0 Tage und 7 Stunden seit der letzten Verbannung eines Taugenichts.

Der Kastrat

Singen Sie dem Herrn ein Loblied oder schreiben Sie ein Gedicht und erfreuen Sie damit das keusche Christenherz.

Moderator: Brettleitung

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Martin Frischfeld
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Der Kastrat

Beitragvon Martin Frischfeld » Do 23. Aug 2018, 21:31

Werte Herren, begabte Knaben nicht älter als zehn Jahre,

diverse Themen in der Arche erhalten kaum die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Der Kirchenchor ist eine löbliche Institution. Da Weiber diesen aber nach der heiligen Schrift fernzubleiben haben, muß ein Ersatz für höhere Stimmlagen gefunden werden. Als Arzt bin ich natürlich Feuer und Flamme für operative Eingriffe im Sinne einer Verbesserung unserer aller Leben. :kreuz1:

Lesen Sie mehr über die Kastration im Arche-Brett!

Mit den folgenden Zeilen schicke ich Sie zu Bett, auf daß Sie von löblichstem Kastratengesang träumen.

Kurz vor 10 Sonntag früh, die Kirchenglocken klingen
Und auch der Chor will bald ein Liedchen singen
Doch der Sangesmännern tiefe Stimmen
Lassen die Kirchgänger kaum vom Bänklein springen
Begeistern kann des Knaben Stimm', aber der Bub selbst ist doch zu jung
Interessiert sich gar für ein Schlauphon von Samsung
Doch wo guter Rat sehr teuer ist
Der Blick ins Frühere, er hilft dem Christ
Knabe!, Knabe!, wo bist du nur?
Vergiss bloß schnell dein Abitur
Leg dich nieder auf den Tisch aus Edelstahl
Sagt ihm: Bewegst du dich, dann wird's fatal
Ein Schnitt und zwei, das Hödlein auf den Boden fällt
Der Hofhund bettelnd um die Mahlzeit bellt
An diesem wunderschönen Tage dann
Des Buben Sängerkarriere jäh begann
Wir freuen uns, nun wird das Stimmlein immer lieblich tönen
Viele Eltern, auch die Armen, gönnen das wohl ihren Söhnen
Und können bald die schnaften Kirchenchöre
Wieder töfte singen, ohne auch nur eine Göre
Folgende Benutzer sprechen Martin Frischfeld ein keusches Amen! für den Beitrag aus:
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Re: Der Kastrat

Beitragvon Martin Berger » Do 23. Aug 2018, 21:43

Werter Herr Frischfeld,

Sie haben sich wieder einmal selbst übertroffen. Es würde mich nicht wundern, wenn demnächst die Kastratenchöre nur so aus dem Boden schießen würden, weil unzählige Bengel und deren nicht minder unredliche Eltern durch Ihr Gedicht erkennen werden, wie töfte es doch wäre, in einem Kastratenchor mitzuwirken.

Vorsorglich die Messer wetzend,
Martin Berger

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Re: Der Kastrat

Beitragvon Engelbert Joch » Do 23. Aug 2018, 23:44

Werter Herr Dr. Frischfeld,
Ich bin außer mich vor Freude ob dieses lyrischen Glanzstücks.
Wie Sie sicher wissen, wird mein Großneffe am Samstag den ersten und wichtigsten Schritt zum Kastratensänger machen, deshalb freue ich mich dieses Stückes um so mehr.

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Re: Der Kastrat

Beitragvon Heribert Moench » Fr 24. Aug 2018, 13:27

Sehr geehrter Herr Dr. Frischfeld
Ich finde diese Idee sehr löblich. Es ist auch sehr leicht, einen Knabbub mit noch sehr heller Stimme von so einer Kastration zu überzeugen. Da das unschuldige Büblein noch nie sechsuelle Erregung wahrnahm ist es sehr leicht es durch die Erklärung der Vorteile einer Kastration wie zum Beispiel die Verhinderung von Homosechsualität mit zunehmenden Alter, Sündenvermeidung durch Wollust, die Möglichkeit als bekannter Kirchensänger aufzutreten und zusätzlich mit in Aussicht gestellten Süßigkeiten zu einer freudigen Zustimmung zu bewegen. Die Überzeugung der Knaben ist in diesem Fall so einfach, dass man sogar auf den bewährten Rohrstock verzichten kann. Die unter Nachwuchs leidenden Kirchenchöre werden begeistert sein.
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Re: Der Kastrat

Beitragvon Martin Frischfeld » Fr 24. Aug 2018, 15:33

Werter Herr Moench,

Sie bringen löbliche Gedanken an. Den Buben müssen Sie jedoch gar nicht nach dessen Meinung befragen oder gar dessen Einverständnis einholen. Sie fragen auch das Schaf nicht, ob es geschoren wird!
Wenn er zustimmt, umso besser- wenn nicht, auch nicht tragisch.

Die Meinung von Buben, Schafen und Weibern für irrelevant haltend,
Martin Frischfeld

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Re: Der Kastrat

Beitragvon Heribert Moench » Sa 25. Aug 2018, 18:06

Sehr geehrter Herr Frischfeld,

Wenn ich über Ihre weisen Worte nachdenke kann ich Ihnen nur Recht geben: Was soll schon passieren wenn man den Buben nicht erst nach seiner Meinung fragt? Im Erwachsenenalter, wenn der Bub sieht wie die meisten Männer im Gegensatz zu ihm selbst sich mit ihren ungehorsamen Weibern und einer Schar Rotzblagen plagen müssen während er in den Hochgenuss gekommen ist als abstinenter Kastratensänger im löblichen Kirchenchor singen zu dürfen wird er Ihnen dankbar sein und Sie in hohen Ehren halten. Man macht es sich eben manchmal selbst schwerer als man es sich machen müsste weil man es eben unnötigerweise zu gut meint. Der einfache Weg ist eben meistens auch der Beste.

Hochachtungsvoll
Heribert Moench
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Re: Der Kastrat

Beitragvon Horst von Kurzensoed » Di 16. Okt 2018, 14:27

Werter Herr Frischfeld,

Sie sind ein wahrer Dichter! Ihr töftes Gedicht sollte in allen redlichen Bibelschulen auf dem knorken Lehrplan stehen!

Ihre Dichtkunst hochachtend,
Horst von Kurzensoed


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