0 Tage und 1 Stunde seit der letzten Verbannung eines Taugenichts.

Horrend, wie die Zeit verrinnt...

Singen Sie dem Herrn ein Loblied oder schreiben Sie ein Gedicht und erfreuen Sie damit das keusche Christenherz.

Moderator: Brettleitung

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Weib Edelgard
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Horrend, wie die Zeit verrinnt...

Beitragvon Weib Edelgard » Mo 25. Mär 2019, 21:59

Werte Gemeinde,

So mein Gatte es erlaubt, bin ich ab und an auch mal geistig beschäftigt. Natürlich erst, wenn alle Arbeit getan ist, aber da ich ein fleißiges Weib bin, habe ich abends ab und zu ein paar Minuten der Ruhe und Einkehrung. Darf ich Ihnen mein erstes Werk vorstellen?

Horrend, wie die Zeit verrinnt,
flugs ein neues Jahr beginnt.
Und wir werden alt und älter,
unser Atem immer kälter.
Und der Körper ganz am Rande,
ist zu nichts mehr noch imstande.

Warum soviel Zeit verschwenden?
Lass uns eilends es beenden.
Seichter Windhauch leise weht,
und die Seele leise fleht.
Bald die Seele ist weit fort,
droben an 'nem bess'ren Ort.



Amen
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Re: Horrend, wie die Zeit verrinnt...

Beitragvon Martin Berger » Di 26. Mär 2019, 20:03

Weib Edelgard,

Ihr Gedicht, bei welchem Ihnen offensichtlich Ihr Ehemann den Großteil der Denkleistung abnahm, ist gar nicht so schlecht. Zu bemängeln gibt es allerdings folgendes:
Weib Edelgard hat geschrieben:Darf ich Ihnen mein erstes Werk vorstellen?

Wieso fragen Sie nach, warten dann aber die Antwort nicht ab, sondern stellen rotzfrech Ihr Werk vor? Sapperlot, hat Ihnen Ihr Ehemann kein Benehmen beigebracht? :hinterfragend:

Verärgert ob Ihres frechen Verhaltens,
Martin Berger
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Re: Horrend, wie die Zeit verrinnt...

Beitragvon Martin Frischfeld » Di 26. Mär 2019, 23:26

Weib Edelgard hat geschrieben:droben an 'nem bess'ren Ort.



Werte Herren, Weib Edelgard,

ich schließe mich den Ausführungen Herrn Bergers an.

Darüber hinaus will ich noch die oben zitierte Stelle aus dem Gedicht scharf rügen! Was ist das denn für eine Gossensprache, Weib Edelgard? Wo in Himmels Namen haben Sie sich einen solchen Jargon bloß angeeignet...

An Ihrer Redlichkeit zweifelnd,
Martin Frischfeld

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Re: Horrend, wie die Zeit verrinnt...

Beitragvon Weib Edelgard » Mi 27. Mär 2019, 00:58

Ehrwürdige Herren,

Was denken Sie von mir? Warum so viel Misstrauen? Ich bin zwar nur ein dummes Weib, aber auch manch ein Weib hat so seine lichten Momente, besonders wenn Weib wie ich!

Für die Kritik danke ich Ihnen!
Sie haben natürlich Recht, was die letzte Zeile betrifft. Eine Zumutung für die Augen und Verschandelung der deutschen Sprache ist das! Meine Augen bluten ebenfalls. Bitte verzeihen Sie! Sie sind löbliche Männer und können mir freilich einen viel besseren Vorschlag für die letzte Zeile machen. Die vierhebigen Jambusse (Jamben?) ziehen sich durch das gesamte Gedicht, folglich muss für einen töften Klang auch in der letzten Zeile ein vierhebiger Jambus enthalten sein. Leider weiß ich auch nicht die Übersetzung für das unredliche Wort Jambus, bitte benutzen Sie Gockel, wenn Sie nicht wissen, was das ist.

Geehrter Herr Berger,
Natürlich, Sie haben Recht! Was habe ich mir nur dabei gedacht? Wo hatte ich mein Gehirn? Das wenige Gehirn, was eine Frau noch hat, versteht sich. Ich habe mich gerade für dieses Vorgehen schwer züchtigen lassen, mein gelobter Gemahl war sehr sehr streng zu mir.

Um Vergebung bittend
Es werde Licht!

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Re: Horrend, wie die Zeit verrinnt...

Beitragvon Martin Frischfeld » Mi 27. Mär 2019, 16:58

Weib Edelgard hat geschrieben:Sie sind löbliche Männer und können mir freilich einen viel besseren Vorschlag für die letzte Zeile machen.


Weib Edelgard,

als nächstes dürften die Herren hier wohl auch Ihre Diele wischen und die Kleider waschen?
Setzen Sie sich gefälligst auf Ihr weibliches Schmutzgefäß und korrigieren Sie Ihr Gedicht!

Zurechtweisend,
Martin Frischfeld


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