich Ihnen deswegen. Es wäre nachgerade ein Schande, wenn nicht gar eine Sünde, wenn die Frischfeld'schen Kindermärchen dereinst nicht in Buchform erscheinen würden. Ein treusorgender junger Vater, der womöglich selbst keine christliche Erziehung genießen durfte, ist doch hilflos überfordert, kennt er doch die Tücken und Fallen des schwefeligen Höllenbruders mit den pelzigen Klauen nicht. Paßt man nicht auf, ist nicht nur der Vater bald rettungslos verloren, sondern ebensoschnell das Kindlein.

Um die Gefahr der falschen Erziehung abzuwenden, wäre es wohl nicht verkehrt, wenn werdenden Eltern der Erwerb Ihres Buches vorgeschrieben wird. Um die Eltern aber nicht zu sehr zu belasten, könnte man dafür ein paar nutzlose Impfungen streichen, die ohnehin nichts helfen, weil der HERR jeden erkranken läßt, geimpft oder nicht, den er erkranken lassen will.

In Vorfreude auf eine handsignierte Erstausgabe Ihrer gesammelten Werke,
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Re: Frischfeld'sche Kindermärchen FKM IV: Vom Neuen und Alten

Beitragvon Martin Frischfeld » Fr 9. Aug 2019, 22:42

Martin Berger hat geschrieben:Um die Gefahr der falschen Erziehung abzuwenden, wäre es wohl nicht verkehrt, wenn werdenden Eltern der Erwerb Ihres Buches vorgeschrieben wird.


Werter Herr Berger,

ohne eitel klingen zu wollen: definitiv. Im Übrigen kam ich gerade erst wieder richtig zu mir, wandelte ich doch bisher benommen durch den Garten ob Ihrer schmeichelnden Worte.
Indes müssen zuvor noch viele weitere Werke hervorgebracht werden. Es könnte sich hier auch anschicken, einige Prosawerke einzufügen, um die Dinge etwas breiter und ernster ansprechen zu können.
Zur vollständigen Redlichmachung dummer Eltern wäre indes die Sammlung aller geschätzter Goldstücke der Arche vonnöten. Es gibt ja auch zuhauf Berger'sche Bonmots, die hier über das gesamte Brett versteht sind und nicht weniger wichtige wie eingängige Botschaften enthalten. Auch dies muß gewürdigt werden.

Sich tief verneigend,
Martin Frischfeld

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Re: Frischfeld'sche Kindermärchen FKM IV: Vom Neuen und Alten

Beitragvon Martin Berger » Fr 9. Aug 2019, 23:53

Martin Frischfeld hat geschrieben:Zur vollständigen Redlichmachung dummer Eltern wäre indes die Sammlung aller geschätzter Goldstücke der Arche vonnöten.

Werter Herr Frischfeld,

was spräche dagegen? Der Zwangserwerb Ihrer Märchensammlung schließt ja nicht aus, daß werdene Eltern auch zum Kauf anderer Werke verpflichtet werden sollten. Sappradi! Seitens der Politik gäbe es sicherlich keinen Einwand gegen diese überaus schnafte Idee, würde sich der Staat doch Unsummen für Zuchthäuser und Irrenanstalten sparen, wenn junge Eltern und deren Kinder von Anfang an auf dem Weg der Redlichkeit begleitet werden würden. Mir kommen jetzt schon Freudentränen, wenn ich daran denke, wie ein liebender Vater, staatlich verordnet, seinem Sohn Ihre Märchen vorlesen muß oder zu Weihnachten verpflichtend die Neufassungen schnafter Weihnachtslieder gesungen werden müssen.

Und was den Rest betrifft: Es wäre sicher zielführender, wenn sich die Kindlein in der Schule den Lyrikbereich der Arche vornehmen müßten, anstatt stümperhafte Werke wie Schillers "Die Kraniche des Ibikus" oder Goethes ödes "Lied von der Glocke" zu lesen. Pädagogisch überaus wertvoll sind beispielsweise Herrn Asfaloths Warnung vor dem Alkohol, Herrn Donnerbuschs Jubelgedicht über den Sittenwart oder Herrn Grubers Kurzgedicht Die Satanisten. Unzählige Kindlein könnten vor der Verdammnis gerettet werden.

Hoffnungsfroh in die Zukunft blickend,
Martin Berger
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