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Der Faden für christliche Lichtspieltheaterbewertung

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Martin Frischfeld
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Der Faden für christliche Lichtspieltheaterbewertung

Beitrag von Martin Frischfeld »

Werte Gemeinde,

als ich durch die örtliche Kirchenzeitung blätterte stieß ich nach den fünf Seiten von Todesanzeigen auf eine sogenannte Filmkritik. Es wurde dort das Lichtspiel "Harald Töpfer" begutachtet. Natürlich kam die Redaktion der Kirchenzeitung zu einem eindeutigen Urteil: das ist ein Werk des Widersachers! :boese: Hier wurde dies bereits festgestellt. Unsere Kirchenzeitung hinkt jedoch mit der Berichterstattung hinterher. Meine Eingaben, sich näher an den Inhalten der Arche zu orientieren, blieben bisher fruchtlos.

Jedoch sollten wir angesichts der Gefahren, die von Filmen ausgehen, hier unbedingt als redliche Christen unsere Pflicht tun, die Welt auf diese Werke aufmerksam zu machen. Ich gehe mit gutem Beispiel voran und rezensiere den Film

Hübsches Weib (unredl.: Pretty Woman), VSA 1990

Die von unkeusch lebenden Herren als schön empfundene Straßendirne "Vivian" trifft auf den Geschäftsmann Herrn Leweiß, der sogleich die Dienste der Hure in Anspruch nimmt und auf weitere Buchungen erpicht ist. Um in gehobener Gesellschaft nicht sofort als das scheußliche Luder entlarvt zu werden, welches sie ist, kleidet sie sich mithilfe der Geldquellen ihres Gönners neu ein. Mit denselben niederen Fähigkeiten mit denen sie ihre Freier bezirzst, nimmt sie einige Menschen für sich ein.

Als ein anderer Freier die Dienste der Dirne Vivian in Anspruch nehmen will, wird Herr Leweiß übergriffig und verletzt seinen Konkurrenten. Nach dem Ende der Dienstzeit wird der Dirne ihr Hurenlohn ausgezahlt, jedoch sinnt Herr Leweiß auf eine außereheliche Beziehung, was die Dirne jedoch ablehnt - vermutlich, weil ihr unkontrollierter Sechstrieb nach mehreren Freiern verlangt.

Am Ende des Filmes stimmen beide jedoch noch einer Beziehung zu und stellen sich damit endgültig gegen den HERRn.

Bewertung:

Ich erteile dem Film eine Bewertung von einem (1) Kreuzen von möglichen 5 Kreuzen.

:kreuz2:

Der Film erhält das eine Kreuz aufgrund des für redliche Christen abschreckenden Charakters, der sich auch auf Großstädte allgemein bezieht.

Es rezensierte,
Martin Frischfeld

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Teresa Schicklein
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Re: Der Faden für christliche Lichtspieltheaterbewertung

Beitrag von Teresa Schicklein »

Werter Herr Dr. Frischfeld!

Gepriesen sei GOTT für Ihre löbliche Unternehmung, Bewegtbildwerke aus christlicher Perspektive zu beleuchten!

Zu dem besprochenen Film habe ich jedoch noch eine Frage zum besseren Verständnis: Offensichtlich handelt es sich bei diesem Machwerk aus den fernen VSA mit seiner grotesk-unmoralischen Geschichte nicht um ein hierzulande beliebtes oder allseits bekanntes Stück.
Fürchten Sie nicht, daß Sie den Agenten Satans in die Hände spielen, indem Sie pornographische, und üblicherweise nur unter dem Ladentresen gehandelte, Schundfilme, hier in der Arche zu weitreichender Prominenz verhelfen?

Es betet für Sie
T. Schicklein

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Martin Frischfeld
Redlicher Lyriker
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Re: Der Faden für christliche Lichtspieltheaterbewertung

Beitrag von Martin Frischfeld »

Werte Frau Schicklein,

danke für Ihre Zurückfütterung. Ich erlaube mir Ihre Bedenken zu zerstreuen: leider genießen derartige Filme bereits eine recht große Ventilatorengemeinde. Die Adressaten der Arche jedoch sollen geschult werden, solche Filme einordnen zu können, um dann im alltäglichen Leben entsprechend zu reagieren: beispielsweise indem sie beim Einkauf im Medienmarkt die entsprechenden Scheiben verstecken oder Interessenten vom Kauf abhalten.

Erläuternd,
Martin Frischfeld

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Rotzbengel Rüdiger
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Re: Der Faden für christliche Lichtspieltheaterbewertung

Beitrag von Rotzbengel Rüdiger »

Werte Gemeinde,

einmal im Halbjahr, da wird der knatternde Lichtspielprojektor vom Speicher des Internats geholt, um im Papst-Gregor-Saal eine Vorführung für all die braven Buben abzuhalten. Dem Pennäler mit den besten Zensuren wird die Ehre zuteil, ein Flimmerfilmchen auszusuchen.
In der Regel handelt es sich bei diesem Buben um meine Wenigkeit. Im vergangenen Halbjahr teilte Ich den Lehrerschaft mit, gerne den Film "Die Feuerzangenbowle" an der Wand geworfen zu erblicken. Ich hörte von diesem Streifen aus den Mündern von Ehemaligen, die dem Leben im Internat Charakter verliehen, indem sie sich alle Mühe gaben, den Protagonisten zu idealisieren. Ich werde es Herrn Dr. Frischfeld gleichtun, und kurz auf wesentliche Handlungsschwerpunkte eingehen.

Die Feuerzangenbowle, DE 1944

Die Romanverfilmung nach Heinrich Spoerl erzählt die Geschichte des erfolgreichen Schriftstellers Dr. Johann Pfeiffer (mit drei F). Dieser führt ein gottgefälliges Leben und hält nicht viel vom Unfugtreiben. Als er jedoch von einer Gruppe älterer Raufbolde zum Trinken überredet wird, stellt sich schnell heraus, daß Dr. Pfeiffer, ein redlicher Privatschüler, gar niemals die schnafte Zeit juveniler Unruhestifterei miterlebt hat, die in Schulklassen dann und wann Gegenstand allgemeiner Belustigung ist. Schnurstracks wird der Pfeiffer also auf die Schulbank geschickt, wo er jede Menge dusseligen Unfug anstellt, der für allerlei Heiterkeit bei meinen Internatskumpanen sorgte. So manch frecher Streich wurde schon im eigenen Schulheim nachgestellt, was eine unzählbare Anzahl an Rohrstockhieben nach sich zog.
Da werden des Herrn Lehrers Schuhe stibitzt, der Wecker des Professors zurückgestellt, auf korrekte Kasusbildung verzichte, rotzfrech die Antwort vorgesagt, ja auch im Unterricht geschlafen.
Am Ende des Films soll der Pfeffer der Schule verwiesen werden, doch ist das ja gar nicht möglich, da alles nur eine Lümmelei war. Was hat man gelacht.
Eine schnaftere Lausbubengeschichte ist mir noch nicht untergekommen, sapperlot. Ich spreche eine Empfehlung aus an einen jeden Buben, der da die Freuden des gesitteten Unfugtreibens mit Freuden auslebt.

Bewertung:


Ich erteile dem Film auf dem alten Ratterprojektor fünf (5) von fünf möglichen Kreuzen. Dies begründe Ich mit der hohen Dichte an Lausbubenhaftigkeit, die unabdinglich zur Schau gestellt wird, Hurra. :kreuz1: :kreuz1: :kreuz1: :kreuz1: :kreuz1:

Bei Krankheit Baldrian empfehlend,
Rotzbengel Rüdiger
Tu das nicht, laß das sein, faß das nicht an. - so spricht der Vater, denn Zensur ist gut für Knabbub und Göre.

Im Übrigen bin Ich der Auffassung, daß das Internetz abgeschaltet gehört.

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Opa Rauschebart
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Re: Der Faden für christliche Lichtspieltheaterbewertung

Beitrag von Opa Rauschebart »

Rotzbengel Rüdiger!

Dieser durch und durch unsittliche Film, sollte sofort auf die Bannliste jedes keuschen Christen gesetzt werden!
Nicht nur, dass dieser unsägliche Pfeiffer falsche Tatsachen vorspiegelt, nein, er untergräbt zur Gänze die Autorität des gesamten Lehrerkollegiums durch seine unverschämten Taten, die man schwerlich als "Schabernack" bezeichnen kann. Dieser lüsterne Lustmolch bandelt dann auch noch zu allem Überfluß mit der Tochter des Direktors an, obwohl er selbst eine Verlobte hat, die er somit schamlos betrügt.
Dieser Rotzlöffel hätte von mir beständig Backpfeifen bekommen, daß ihm Hören und Sehen vergangen wäre.

Erbost mit dem Rohrstock auf den massiven Schreibtisch eindreschend

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Martin Frischfeld
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Re: Der Faden für christliche Lichtspieltheaterbewertung

Beitrag von Martin Frischfeld »

Werte Herren,

auf diesen Schock hin möchte ich Ihnen folgenden Film vorstellen:

Die Passion Christi, VSA 2004


Bild

In jenem Film geht es um die Passion Christi, die aufgrund der hervorragenden Mimenleistung des Herrn Mehl Gibsohn dem Publikum verständlich gemacht wird. Garstige Kritiker sagen dem Film Antisemitismus nach.

Der Film erhält knorke :kreuz1: :kreuz1: :kreuz1: :kreuz1: Kreuze. Wieso nicht fünf werden Sie sich wundern? Weil dies einer Schmähung des HERRn gleichkäme, denn einzig die Darstellung in der heiligen Schrift ist vollkommen.

Einen Ventilatorenbrief an Herrn Gibsohn schreibend,
Martin Frischfeld

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Rotzbengel Rüdiger
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Re: Der Faden für christliche Lichtspieltheaterbewertung

Beitrag von Rotzbengel Rüdiger »

Werter Herr Rauschebart,

ein sittlicher Strolch ist er, der Pfeiffer, jawohl! Schabernack und Narretei treibt er, denn Unfug veranstaltet sich gern, jawohl, jawohl. Hurra, Hurra, bin ein kleiner Lausebengel, ein Schelm, ein Eulenspiegel, ei, ei, ei und ja, ja, ja. Da schaue Ich die Feuerzangenbowle gern, denn Rabaucken und Schlitzohren, die sind lustig gar sehr heiter, Hurra, Hurra, welch Spaß, welch Freude.

Wild umhertanzend,
Rotzbengel Rüdiger
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Hinrich Hammerschmidt
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Re: Der Faden für christliche Lichtspieltheaterbewertung

Beitrag von Hinrich Hammerschmidt »

Werte Herren,
liebe Frau Schicklein,

welch töfte Idee. Weder schaue ich Fernsehen, noch gehe ich ins Lichtspielhaus, in früheren Jahren war das aber durchaus anders. Warum also soll nicht der ein oder andere junge Knabe von meinen Erfahrungen profitieren?
Ich werde nun den Film bewerten, den ich zuletzt gesehen habe:

Jurassischer Park (unredl.: Jurassic Park), VSA, 1993


Inhalt:
Ein millionenschwerer Ketzer versucht mit einer Gruppe von Dargewinn-Ventilatoren die sogenannte Evolutionstheorie nachzuspielen und erweckt allerhand Phantasiegeschöpfe (unredl.: Saurier) zum Leben. Während einer Inspektion straft der HERR das satanische Tun mit einem töften Tropensturm. Beinahe alle Beteiligten sterben durch Angriffe ihrer selbst geschaffenen Kreaturen.

Bewertung:
Der Film erhält von mir zwei Kreuze.
:kreuz1: :kreuz1:
Der Film zeigt auf drastische, aber auch für die Dummen verständliche Weise, wie unsinnig die Vorstellung ist, vor Millionen Jahren hätte diese Erde bereits echsistiert und es hätten sogenannte Saurier auf ihr gelebt. Zweifelsfrei wäre genau das passiert, was dieser Film zeigt: alle hätten sich innerhalb kürzester Zeit gegenseitig aufgefressen. LAL!
Außerdem stellt der Film eine Mahnung an alle dar, die glauben, ungestraft Gott spielen zu dürfen.
Allerdings hat der Film auch Schwächen. Neben zahlreichen atheistischen Irrlehren, denen im Laufe der Handlung ventiliert wird, stört vor allem, daß ausgerechnet die zwei schlimmsten Ketzer, zwei sogenannte Wissenschaftler, der Strafe des HERRN entkommen.

Lieber wieder die Bibel aufschlagend,
Hinrich Hammerschmidt

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Opa Rauschebart
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Re: Der Faden für christliche Lichtspieltheaterbewertung

Beitrag von Opa Rauschebart »

Werte Gemeinde,

auch ich möchte eine Filmkritik hier kundtun.

Heintje, Ein Herz geht auf Reisen, Deutschland 1969

Der brave Bube Heinz Gruber (gespielt von Heintje) wird in diesem extrem spannenden und nervenzerreißenden Kriminalfilm unverschuldet in eine unsägliche Schmuggeltransaktion unvorstellbaren Ausmaßes verstrickt. Ohne seine Kenntnis transportiert er hochbrisantes Material in die Schweiz.
Allein durch seinen engelsgleichen Gesang entschärft er das Material und die Täter können vollkommen hilflos dingfest gemacht werden.


Bild

Der Film erhält von mir :kreuz4: :kreuz4: :kreuz4: .

Leider kann dieser Film nicht mehr Kreuze erhalten, da er gerade für ältere Menschen mit Herz-Kreislauf Problemen nicht geeignet ist, da er ansonsten "Ein Herz erleidet Stillstand" im Titel tragen müsste.

Bewertend

Opa Rauschebart
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Rotzbengel Rüdiger
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Re: Der Faden für christliche Lichtspieltheaterbewertung

Beitrag von Rotzbengel Rüdiger »

Werter Herr Hammerschmidt,

sind Sie sicher, daß Sie die korrekte Übersetzung für Ihren Filmtitel gefunden haben? Meine Nachforschungen behaupten, "Grünfläche der Advokaten" wäre der passendere Titel, bei dem auch ganz sicher ist, daß einem nicht schon beim Lesen der Glauben vom HERRn abfällt, sobald einem französiche Begriffe wie "Park" unter die Augen kommen.


Werter Herr Rauschebart,

mir scheint, beim braven Buben Gruber handelt es sich um einen Holländer. Diese sind weltweit bekannt für den Konsum muntermachender Kräuter. Ob Ich Lauser mir diesen Film wohl ohne Bedenken in Anwesenheit von beständigen Chrsiten anschauen kann?

Knallmais zubereitend,
Rotzbengel Rüdiger
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Opa Rauschebart
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Re: Der Faden für christliche Lichtspieltheaterbewertung

Beitrag von Opa Rauschebart »

Werter Rotzbengel!

Ohne zu viel zu verraten, kann ich Ihnen sagen, daß Ihre Sorgen dahingehend unbegründet sind. Bei der Schmuggelware handelt es sich um keine berauschenden Substanzen, wie Hanfgift, Klebstoff und dergleichen.

Beruhigend, eine Wasserpfeife entzündend

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Hinrich Hammerschmidt
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Re: Der Faden für christliche Lichtspieltheaterbewertung

Beitrag von Hinrich Hammerschmidt »

Werter Herr Rüdiger,
Rotzbengel Rüdiger hat geschrieben:
Fr 27. Nov 2020, 18:57
Meine Nachforschungen behaupten, "Grünfläche der Advokaten" wäre der passendere Titel
auch wenn die Verwendung des Begriffes "jurassisch" für gestandene Christen keine Gefahr darstellen dürfte und auch der "Park" mit "k" seit Jahrhunderten im deutschen Sprachgebrauch beheimatete ist, so handelt es sich bei dem von Ihnen ermittelten Titel natürlich um die keuscheste Variante. Dieser Titel ist daher insbesondere geeignet für die Kommunikation gegenüber Atheisten und Klebstoffspritzer.

Den Ofen mit Filmplakaten anfeuernd,
Hinrich Hammerschmidt

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