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Abneigung gegen Anglizismen?

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Moderator: Brettleitung

Artoischi
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Abneigung gegen Anglizismen?

Beitragvon Artoischi » So 30. Jan 2011, 13:15

Guten Tag,
Ich bin neu hier in diesem Forum und habe sogleich eine Frage.
Woher kommt ihre Abneigung gegen Anglizismen? Nicht das ich alle aus dem Englischen übernommenen Wörter gutheiße, insbesondere die Schimpfwörter der Jugend, aber was gibt es gegen Wörter wie "online" (anschnur) oder "E-Mail" (E-Brief) einzuwenden?
Ich gebe zu bedenken das die Übernahme von Wörtern aus anderen Sprachen uralt ist und schon seit Jahrhunderten praktiziert wird, so enthält unsere Sprache Fremdwörter und Abwandlungen aus sehr vielen Sprachen, zum Beispiel sehr viel aus dem lateinischen, oder dem französischen und ja auch aus dem englischen, so ist zum Beispiel unser Wort Keks eine Abwandlung des englischen Wortes Cake und somit einer der ältesten Anglizismen in unserer Sprache.

Mit gläubigen Grüßen

Artoischi

(Anmerkung: Ich merke gerade das ich im falschen Unter Forum geschrieben habe da ich mit der Seite noch nicht vertraut bin, ich bitte diesen Fehler zu verzeihen und hoffe das die Moderation den Beitrag in ein anderes Unterforum verschiebt.)
Giovanni, nimm dich nicht so wichtig.
-Johannes XXIII.

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L. Ziffer
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Re: Abneigung gegen Anglizismen?

Beitragvon L. Ziffer » So 30. Jan 2011, 14:30

Artoischi hat geschrieben:Guten Tag

Ebenfalls guten Tag, Herr (?) Artoischi
Artoischi hat geschrieben:Ich bin neu hier

Dann husch, husch in den Vorstellungsfaden mit Ihnen, damit wir mehr über Sie erfahren. Bis jetzt ist ja sogar Ihr Geschlecht unklar. Bei Artoischi fällt mir spontan nur das Pferd von Winnetou ein.
Artoischi hat geschrieben:Woher kommt ihre Abneigung gegen Anglizismen?

Zuerst einmal habe ich mir erlaubt, Ihren Beitrag in dieses Forum zu verschieben, ich hoffe, dieses war in Ihrem Sinne?
Ihre Frage wurde zwar schon mehrfach hier beantwortet, aber gerade für SIE werde ich es noch einmal tun. Denn SIE, verehrtes Geschöpf Artoischi, scheinen die deutsche Sprache gut zu beherrschen und deshalb schmerzt es mich, dass gerade SIE danach fragen. In keinem anderen Land der Erde wird die Muttersprache so sehr mit Füßen getreten wie hier in Deutschland. Schauen Sie sich doch nur mal die Werbung an, jedes dritte Wort ist ein Englisches. Viele Menschen, gerade aus meiner Generation, lehnen dies ab. So auch die Herren dieses redlichen Brettes. In unseren Augen macht es keinen Sinn, warum sich ein Sachbearbeiter auf einmal in einen Key Account Manager verwandelt oder der gute, alte Einkaufsladen in ein Shoppingcenter. Deutsch ist eine sehr schöne Sprache und sollte erhalten bleiben. Dafür kämpfen wir.
Artoischi hat geschrieben:aber was gibt es gegen Wörter wie "online" (anschnur) oder "E-Mail" (E-Brief) einzuwenden?

Nichts, solange sie im englischsprachigen Raum verwendet werden. Lassen Sie doch mal ein plausibeles Argument hören, warum wir unsere guten deutschen Wörter einfach so durch englische ersetzen sollen? Da bin ich gespannt.

Sonntägliche Grüße,
Ihr L. Ziffer
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Re: Abneigung gegen Anglizismen?

Beitragvon Walter Kerlinger » So 30. Jan 2011, 14:35

Herr Artoischi,

die Sprache in der wir uns hier unterhalten, ist die deutsche. Zu welch ausgesprochener Ästhetik und Kunst diese Sprache fähig ist, können Sie einfach dem Unterbrett "Christliche Lyrik" entnehmen. Wir brauchen keine andere Sprache.
Die Anglizismen, die sich mitunter in den deutschen Sprachgebrauch eingefügt haben, stehen aber auch schon symbolisch für das Satanische und Verwerfliche. Das Englische ist eine böse Sprache! Zum einen beheimatet das Englische zahlreiche ausgesprochen ketzerische Begebenheiten: Die anglikanische Kirche, Felsmusik, Gelbe Presse, Rüpelsport, unzüchtige Literatur und vieles andere. Das Englische hat also schon zahlreichen Ketzern und Heiden als Ausdrucksmittel gedient.
Dazu kommt, dass die Vermischung von Sprachen, Sprachen ihre Schönheit nimmt und zum apokalyptischen Chaos führt. Wir wollen nicht in einem gottlosen Babel enden, mit vermischten Sprachen, falls Ihnen diese biblische Begebenheit ein Begriff ist.

Da Sie neu sind, nutzen Sie doch bitte die Gelegenheit, und stellen Sie sich vor. In diesem kühlen Plauderbrett, gibt es extra einen schönen Vorstellungsfaden!

Erklärend,

W. Kerlinger
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Re: Abneigung gegen Anglizismen?

Beitragvon Artoischi » So 30. Jan 2011, 15:46

Ebenfalls guten Tag, Herr Artoischi

Es handelt sich bei mir tatsächlich um einen Mann, mein Name klingt zwar eher fernöstlich, ist aber baskischer Herkunft.

Zuerst einmal habe ich mir erlaubt, Ihren Beitrag in dieses Forum zu verschieben, ich hoffe, dieses war in Ihrem Sinne?

Vollkommen, besten Dank.

Deutsch ist eine sehr schöne Sprache und sollte erhalten bleiben. Dafür kämpfen wir.

Das Deutsch eine sehr schöne und auch wortgewaltige und ausdrucksstarke Sprache ist da stimmen wir vollkommen überein, trotzdem bin ich der Meinung, das man sich nicht gegen Neuerungen sperren sollte, vorallem wenn man bedenkt das gesprochene Sprachen sich fortwährend verändern, wir sprechen nicht mehr die selbe Sprache wie unsere Vorfahren vor ein paar Jahrhunderten, trotzdem nennen wir das ganze nach wie vor Deutsch, obwohl wir über die Jahrhunderte Wörter aus allen möglichen Sprachen, vom jiddischen bis zum lateinischen, adaptiert haben, Wörter aus der aktuellen Modesprache zu übernehmen ist ein an sich vollkommen normaler Prozess und führte, zumindest in einem so großen Land wie Deutschland, noch nie zu deren Verdrängung (Latein beispielsweise wird ja heute noch als "Bauernlatein" in romanischen Ländern gesprochen). Auch die Angst vor der Verdrängung der eigenen Sprache ist an sich durchaus normal und bei weitem kein deutsches Phänomen, aber meiner Meinung nach unbegründet, die selben Bedenken hatte man als immer mehr Wörter aus dem französischen übernommen wurden und trotzdem sprechen wir noch Deutsch, vermutlich wird es in einigen Jahrzehnten so sein, dass die Jugend immer mehr Wörter aus dem chinesischen (als Beispiel) entwendet und sich Deutsche älteren Jahrgangs um "schöne" deutsche Wörter wie "online", "Döner", oder "Alta" sorgen.

Das Englische hat also schon zahlreichen Ketzern und Heiden als Ausdrucksmittel gedient.

Nicht anders als die Deutsche auch, ich möchte sie daran erinnern das Martin Luther, Karl Marx, Adolf Hitler allesamt deutscher Muttersprache waren, deswegen betrachte ich dieses Argument als schwach.
Desweiteren diente die englische Sprache auch vielen bedeutenden Menschen, zum Beispiel dem Humanisten und katholischen Heiligen Thomas Morus als Sprache, ketzerische Tendenzen liegen also nicht an der Sprache.

Dazu kommt, dass die Vermischung von Sprachen, Sprachen ihre Schönheit nimmt und zum apokalyptischen Chaos führt.

Auch da muss ich ihnen widersprechen, sämtliche mir bekannte, derzeit in Europa gesprochene Sprachen sind Misch-Sprachen, die in sich alle möglichen Sprachen vereinigen, so enthält zum Beispiel das Spanische eine Mischung aus den alten Sprachen der indigenen Bevölkerung, dem lateinischen der römischen Besatzer und dem germanischem der barbarischen Invasoren.
Giovanni, nimm dich nicht so wichtig.
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Re: Abneigung gegen Anglizismen?

Beitragvon Walter Kerlinger » So 30. Jan 2011, 15:57

Nicht eingegangen, Herr Artoischi, sind Sie auf das wesentliche, weil biblische Argument: Die heilige Schrift, warnt uns - mit der Geschichte des Turmbaus zu Babel - ausdrücklich vor Sprachwirrwarr und Mischmasch! Und ich denke, den Worten der Bibel, gibt es nichts hinzuzufügen.

Zu Ihrem Argument mit Adolf Hitler: Ich habe hier nicht versucht, die deutsche Sprache, historisch als redlich darzustellen, aber wenn unsere Muttersprache schon vermischt wird, dann bitte nicht durch eine ähnlich unredliche, in historischer Dimension. So lässt sich aber durchaus das redliche Griechische oder Lateinische, als Einfluss auf unsere Muttersprache rechtfertigen.

Gläubig,

W. Kerlinger
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Re: Abneigung gegen Anglizismen?

Beitragvon Artoischi » So 30. Jan 2011, 16:15

Da muss ich widersprechen, in der Geschichte des Turmbaus zu Babel geht es nicht darum, das Gott die Menschen wegen ihrer Sprache straft, er straft sie weil sie in ihrem Hochmut versuchen einen Turm in den Himmel zu bauen.
Die Strafe besteht darin das Gott die Menschen damit straft, das er ihnen ihre Einheitssprache wegnimmt und sie durch eine Vielzahl von Sprachen und Dialekten ersetzte, Sprachvermischung und Vielfalt kann man also durchaus als gottgewollt sehen.
So wie sie argumentieren scheinen sie die Geschichte des Turmbaus zu Babel nicht mehr genau im Kopf zu haben, nachzulesen ist sie in Genesis 11,1-9.

Korrigierend

Artoischi

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Re: Abneigung gegen Anglizismen?

Beitragvon L. Ziffer » So 30. Jan 2011, 16:20

Herr Artoischi,
Artoischi hat geschrieben:ist aber baskischer Herkunft.
haben Sie denn auch so eine schicke Mütze?
Artoischi hat geschrieben:...wir sprechen nicht mehr die selbe Sprache wie unsere Vorfahren vor ein paar Jahrhunderten...

Artoischi hat geschrieben:...über die Jahrhunderte Wörter aus allen möglichen Sprachen...adaptiert haben...

Zum Thema: Sie geben in Ihrem Beitrag gleich mehrfach an, dass sich die deutsche Sprache über Jahrhunderte aus verschiedenen Sprachen zusammengesetzt hat. Ich weiß nicht, wie alt Sie sind. Sollten Sie das dreißigste Lebensjahr bereits erreicht haben, so möchte ich Sie bitten, einmal zwanzig Jahre zurückzudenken. Ein Prozess, der früher mehrere hundert Jahre angedauert hat, droht im Zuge des Zeitgeistes und der rasenden Globalisierung unser Land und somit unsere Sprache im Eiltempo zu überrollen. Nehmen Sie nur mal so dämliche Worte wie "Handy" oder "Oldtimer". Diese Wörter gibt es im englischen Sprachgebrach nicht einmal. Sie wurden in der Hysterie der Sprachvermischung einfach erfunden. Was ist denn gegen das Wort Mobiltelefon einzuwenden? Sehen Sie: Gar nichts. Die Amerikaner beispielsweise übernehmen NUR Wörter, die es vorher so nicht gab, wie zum Beispiel "Kindergarten" oder "Waldsterben". Und jetzt sagen Sie mir bitte nicht, die Amerikaner hätten mehr Kultur als wir Deutschen.
Artoischi hat geschrieben:und sich Deutsche älteren Jahrgangs um "schöne" deutsche Wörter wie "online", "Döner", oder "Alta" sorgen.

Verzeihen Sie mir, aber diese Aussage halte ich für Humbug.
Artoischi hat geschrieben:sämtliche mir bekannte, derzeit in Europa gesprochene Sprachen sind Misch-Sprachen

Aus reiner Neugier: Haben Sie hier sehr ausgiebig gegockelt oder haben Sie eine Doktorarbeit über dieses Thema verfasst?

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Re: Abneigung gegen Anglizismen?

Beitragvon Der Einsiedler » So 30. Jan 2011, 16:39

Bub Artoischi,
denken Sie doch nur mal an das unselige "Türkisch-Deutsch". Umgangssprachlich auch als Kanak-Deutsch bezeichnet. Tolerieren Sie dies auch? Oder der unredliche Sprechgesang.
Allesamt grausame Verstümmelungen unserer deutschen Sprache, eine Ausgeburt des Satans. Nur dem Zweck dienend, die redlichen und keuschen Menschen an den Rand der Gesellschaft zu drücken.
Hinfort also mit den Anglizismen. Wehret den Anfängen.

Warnend

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Wohlan, macht auch ihr das Maß eurer Väter voll!
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Re: Abneigung gegen Anglizismen?

Beitragvon Walter Kerlinger » So 30. Jan 2011, 16:42

Artoischi hat geschrieben:So wie sie argumentieren scheinen sie die Geschichte des Turmbaus zu Babel nicht mehr genau im Kopf zu haben, nachzulesen ist sie in Genesis 11,1-9.

Korrigierend

Artoischi

Ar


Das empfinde ich als anmaßende Beleidigung! Natürlich ist mir die Bibel bestens bekannt, ich denke von Ihnen kann man das nicht behaupten! Schließlich argumentieren Sie so, dass Gottes Strafe mit Gottgefälligkeit gleichgesetzt wird, was schon ein ziemlich schwacher Zug ist. Der Ausschluss aus dem Paradies ist auch nicht Gott gewollt, aber er war leider notwendig um die sündige Menschheit zu sprachen. Wir, als redliche Christenmenschen, müssen nicht bestraft werden. In so fern, machen Sie, Herr Artoischi, hier den Bock zum Gärtner, indem Sie den Zustand - den Gottes gerechte Strafe hervorrief - gleich gutheißen und somit die Ketzerei und Unredlichkeit babylonischer Zeiten (die mit den heutigen durchaus vergleichbar sind) als gesellschaftlichen Standart akzeptieren.

Was Sie jedoch viel weniger akzeptieren, scheint unser Wunsch nach reiner, unverfälschter Sprache, so wie wir sie - im gemeinschaftlichen Konsens sprechen - zu sein.

Aufgebracht,

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Re: Abneigung gegen Anglizismen?

Beitragvon Artoischi » So 30. Jan 2011, 16:47

haben Sie denn auch so eine schicke Mütze?

Da muss ich leider passen.
Sollten Sie das dreißigste Lebensjahr bereits erreicht haben, so möchte ich Sie bitten, einmal zwanzig Jahre zurückzudenken.

Hier muss ich passen, ich stehe kurz vor der Vollendung des sechzehnten Lebensjahrs.
Zum Thema: Das die Globalisierung Prozesse beschleunigt ist mir kein Novum, trotzdem sehe ich nach wie vor nichts zwingend schlechtes an Sprachveränderung.

Verzeihen Sie mir, aber diese Aussage halte ich für Humbug.

Ihre Meinung billige ich Ihnen selbstverständlich, aber ich gebe zu bedenken das die (Groß)Väter von Goethe und Schiller wahrscheinlich ähnlich über Wörter wie Kantine oder Appetit dachten, trotzdem gehören beide heute zum deutschen Wortschatz und kaum jemand würde dahinter einen Gallizismus vermuten.
Aus reiner Neugier: Haben Sie hier sehr ausgiebig gegockelt oder haben Sie eine Doktorarbeit über dieses Thema verfasst?

Und schon wieder muss ich passen, als Mittelstufen Schüler steht es mir meiner Meinung nach nicht zu Doktorarbeiten zu verfassen, auch das Internetz(z) habe ich dafür nicht benutzt, diese Kenntnise habe ich mir im Lauf der Jahre angeeignet.

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denken Sie doch nur mal an das unseelige "Türkisch-Deutsch". Umgangssprachlich auch als Kanak-Deutsch bezeichnet. Tolerieren Sie dies auch?

Nein, das Türkisch-Deutsch ist mir keineswegs sympatisch, ich finde es auch nicht angenehm oder praktisch, während Anglizismen in Anbetracht der Tatsache das Englisch die momentane Weltsprache ist durchaus von Vorteil sein können.

Oder der unredliche Sprechgesang.

Ich vermute Sie meinen mit diesen Sprechgesängen "Rap"-Musik? Ich höre durchaus diese Sprechgesänge, auch wenn sie nicht meine bevorzugte Musikrichtung sind, ich möchte darauf hinweisen das diese aus Sicht eines älteren Jahrgangs zwar extreme Texte enthält, aber keineswegs beispielslos ist, man muss sich nur einmal die Stundentenlieder von vor zwei oder drei Jahrhunderten anhören, zum Beispiel "Die Gedanken sind frei" (Auf DuRöhre: http://www.youtube.com/watch?v=gmwTa9qRq0o), in heutiger Zeit klingt der Text relativ harmlos, in der damaligen Zeit aber klangen sie für die Obrigkeit wahrscheinlich genauso anstößig wie heute die Text eines "Gangster-Rapers" (redlich in etwa: Verbrecher-Sprechsänger), auch die Themen (vor allem der Freiheitsgedanke, aber auch der Alkoholkonsum und der Umgang mit Frauen) ähneln sich sehr.

Allesamt grausame Verstümmelungen unserer deutschen Sprache, eine Ausgeburt des Satans. Nur dem Zweck dienend, die redlichen und keuschen Menschen an den Rand der Gesellschaft zu drücken.
Hinfort also mit den Anglizismen. Wehret den Anfängen.

Um auf die Stundenten zurück zu kommen, diese Stundenten die in ihrer Jugend grölend und duellierend ein Lotterleben in den Universitäten führten sind heute der Grund warum wir uns noch immer "Land der Dichter und Denker" nennen, vielleicht betrachtet man in ein paar Jahrhunderten die Sprechsänger ja als Begründer einer neuen schönen Musikrichtung.

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Das empfinde ich als anmaßende Beleidigung! Natürlich ist mir die Bibel bestens bekannt

Verzeihen Sie, ihre Aussage beim Turmbau hätte man verschiedene Sprachen gesprochen lies mich daran zweifeln.
ich denke von Ihnen kann man das nicht behaupten!

Da muss ich Ihnen Recht geben, es hat mich aufgrund seines Inhalts nie gereizt das alte Testament zu lesen, deswegen verzeihen sie mir das ich auf theologischer Ebene nicht mit ihnen parlieren (übrigens auch ein Gallizismus) kann.

Was Sie jedoch viel weniger akzeptieren, scheint unser Wunsch nach reiner, unverfälschter Sprache, so wie wir sie - im gemeinschaftlichen Konsens sprechen - zu sein.

Ich verbiete Ihnen keineswegs zu sprechen wie es Ihnen beliebt, ich versuche nur aufzuzeigen, das zum einen die Veränderung und Anpassung von Sprachen ein fortlaufender, unaufhaltsamer Prozess ist und zum anderen das man sowieso nicht von einer "reinen" Sprache sprechen kann.



Freundliche Grüße

Artoischi
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Re: Abneigung gegen Anglizismen?

Beitragvon Der Einsiedler » So 30. Jan 2011, 17:27

Artoischi hat geschrieben:Hier muss ich passen, ich stehe kurz vor der Vollendung des sechzehnten Lebensjahrs.

Und was stehsegeln Sie dann im Internetz? Dies ist Ihnen doch gar nicht erlaubt.
Lesen Sie doch lieber in der Bibel oder singen Sie schöne Heimatlieder.

Mahnend

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Re: Abneigung gegen Anglizismen?

Beitragvon Alric » So 30. Jan 2011, 17:29

Werter Herr Artoischi,

zunächst zu den Anglizismen. Wir befinden uns hier in Deutschland und sprechen Deutsch. Seien Sie doch mal ehrlich zu sich selbst: Deutsch ist doch eine wunderschöne Sprache, welche heutzutage leider sehr zweckentfremdet wird. Sei es durch die Fels-Hörer oder Hipf-Hüpfer. Auch gilt es als modern Englisch in die Sprache mit einfließen zu lassen. Ich halte dies für einen großen Fehlen.
Sehen Sie sich nur unsere Nachbarn die Franzosen an: Ihnen ist ihre Sprache so "heilig", dass Anglizismen verpönt sind. Engländer benutzen im Gegenzug auch keine/wenige deutsche Worte. Nur weil Englisch die Weltsprache ist, sollten wir unsere Sprache nicht vergessen...

Sie sind also 16 Jahre alt, d.h. Sie sind noch minderjährig. Ich hoffe, dass Sie nicht alleine im großen Internetz stehsegeln, denn ich bin um Ihr Seelenheil besorgt. Auf den ersten Blick machen Sie einen vernünftigen Eindruck im Vergleich zum Rest dieser verlotterten Generation.

Besorgt,

Alric
Der Gottlose borgt und bezahlt nicht;
der Gerechte aber ist barmherzig und gibt.
Psalmen 37,21

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Re: Abneigung gegen Anglizismen?

Beitragvon Artoischi » So 30. Jan 2011, 17:34

Und was stehsegeln Sie dann im Internetz? Dies ist Ihnen doch gar nicht erlaubt.

Ich kenne zum einen kein Gesetz das mir das verbieten würde, zum anderen fühle ich mich durchaus alt genug um im "Internetz zu stehsegeln".
Lesen Sie doch lieber in der Bibel oder singen Sie schöne Heimatlieder.

Ich kenne Teile des neuen Testaments, im großen und ganzen sind mir aber andere Autoren wesentlich näher und Heimatlieder gehören nicht zu meinem bevorzugten Musikgeschmack

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Sehen Sie sich nur unsere Nachbarn die Franzosen an: Ihnen ist ihre Sprache so "heilig", dass Anglizismen verpönt sind. Engländer benutzen im Gegenzug auch keine/wenige deutsche Worte. Nur weil Englisch die Weltsprache ist, sollten wir unsere Sprache nicht vergessen...

Ich möchte einmal darauf hinweisen, das englisch zu den germanischen Sprachen gehört und sehr eng mit dem Deutschen verwandt ist (auch wenn sie wie unsere Sprache viele lateinische und französische Lehnwörter enthält), von diesem Standpunkt handelt es sich hier um eine Angleichung zweier verwandter Sprachen.

Sie sind also 16 Jahre alt, d.h. Sie sind noch minderjährig. Ich hoffe, dass Sie nicht alleine im großen Internetz stehsegeln, denn ich bin um Ihr Seelenheil besorgt. Auf den ersten Blick machen Sie einen vernünftigen Eindruck im Vergleich zum Rest dieser verlotterten Generation.

Wie schon gesagt fühle ich mich durchaus dazu in der Lage im Internetz zu stehsegeln.

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Re: Abneigung gegen Anglizismen?

Beitragvon Der Einsiedler » So 30. Jan 2011, 17:41

Artoischi hat geschrieben:Und was stehsegeln Sie dann im Internetz? Dies ist Ihnen doch gar nicht erlaubt.
Ich kenne zum einen kein Gesetz das mir das verbieten würde, zum anderen fühle ich mich durchaus alt genug um im "Internetz zu stehsegeln".

Daß Sie kein solches Gesetz kennen, wundert mich nicht. Ist dies doch nur redlichen Menschen bekannt und wird dies auch nur von Generation zu Generation mündlich weiter gegeben. Sie leben anscheinend in einer unredlichen Sippe, da Sie noch nie davon gehört haben.

Den Rohrstock zückend

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Re: Abneigung gegen Anglizismen?

Beitragvon Artoischi » So 30. Jan 2011, 17:49

Das Sie kein solches Gesetz kennen,wundert mich nicht. Ist dies doch nur redlichen Menschen bekannt und wird dies auch nur von Generation zu Generation mündlich weiter gegeben. Sie Leben anscheind in einer unredlichen Sippe, da Sie noch nie davon gehört haben.


Nein, davon das "redliche" Menschen mit ihrer Nachkommenschaft Stille Post spielen, davon war mir tatsächlich nichts bekannt. Das stimmt, aus Ihrer Sicht ist meine "Sippschaft" vermutlich tatsächlich unredlich, da wir nicht in die Kirche gehen und auch nicht gerade bibelfest sind.

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